|
|
Hongyan ist eine Ansammlung europäischer
Backsteingebäude inmitten schöner Gärten, wo sich Chinas
Kriegsregierung 1938 konstituierte. Der Ort lag
klugerweise abseits der ziele der japanischen
Bombenangriffe, die sich auf die Halbinsel
konzentrierten. In Hongyan verhandelte Mao im August
1945
über
die Rolle der Kommunisten in einer Nachkriegsregirung.
Da Chiang jedoch auf ene Auflösung der Roten Armee
drängte, kam es lediglich zu einer oberflächlichen
Vereinbarung, die Mao als „ nur ein paar Worte auf
Papier „ bezeichnete. Es
überraschte
daher niemanden, dass der Bürgerkrieg
kurz nach Kriegsende wieder aufflammte.
Tatsächlich hatten die Kommunisten im Verlauf des
Krieges kaum einen Einfluss auf die Politik, und so
liegt der Schwerpunkt Hongyans eher auf der Ideologie
als auf erfolgten Taten. Man kann den Raum sehen,
ausserdem Maos Bett sowie Gebäude, die von den Koryphaen
der Kommunisten bewohnt wurden. Warum sie allerdings
wichtig waren, wird nirgends erwähnt. Wer nicht auf
Hintergrundinformationen aus ist, sondern auf
atmosphärische Eindrücke,
wird hier dennnoch auf seine Kosten kommen; und die
heroischen Wachfiguren von Mao und Zhou Enlai, der hier
viel mehr Zeit verbrachte als Mao, sind Ihr
Eintrittsgeld wert. |
|