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Die Routen über den Himalaya gehören zu einer
der letzten Herausforderungen Asiens und können
Reisende körperlich sowie organisatorisch an
ihre Grenzen bringen. Eine gute Planung ist auf
diesen historisch bedeutsamen Strecken daher
unabdinglich.
Karakorum Highway nach Xinjiang
Entlang des internationalen Gemeinschaftswerks
der pakistanischen und chinesischen Regierung
verbindet sich eine atemberaubende Landschaft
aus malerischen Tälern, berühmten
Achttausendern, historischen Zeugnissen und
einsamen Weiten mit der Gastfreundschaft und
Freundlichkeit Zentralasiens.
Dieser berühmte Zweig der Seidenstraße wird gern
per Rad befahren, die meisten Reisenden beginnen
dabei in Gilgit (Pakistan). Dabei behindern vor
allem Erdrutsche die nur von Mai bis Oktober
mögliche Reise, zum Beispiel 2010 hat sich
dadurch am Hunza Tal ein riesiger See gebildet,
der die Straße unpassierbar machte. Auch ist es
unmöglich, die chinesische Grenze per Rad zu
passieren, eine Busfahrt ist also zwingend
notwendig.
Theoretisch kann eine Reise bereits in Islamabad
beginnen, vor dessen Toren der Karakorum Highway
bei Rawalpindi seinen Anfang nimmt. Mit Bussen
erreicht man Kaschgar in 4 Tagen und passiert
das Industal bis Gilgit, am nächsten Tag die
Grenzstadt Sust und später Taxkorgan. Diese alte
Stadt bezaubert mit einer sehr gut erhaltenen
Steinmauer und versteckt sich regelrecht in
einer malerischen Landschaft. Von Kaschgar aus
gibt es Verbindungen per Bus und Bahn in nahe
Städte sowie nach Urumqi, das gut an das
chinesische Verkehrsnetz angeschlossen ist.
China Nepal Highway / Friendship Highway nach Tibet
Als eine der höchsten Straßen der Welt führt
diese sehr beliebte Route von Nepal am Mt.Everest vorbei, durchquert Tibet und endet in
Qinghai.
Befährt man die gesamte Route bis nach Xining
oder Golmud, erlebt man schneebedeckte Gipfel,
die unendlichen Weiten des Hochplateaus, kleine
Dörfer und unterschiedlichste religiöse Stätten.
Heutzutage ist es zwar theoretisch möglich, die
Reise per Fahrrad zu meistern, doch beträgt die
Streckenlänge über 2.000km und ist daher nur per
Auto zu empfehlen. Von Kathmandu nach Lhasa, der
populärste Abschnitt, gelangt man innerhalb von
3-5 Tagen und legt eine Strecke von 920km
zurück.
Wer entlang der beiden Straße reisen möchte,
sollte sich nicht nur beim Auswärtigen Amt über
die aktuelle Lage informieren, sondern auch
seine körperliche Fitness überprüfen und eine
gut ausgestattete Notfallapotheke mitführen. Auf
der gesamten Reise setzen Sie sich Risiken wir
einer extrem starken Sonnenstrahlung,
Temperaturextremen und Höhenunterschieden aus,
während viele Abschnitte sehr verlassen sind und
daher wenig Möglichkeiten auf fremde Hilfe
bieten. Die eigene Versorgung mit Lebensmitteln
sollte man ebenfalls am Ausgangspunkt
sichergestellt haben.
Administrativ gilt zu beachten, dass Sie die
genauen Visumsbestimmungen der Länder kennen
sollten und für Tibet zusätzlich das nur im
Rahmen einer geführten Reise erhältliche Tibet
Permit benötigen. |
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