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Was entstünde,
wenn man ganz
Österreich
in Wien eingemeinden würde?
So etwas wie Chongqing: Nominell ist es eine
regierungsunmittelbare Stadt von 82 400 km2 Fläche und
31 Mio. Einwohnern und damit die grösste Stadt der Welt
(Österreich:
83870 km2 bei allerdings nur 8.2 Mio. Einwohnern). Das
meiste davon aber besteht aus Bergland, Dörfern und
anderen Städten. Die eigentliche Stadt ist nach
Bevölkerungszahl und Fläche eher mit Berlin
vergleichbar.
Chongqing ist anders als alle anderen chinesischen
Millionenstädte, denn es liegt nicht in der Ebene,
sondern auf Hügeln
und Bergen an der Mündung
des Jialing Fluss in den Yangtze. In China kennt man es
als einzige Grossstadt ohne Radler. Das unregelmässige
Strassenetzt orientiert sich an den Hangverläufen und
den zwei grossen Strömen, die eine 6 km lange und bis 3
km breite Halbinsel mit dem Stadtzentrum umschliessen.
Wegen der Enge des Raums sind die Strassen schmal und
grössere Plätze oder Parks die Ausnahme. Typisch sind düstere
Gässchen abseits der Hauptstrassen vor allem im älteren
(östlichen) Teil der Innenstadt – nicht schön, aber
immer interessant für
einen Bummel.
Mit seiner Lage am grossen Strom, 2400 km ab Mündung
flussauf, bildet Chongqing seit alters ein Tor zum Roten
Becken bzw. zur Provinz Sichuan, denen es kulturell bis
heute angehört; dennoch war es als Handelsplatz selten
von grösserer Bedeutung. Dies änderte sich auch nciht
nennenswert, als die Stadt 1891 auf britischen Druck
Vertragshafen wurde, was Zoll- und Handelsprivilegien für
Importwaren mit sich brachte. Erst 1935 erhielt die
Stadt eine offentliche Stromversorgung. Drei Jahre
später aber wurde sie in eine neue ära katapultiert: Die
Nationalregierung floh vor den anrückenden
Japanern und machte Chongqing zu Chinas
Kriegshauptstadt. Immer wieder wurde sie von japanischen
Fliegern bombardiert. Die Menschen fanden in Bunkern
Schutz, die in die Berge hineingebaut wurden. Mit dem
Umzug der Regierung kamen auch Fabriken und andere
Unternehmen nach Chongqing und legten den Grundstein für
seine Nachkriegsentwicklung. Nach 1949 wurde es zu einem
Zentrum der Rüstungsindustrie.
Seit Beginn der Reformära entwickelte es sich dynamisch.
Dabei profitiert es von reichen Gas- und Kohlvorkommen
in dem von ihm verwalteten Umland. |
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