Viele Chinesen glauben noch heute voller Überzeugung an
bestimmte Glücksbringer, Unglückszahlen, schlechte Omen
und Ähnliches. Die asiatischen Vorstellungen
unterscheiden sich dabei meist von unseren, bedeuten
teilweise sogar genau das Gegenteil. Daher ist manchmal
Vorsicht angebracht, wenn man bei seinem Gastgeber nicht
in Fettnäpfchen treten will.
Auf der anderen Seite gibt es hier aber auch einfach ein
paar ganz interessante Informationen zum Beispiel zur
Bedeutung der chinesichen Tierkreise.
Zahlensymbolik
Ähnlich dem deutschen Glauben, die 13 sei eine Unglückszahl,
gibt es auch in China solche Vorstellungen, die weit
verbreitet sind. Diese orientieren sich jedoch in erster
Linie an der Aussprache der Zahlen und den damit
verbundenen Bedeutungen ähnlich ausgesprochener Wörter.
Unglückszahlen
Während in einigen Regionen Chinas auch 7 und 10 als
Unglückszahlen gelten, so sollte die Zahl 4 in jedem
Fall vermieden werden. Die Aussprache des Wortes Vier
lautet si und ähnelt damit dem chinesischen Wort für Tod.
Deshalb werden Sie in vielen Gebäuden kein 4. Stockwerk
finden und auch Zimmer, die die Zahl 4 enthalten sind
äußerst selten. Es wird darauf geachtet, dass keine 4 im
Datum eines wichtigen Ereignisses oder aber in der Zahl
der eingeladenen Gäste vorkommt.
Auch die Zahl 250 hat eine eher negative Konnotation.
Sie wird auch als Schimpfwort in der Bedeutung Idiot
benutzt und sollte daher ebenfalls vemieden werden.
Glückszahlen
Positive Zahlen sind hingegen vor allem 6, 8 und 9.
Besonders die Zahl 8 gilt in ganz China als Glückszahl.
In der kantonesischen Aussprache spricht man 8 als fa,
was soviel wie bevorstehender Reichtum bedeutet.
Farbensymbolik
Während wir in Europa Schwarz als Farbe der Traür kennen,
wird im asiatischen Raum Weiß als solche Farbe gesehen.
Auf Beerdigungen trägt man in der Regel Weiß, während
man auf Hochzeiten eher darauf verzichtet.
Rot hingegen gilt als Farbe des Glücks und des
Wohlstands, nicht selten ist daher auch die Braut in Rot
gekleidet. Aber auch ansonsten ist Rot weitverbreitet,
was sich wohl nicht nur auf die kommunistische Regierung
zurückführen lässt. Allerdings sollte man vermeiden, in
roter Tinte zu schreiben, da das als Beendigung der
Beziehung aufgefasst werden kann.
Die Farbe des chinesischen Kaisers ist Gelb. Diese Farbe
war ehemals nur dem Kaiser vorbehalten und drückte damit
seine Macht und Erhabenheit aus.
Chinesischer Kalender
Der chinesische Kalender orientiert sich nur an
astronomischen Ereignissen und nicht an arithmetischen
Regeln und korrespondiert mit Sonnen – und Mondzyklus.
Er wird heute noch zur Berechnung von traditionellen
Festen genutzt, ansonsten gilt jedoch ebenfalls unser
gregorianischer Kallender. Auch bei den chinesischen
Tierkreiszeichen spielt er eine entscheidende Rolle.
Allerdings sollte hier beachtet werden, dass das
chinesische Neujahr nicht auf den 1. Januar fällt,
sondern zwischen dem 21. Januar und dem 19. Februar
liegt. Das heisst, wer vor dem 21. Januar oder innerhalb
des genannten Zeitraums geboren ist, gehört je nach
Datum des chinesischen Neujahrs in dem jeweiligen Jahr,
noch zum Tierkreis des –nach unserem Verständniss-
letzten Jahres.
Chinesische Tierkreiszeichen
Auch in China gibt es ein ähnliches System wie das unserer
Sternzeichen. Allerdings wird hier nicht jedem Monat
sondern jedem Jahr ein Tierkreis zugeordnet. Insgesamt
gibt es 12 Tiere, sodass sich jeder Tierkreis alle 12
Jahre wiederholt. Jedem Tier werden bestimmte
Eigenschaften zugeordnet. Wenn Sie mehr über Ihren
Tierkreis wissen wollen, sind Sie hier richtig.
Geschichte
Der Horoskopzyklus auf dem die heutigen Tierkreiszeichen
beruhen, geht auf die Zeit der Han Dynastie (206 v. Chr.
– 220 n. Chr.) zurück. Der Legedne nach soll Buddha alle
Tiere seines Universums zu einem Fest eingeladen haben.
Doch es erschienen nur 12: Hase, Ratte, Drache, Schaft,
Hund, Hahn, Affe, Schwein, Schlange, Pferd, Rind und
Tiger. Angeblich ist die Katze nur deshalb nicht
erschienen, weil die Ratte ihr eine Einladung mit
falschem Datum schickte, was erklären soll, warum Katzen
bis heute Ratten und Mäuse jagen.
Zum Dank für ihr treüs Erscheinen schenkte Buddha jedem
Tier ein Jahr, dessen Ereignisse und Schicksale das Tier
seitdem selber bestimmen kann.
Jahr der Ratte
1948, 1960, 1972, 1984, 1996, 2008
Menschen, die im Jahr der Ratte geboren sind gelten als
intelligent und geschickt. Sie sind häufig sehr
geschäftstüchtig und wollen das Geld, das sie verdient
haben, für sich selber behalten. Man könnte sie also
auch als geizig bezeichnen. Auf der anderen Seite
arbeiten sie hart um ihre Ziele zu erreichen und sind
dabei häufig perfektionistisch. Sie sind meist
zurückgezogen und öffnen sich nur selten anderen
Menschen.
Jahr des Büffels
1949, 1961, 1973, 1985, 1997
Dieses Jahr wird auch als Jahr des Stiers, Rinds oder
Ochsens bezeichnet. Menschen, die in diesem Tierkreis
geboren wurden gelten als fleißig, kreativ und geduldig.
Sie sind sehr ausdaürnd und auch konseqünt. In
Gesellschaft sind sie eher ruhig, können aber sehr gute
Freunde sein. Allerdings sind sie leicht reizbar und
können dann auch sehr hartnäckig und eigensinnig werden.
Jahr des Tigers
1950, 1962, 1974, 1986, 1998
Menschen, die im Tierkreis des Tigers geboren sind,
gelten als mutig und kampfwillig, weshalb sie häufig
sehr erfolgreich aber auch unberechenbar sind. Ein Tiger
ist der perfekte Anführer. Teilweise ist der Tiger ein
bisschen zu selbstbewusst, was zu Konflikten mit seiner
Umwelt führen kann. Aber ihre Sensibilität und
Emotionalität macht sie zu sehr engen Freunden, die
teils schon ein bisschen zu besitzergreifend sind.
Teilweise treffen Tiger voreilige Entscheidungen, doch
das beweist auch ihren Mut zum Risiko.
Jahr des Hasen
1951, 1963, 1975, 1987, 1999
Menschen, die im Jahr des Hasen geboren sind, gelten als
gute Gesellschafter die überall beliebt sind. Sie sind
jedoch selber häufig pessimistisch, unsicher und
konservativ, was sich in ihrer Angst vor Veränderungen
zeigt. Dennoch sind sie gute Freunde, da sie geduldig,
treu und gutmütig sind. Außerdem haben sie einen
besonders guten Geschmack was Kunst angeht und kleiden
sich meist sehr stilvoll.
Jahr des Drachen
1952, 1964, 1976, 1988, 2000
Der Drache gilt als Symbol des chinesischen Kaiserhauses
und wird somit häufig auch als König der Tiere gesehen.
Menschen, die in diesem Tierkreiszeichen geboren sind
gelten als zuverlässig, ehrlich, mutig und sebstbewusst
aber auch leicht erregbar, ungeduldig und hartnäckig.
Der Drache strebt nach Perfektion und erreicht diese
meist auch, weil er einen festen Willen hat und fast
immer erfolgreich ist.
Jahr der Schlange
1953, 1965, 1977, 19989, 2001
Menschen, die im Jahr der Schlange geboren sind, gelten
als klug und geschickt. Sie lösen Probleme durch ihren
Verstand und sind dabei sehr zielstrebig. Wenn sie ihr
Ziel nicht erreichen können, erschüttert sie das jedoch
tief. Schlangen benötigen viel Aufmerksamkeit und
Sicherheit, doch noremalerweise ist diese ihnen sicher,
da sie eine unwiderstehliche Art ausstrahlen, die andere
Menschen anzieht.
Schlangen können jedoch auch besitzergreifend und
egoistisch handeln.
Jahr des Pferdes
1954, 1966, 1978, 1990, 2002
Menschen, die im Jahr des Pferdes geboren sind, stehen
immer im Mittelpunkt des Geschehens und sind sehr
beliebt. Sie sind künstlerisch talentiert und gewitzt,
aber dennoch nicht immer sehr selbstbewusst. Dennoch
aber willens hart zu arbeiten. Pferde werden manchmal zu
schnell ungeduldig und treffen dann voreilige
Entscheidungen.
Jahr des Schafes
1955, 1967, 1979, 1991, 2003
Dieses Jahr wird auch als Jahr der Ziege bezeichnet.
Menschen, die in diesem Tierkreis geboren sind, gelten
als äußerst kreativ und künstlerisch begabt. Außerdem
sind sie einfühlsam und romantisch. Ziegen sind dennoch
häufig unsicher und leicht verletzlich. Sie wollen
geliebt werden. Eine Enscheidung zu fällen oder klar
Stellung zu beziehen, kann diesen Menschen schwer
fallen.
Jahr des Affen
1956, 1968, 1980, 1992, 2004
Menschen, die in diesem Tierkreis geboren sind, gelten
als lustig und liebevoll. Sie sind ebenfalls sehr
kreativ aber auch großzügig. Sie nutzen häufig ihre
charmante, freundiche Art um ihre persönlichen Meinungen
zu verbergen, dennoch stehen sie oft im Mittelpunkt und
sind sehr beliebt. Der Affe ist schlau und flexibel, was
es ihm erlaubt auf erfindersiche Weise viele Probleme zu
lösen. Teilweise neigen Affen zu Überheblichkeit.
Jahr des Hahns
1945, 1957, 1969, 1981, 1993, 2005
Menschen, die in diesem Jahr geboren sind, sind sehr
direkt und offen. Der Hahn kann in fast jedem Bereich
erfolgreich sein, da er über eine gute Auffassungs- und
Beobachtungsgabe verfügt. Teilweise nehmen sie sich
jedoch zuviel vor und sind dann sehr enttäuscht, wenn
etwas nicht funktioniert. Sie putzen sich gern heraus um
so die Aufmerksamkeit anderer zu erwecken, denn diese
benötigen sie. Der Hahn kann ein fantastischer Freund
fürs Leben sein, da er sehr loyal ist.
Jahr des Hundes
1946, 1958, 1970, 1982, 1994, 2006
Menschen, die in diesem Tierkreis geboren sind, gelten
als sehr ehrlich und vertraünsvoll. Sie sind
hilfsbereit und großzügig und dennoch fällt es ihm
manchmal schwer Freunde zu finden. Sein
Pflichtbewusstsein macht ihn zu einem sehr verlässlichen
Freund, der auch das ein oder andere Geheimniss für sich
behalten kann. Er ist sehr idealistisch und hat ein
starktes Gefühl für Gerechtigkeit, ist aber auch
konservativ und kann daher mit Veränderungen nicht so
gut umgehen.
Jahr des Schweins
1947, 1959, 1971, 1983, 1995, 2007
Menschen, die in diesem Tierkreis geboren sind, gelten als
äußerst liebe - und rücksichtsvoll, was jedoch auch das
Risiko bietet, von anderen ausgneutzt zu werden. Hat ein
Schwein einmal einen richtigen Freund gefunden, so wird
es loyal zu ihm stehen. Es ist ein bisschen naiv, aber
sehr einfühlsam und liebenswert. Es fälllt ihm jedoch
schwer, um Hilfe zu bitten. Das Schwein ist außerdem
sehr wissensdurstig.
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