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Manjushri Kloster Wenshuyuan

Zeremonie . Manjushri Kloster Wenshu Yuan |
Das populärste buddhistische Kloster der Stadt zieht
jedes Jahr die Massen an, nicht nur zum Gebet und Weihrauchopfer.
In dieser Klosteranlage wohnen rund 100 Mönche. Er ist Sitz der
Buddhisten-Verein der Provinz Sichuan und damit ein religiöses Zentrum für Millionen
von Gläubigen.
Kaum minder wichtig sind die leiblichen Genüsse, die hier geboten werden: der östlich
anschliessende grosse Teegarten und das zugehörige
vegetarische Restaurant. Fast die ganze
gegenüberliegende Straßenseite nehmen
Devotionalienläden ein, die vor allem Weihrauch und
Opfergeld sowie Guanyin Figürchen für den Hausgebrauch
verkaufen.
Das Tempelkloster im Norden ( Wenshuyuan) der Stadt
geht zwar auf die Zeit um 600 zurück, doch entstand es
nach völliger Verwüstung um 1700 neu. Viele Gläubige
spendeten damals Geld, denn wie die Legende der
Neugründung erzählt, war ein Wunder geschehen: Als der
Leichnam eines Zen-Mönchs, der in den Ruinen gelebt
hatte, eingeäschert wurde, sei im Rauch der Bodhisattva
Manjushri erschienen, und so benannte man das Heiligtum
nach diesem Herrn der Weisheit.
Die meisten heutigen
Bauten entstanden um 1830. Seitdem wird hier verehrt,
was populär ist. Das Figurenprogramm trägt daher
synkretistische Züge. Seit den 1990er Jahren fliessen
dem Kloster erneut viele Spenden zu, und so entfaltet
sich weitere Bautätigkeit.
In der Torhalle umgeben sechs Wächterfiguren den
obligatorischen Dickbauchbuddha: vorn die Generäle Heng
und Ha, dahinter die vier Himmelskönige, auf der
Rückseite folgt ein Amitabha. Den ersten, von Ginkgos
beschatteten Hof überragen Trommel- und Glockenturm,
beide mit dreifachen Dächern. In der Halle an der
Nordseite werden die drei grossen Bodhisattvas verehrt:
in der Mitte Guanyin, rechts Manjushri, links
Samantabhadra. Alle tragen weibliche Züge und sitzen
auf ihren Reittieren. Zwei taoistischen Figuren ist ein
niederer Rang zugewiesen: dem General und Schutzpatron
der Soldaten Guan Yu der Schrein links aussen sowie
Wenchang, dem Schutzpatron der Literaten, der Schrein
gegenüber.
Am nächsten Hof folgt die eigentliche Haupthalle mit
einer Figur des sitzend lehrenden Buddha Shakyamunisowie
seiner zwei engsten Jünger, die ihm aufwarten. Im hof
vor der vierten Halle steht eine Sutrensäule von 1873.
Die Halle birgt seit 1922 einen birmanischen Jadebuddha;
an den Seitenwänden reihen sich die 18 Luohan (in
Buddhapose), weitere 22 Figuren sind Schutzgottheiten.
Die folgende, sieben Joch breite Sutrenhalle ist der
imposanteste Bau der Klosters. Beherrschendes Bildnis
ist die gemalte Darstellung eines Löwen: Er ist
Manjushris Reittier.
Östlich der Tempelhallen stehen Neubauten. Deren
auffälligster ist die Friedenspagode, die ganz aus
Bronze besteht. Hier findet sich auch die neue
Zehntausend-Buddha-Halle. Für eine Spende von 6200 Yuan
wird einem dort ein persönlicher Buddha aufgestellt - eine gute Tag fürs eigene Karma. Noch weiter östlich
folgt der Teegarten, durch den man zum vegetarischen
Restaurant gelangt. |
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