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Lehre
Das daoistische Gedankengut basiert auf der Vorstellung,
dass jeder einzelne danach streben sollte, mit seinem
Leben der kosmischen Grundordnung also dem Weg Dao zu
folgen.
Dieses Dao entspricht auch dem Nichtstun, man
soll nach der eigenen Natur leben und dadurch zu einer
Übereinstimmung mit dem Dao gelangen, sich also nicht
gegen das Dao stellen. Dadurch erhält der Mensch die
Kraft, die weltichen Unterschiede zu überwinden und den
idealen Seinszustand zu erreichen.
Das daoistische Leben ist voll Einfachheit, Reinheit, Harmonie mit der Natur
und sich selbst. Wobei die Natur einen höhrern
Stellenwert einnimmt, als das Leben des einzelnen
Menschen, weshalb es so wichtig ist, dem Naturprinzip
Dao zu folgen.
Geschichte
Die Lehre des Daoismus begründet sich in erster Linie auf
den im 3. Jahrhundert vor Christus entsandenen und
Laotse, sowie Tschuangtse zugeschriebenen Texten, und
greift somit das Gedankengut der Zhou-Dynastie auf. Die
tatsächliche Existenz beider Persönlichkeiten ist jedoch
unklar. Da beide Texte sehr unpräzise sind, wurden sie
in den folgenden Jahrhunderten häufig unterschiedlich
interpretiert und eingeordnet.
Erst wesentlich später entstand dann eine religiöse
Organisation, die man als Daoismus bezeichnen könnte und
die in erster Linie die oben genannten Schriften und
ihre Interpretationen als kanonische Schriften
zusammenfaste, was durch Zhang Daoling geschah, der
später durch seine Anhänger als Himmelsmeister verehrt
wurde und somit die Organisation des Daoismus begründete.
Der Daoismus stand im Laufe der chinesischen Geschichte
häufig in Konkurrenz mit dem Buddhismus und wurde
dementsprechend teils durch die Kaiser unterstützt,
teils aber auch verfolgt.
Heutige Erscheinung in China
Im heutigen China haben sich sehr viele unterschiedliche
Gruppierungen des Daoismus entwickelt die ihre Religion
unterschiedlichst ausleben, darunter auch einige
sektenartige und weniger orthodoxe Bewegungen.
Insgesamt gibt es rund 3000 daositsche Heiligtümer, mit
mehr als 25.000 Nonnen und Mönchen. An Festtagen wie zum
Beispiel dem Laternen fest sind viele der Heiligtümer
gut besucht, was darauf schliessen lässt, das die
Religion auch im Volk noch weit verbreitet ist. |
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