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Tempelkloster Qingyanggong

Taoistischer Mönch . Qingyanggong |
Qingyang Gong ist das bedeutendste taoistische Heiligtum
der Stadt und eines der traditionesreichsten Chinas.
Sein Name "Palast zum schwarzen Ziegenbock" erklärt sich
aus einer Legende: Ein solches Tier führte Lao Zi, der
Urvater des Taoismus, als Erkennungsmerkmal mit sich,
als er an ebendieser Stelle jenen Zöllner wiedertraf,
der den Weisen drei Jahre zuvor dazu gebracht hatte, das
Daode Jing zu verfassen und so seine Weisheiten der
Nachwelt zu überliefern. Lao Zi war bei ihrem
Wiedersehen verjüngt zu einem Kinde, der Zöllner aber
durch die Lektüre zu einem weisen Mann geworden.
Die Ursprünge des Tempels liegen im Dunst des Altertums
verborgen. Dass er schon zur Zhou Zeit vor 2300 oder
mehr Jahren entstand, darf als fromme Mär gelten.
Gesichert ist seine Existenz um die Mitte des 8.
Jahrhunderts,
als Tang-Kaiser Xuanzong hier Zuflucht vor Rebellen fand
und auch den Dichterfürsten Du Fu empfing, dessen
Strohhütte nicht weit entfernt liegt. Die meisten der
heutigen Bauten entstandne im 19. Jahrhundert. Mit ihrem
Schnitzzierrat zeigen sie einen betont volkstümlichen
Stil, wie ihn die Mandschu Ära liebte. Populär ist das
Tempelkloster immer noch . Verwaltet wird es von
taoistischen Mönchen. Viele Gläubige kommen hierher, in
den Westen Chengdus, um Weihrauch zu opfern.
Eine zweigeschossige, von einem Paar Steinlöwen bewachte
und mit Firstdrachen geschmückte Torhalle führt ins
Innere. In ihrem rückwärtigen Teil fungiert ein
schwerttragender Himmelsgeneral als Torwächter.
Die Halle des erste Hofs (mit einem Weihrauchbecken
davor) ist dam Lao Zi geweiht, der hier, mit goldenem
Gewand dargestellt, als "Meister des Urchaos", also als
Schöpfergott, verehrt wird. Auf seiner Rückseite ist
die buddhistische Guanyin dargestellt, die hier vom
Taoismus vereinnahmt wird.
Entlang der Achse der Anlage folgt der achteckige,
zweigeschossige „Pavillon der acht Trigramme“. Name und
Form spielen auf die Strichsymbole aus dem Buch der
Wandlungen an, die die Essenz aller Erscheinungen der
Welt und ihres Wandels verkörpern. Acht prächtige
Drachenreliefsäulen stützen das Dach. Das Innere birgt
eine Figur des Lao Zi.
Es folgt die 1600 m2 grosse Haupthalle aus dem Jahre
1669. In ihr thronen die "Drei Reinen", die Hochgötter
des Taoismus. Seitlich von ihnen reihen sich zwölf
Heiligenfiguren aneinander. Das meiste Gedränge herrscht
aber beim Eingang: Da es Glück bringen soll, wollen
alle Besucher die zwei aus Bronze gegossenen Ziegenböcke
anfassen. Der eine wurde 1723 aufgestellt. Er hat ein
einzelnes Horn, das wir ein Scheitelkamm aussieht, und
vereint nach chinesischer Deutung Merkmale aller zwölf
Jahrestiere. Das andere Tier, zweigehörnt, wie es sich
gehört, leistet dem ersten seit 1829 Gesellschaft.
Die nächste Halle ist einer Sternengöttin geweiht. Mit
ihren acht Armen sit sie bereits, allen zu helfne, sie
sie um Hilfe bitten. Sie sitzt zwischen der
Königinmutter des Westens, die für das Totenreich, und
der Erdgöttin, die für die Fruchtbarkeit zuständig ist.
Aussen sind 14 Sternbildgottheiten dargestellt. Die
Halle stammt noch aus der Ming Zeit und ist die älteste
der Anlage.
Der folgende Hof ist im Nortden, Osten und Westen
umschlossen von drei hohen Terrassen mt je einem Gebäude
darauf. Rechts, im "Pavilion der Niederkunft", sieht man
die Mutter des Lao Zi mit dem Religionsstifter als
Knäblein, dargestellt in einer Weise, wie es seiner
Bezeichnug als "lao zi" entspricht: Das Wort, an sich
als "alter Meister" zu verstehen, kann auch als "altes
Kind" gedeutet werden. Letzterem entspricht der Anblick
hier: ein Baby mit Bart. Im Pavillon gegenüber ist Lao
Zi zu sehen, wie er seine Lehre darlegt. Im Bau in der
Mitte ist Li Yuan, der Gründer der Tang Dynastie, mit
seiner Frau und seinem Sohn dargestellt.
Als letzter Bau folgt nach Norden die zweigeschossige
Halle des Jadekaisers von 1995. Sein Standbild befindet
sich im Obergeschoss. Unten sind fünf so genannte
Kaiser zu sehen, die jeweils für ein Reich der Natur
zuständig sind: für Himmel, Erde, Wasser und für zwei
Regionen des nördlichen Fixsternhimmels. |
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