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Fuzhou befindet sich im
östlichen Teil der Provinz Fujian und ist das
wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum sowie
der Knotenpunkt der Provinz Fujian.
Das Klima ist
ausgewogen und bieten Touristen das ganze Jahr über
beste Gelegenheit zu einem Besuch der Stadt,
insbesondere von April bis November. Berühmte Tempel,
Berge, Gräber, Gärten, Türme und Brücken umgeben Fuzhou.
In der Song Dynastie (960 -1279) wurden im Zentrum und
der Umgebung viele schattenspendende Feigenbäume
gepflanzt, weswegen die Stadt auch unter dem Namen Rong
Cheng (Feigenstadt) bekannt ist. Zudem wird die Stadt in
ganz China für die Qualität und Quantität ihrer heißen
Quellen geschätzt. Nicht so sehr wegen seiner
historischen Sehenswürdigkeiten, sondern vielmehr wegen
der von Menschenhand gemachten Attraktionen kennt man
Fuzhou auch außerhalb der chinesischen Grenze.
Dennoch ist Fuzhou eine historische und kulturell
geprägte Stadt mit einer mehr als zweitausend Jahre
langen Geschichte. Am Beginn des 2. Jahrhunderts v. Chr.
wurde es Ye, oder Dongye, genannt, und war einst die
Hauptstadt des Königsreichs der Min-Ye. Nachdem der
Kaiser der Han-Dynastie Wudi das Gebiet bezwang, wurde
die Stadt zum Hauptsitz des Ye-Landkreises ernannt.
Bereits kurze Zeit später wurde Ye in Houguan umbenannt
und zum militärischen Amtsitz der östlichen Küstenregion
designiert.
592, nach der Sui Eroberung des südlichen Chinas hieß
der Landkreis eine Zeit lang Min, und unter der
Tang-Dynastie (618–907) wurde es mit dem neuen Namen
Fuzhou versehen.
Später, im Jahre 789, wurde die damalige Präfektur in
zwei Bezirke geteilt. In den darauffolgenden
Jahrhunderten hat die Population Fuzhous rapid
zugenommen.
Kurz gesagt war Fuzhou die Hauptstadt des unabhängigen
Königreichs der Min (909–945) und behielt seither seine
Wichtigkeit und Position bei. In der Song Zeit
(960–1279) war der meiste Überseehandel auf Fuzhou
ausgerichtet, welches als Ganzes zum wichtigen
Kulturzentrum des Kaiserreichs wurde. Vom 16. bis zum
19. Jahrhundert florierte die Stadt und erreichte seinen
Höhepuntkt mit der Eröffnung als Vertrags-Hafen während
des ersten Opium-Krieges (1839–1842).
In der Folgezeit wurde die Hafenstadt zum führenden
Markt für den Teehandel, sich näher am Erzeugungsgebiet
befindend als Guangzhou (Kanton), zu welchem zuvor der
Tee für den Außenhandel verschifft werden musste. Die
finstere Periode des Teehandels in Guangzhou wurde mit
der Zerstörung der Teeroute durch die Taiping Rebellion
(1850–64) vollendet.
Mit dem Verfall des Teehandels fiel Fuzhous Exportrate
zwischen 1874 und 1884 auf die Hälfte; und allmählich
wetteiferte der Teeexport mit dem von Bauholz, Papier
und Nahrungsmitteln.
1866, in der Zeit der Einführung der „Fuzhou Marine
Rah”, war der Hafen die Stätte der ersten und größten
Experimente mit westlicher Technlogie; eine Schiffswerft
und ein Arsenal wurden unter französischer Führung
gebildet, darüber hinaus eine Marine-Schule eröffnet.
In der Werft errichte man eine Flotten-Akademie, die zum
Mittelpunkt der Studien der westlichen Sprachen und
technischen Wissenschaften wurde.
Die Akademie, welche Kurse für Englisch, Französisch,
Ingenieurwesen und Navigation anbot, brachte eine
Generation von westlich-trainierten Offizieren,
inbegriffen des bekannten Wissenschaftlers Yan Fu
(1854–1921), hervor.
Die Rah wurde als Teil eines Programms gegründet, um
China in Folge der katastrofalen Niederlage des zweiten
Opium-Krieges (1856–60) zu bestärken. Aber die meisten
talentierten Studenten bevorzugten es ihre traditionelle
konfuzianische Erziehung fortzusetzen und seit Mitte der
1870-er begann die Regierung ihr Interesse an der Werft
zu verlieren; die Einrichtung hatte wenig
Absicherungskapital und verlor an Wichtigkeit. Fuzhou
verblieb im Grunde genommen ein wirtschaftliches Zentrum
und ein Hafen, mit einer relativ kleinen Industrie.
Während des Zweiten Weltkrieges, von 1940 bis 1945,
besetzten japanische Truppen den Hafen.
Fuzhou
ist seit der Gründung der Volksrepublik China im Jahre
1949 beträchtlich gewachsen.
Sein Wasserverkehr wurde durch die Reinigung des Min
Flusses auf mittelgroße Schiffe stromabwärts nach
Nanping im Zentrum Fujians ausgeweitet.
1956 verlegte man eine Eisenbahn, die noch heute Fuzhou
und das Hinterland der Provinzen verbindet. Der Hafen
wurde verbessert. Fuzhou selbst ist nicht mehr für
seegängige Schiffe zugänglich, aber der Mawei (Luoxingta)
und ein anderer Außenhafen in Guantou, an der Küste des
östlichen Chinesischen Meeres, sind modernisiert und
aufgebessert worden. Eine Autobahn verbindet nun die
Stadt mit Xiamen und anderen großen Küstenstädten
Fujians.
Die Stadt ist ein Zentrum für chemische Industrie und
hat Wirtschaftszweige für Nahrungsmittel, Maschinenbau,
Bauholz-Verarbeitung, Papierherstellung, Elektronik,
Druckerei und Textilien. 1984 wurde Fuzhou als Chinas „offendste“
Stadt in der neuen offenen Politik ausgezeichnet,
Unternehmer aus der ganzen Welt einladend.
Wegen seiner langen und lebendigen Geschichte, besitzt
es viele mit Kunst verwandte Industriezweige, darunter
die drei Schätze von Fuzhou (Lackarbeiten, Stein-und
Bildhauerei, Korkbearbeitung). Fuzhou ist eine Stadt,
die wegen seiner 2000 Jahre alten Geschichte und Kultur
namhaft ist. 1986 fügte die Zentralregierung die Stadt
daher der Liste der als „besonders designierten
historischen und kulturellen Städte“ bei.
Heutzutage ist Fuzhou nicht nur wegen der historischen,
sondern auch insbesondere modernen Sehenswürdigkeiten
und Landschaftsstrichen eine Reise wert.
Das Schlendern entlang der Sanfang-Qixiang wird Ihnen
wie eine Reise mit der Zeitmaschine in das letzte
Jahrhundert vorkommen und auch wenn die alte Architektur
nicht alle Jungen begeistern wird, so findet die ältere
Generation hier den besten Zeitvertreib. Einmal
wöchentlich setzen Rentner in einem der alten Häuser
eine traditionelle Oper auf die Bühne.
Nicht nur die Umgebung mit ihren gut erhaltenen Dörfern
und Wohnvierteln, sondern auch die Nahrung ist eine
Kostprobe wert. Beispielsweise Yanpi, ein Gericht aus
zerstoßenem Schweinefleisch. Und die aufwendige
Zubereitung ist die Mühe fraglos wert.
Beliebt sind unter anderem die folgenen Attraktionen: Gu,
Qi, Shizhu, Baiyan und Xuefeng Gebirge. Zu den berühmten
Tempeln gehören Yongquan, Xichan, Linyang, Fahai und
Yunju. Namhafte Gärten beinhalten den Westsee, bekannte
Türme sind der Weiße-, Wu- und Luoxing-Turm, und zu den
bedeutenden Brücken gehören die Wanshou und Longjiang.
Seit
über
1000 Jahren ist Fuzhou, die Hauptstadt der Provinz
Fujian, ein wichtiges Hangdelszentrum. Schon Marco Polo
besuchte die Stadt zur Zeit der Yuan Dynastie. Im 15.
Jahrhundert Erwarben sich Fuzhous Schiffsbauer die ehrenhafte
Auszeichnung, das grösste
hochseetaugliche Schiff der Welt gebaut zu haben, die
Baochuan, die der berühmte
chinesische Seefahrer Zheng He rund um Asien und Afrika
steuerte. Marco Polo berichtete
über
die starke Präsenz
mongolischer Truppen in der Stadt, die schwelende Aufstände
unterdrücken
sollten, und auch heute ist die Präsenz
des Militärs
unübersehbar,
denn die Stadt bildet das strategische Zentrum der gegen
Taiwan gerichteten Militärmacht.
Der in Ost-West Richtung fliessende Minjiang
kennzeichnet ungefähr
die südliche
Stadtgrenze von Fuzhou. Die von Norden nach Süden
verlaufende Hauptverkehrsachse, die im Norden Wusi Road
und im Süden Wyi Road
heisst, durchschneidet die Stadt und kreuzt dabei die
Dong Jie sowie weiter südlich
die Gutian Road, wo der Wuyi Platz das Stadtzentrum
bildet. Haupteinkaufsbezirke sind die parallel zur Wuyi
Road verlaufende Bayiqi Road, das Gebiet um Gutian Road
und weiter südlich
in Flussnähe
die Rongcheng Gujie.
Nennenswerte Sehenswürdigkeiten
besitzt Fuzhou eigentlich nicht, obwohl sich viele
kleine, unbedeutende Tempel zwischen den modernen Bauten
der Stadt verbergen. Das Stadtzentrum erstreckt sich
rund um den Wuyi Platz, dessen weite offene Fläche
von einer südwärts
blickenden Statue Mao Zhedongs dominiert wird. Diese
Statue erinnert an den Neunten Kongress der
Kommunistischen Partei Chinas im Jahre 1969, der den
Maoismus als Staatsreligion sanktionierte und den
mysteriösen Lin Biao
offiziell zu Maos Thronfolger ernannte. Das grosse Gebäude
unmittelbar hinter der Statue Maos ist die Yushan Halle,
in der wechselnde Ausstellungen präsentiert
werden. Westlich der Halle führt
ein Pfad zu den Toren zum Yu Shan ( Jadeberg ), der zu
einem schönen
Spaziergang einlädt.
Seine Hauptattraktionen sind die schon 1000 Jahre alte,
weiss getünchte
Pagode Bai Tai, die neben einer Tempelanlage steht,
sowie eine Ausstellung mit Funden aus einem
örtlichen Grab aus der
Song Dynastie sind – gezeigt werden die Mumien eines
Mannes und einer Frau sowie alte Seidentexilien.
Westlich des Yu Shan verläuft
die Bayiqi Road, eine betriebsame Hauptstrasse im Herzen
von Fuzhous Einkaufsdistrikt. An ihrer Westseite erhebt
sich der Wu Shan, ein weiterer Hügel,
der derzeit allerdings Schauplatz umfangreicher
Bauarbeiten ist, die hier ein riesiges Einkaufszentrum
entstehen lassen. Oben auf dem mit Banyanbäumen
bewachsenen flachen Gipfel stehen ein kleiner Tempel und
die schwarze Granitpagode Wu Ta, die auf dieselbe Zeit
wie die Bai Tai zurückgeht
und einige sehr schöne
Statuen beherbergt.
Weiter nördlich stösst
man an der Aomen Road auf die Lin Zexu Gedenkhalle. Die
verschiedenen schönen
Hallen strahlen Ruhe aus, und im Hof stehen Tierstatuen,
die auf das Grab hinweisen. Lin Zexu ( 1785-1850 ), ein
Beamter der Qing Dynastie, wird noch heute als grosser
Patriot verehrt, denn er bekämpfte
den Opium Import durch die Fremdmächte.
Als er 1840 in Kanton tausende Kisten mit Opium
verbrennen liess, brach der Erste Opiumkrieg aus, und
Lin Zexu wurde ungerechtfertigterweise nach Xinjiang
verbannt.
Denn Nordwesten der Stadt dominiert der Xihu Park,
dessen Haupteingang sich an der südlichen
Hu Bin Road befindet.
Über
den grössten Teil der
Parkanlage erstreckt sich ein künstlicher
See, der vor rund 1700 Jahren ausgehoben wurde. Man kann
eine Bootspartie unternehmen oder sich einfach nur mit
den Massen treiben lassen. Das im Park befindliche
Provinzmuseum Fujian präsentiert
unter anderem einen 3500 Jahren alten Sarg in Form eines
Bootes, der in einer Höhle
am Wuyi Shan gefunden wurde, doch gegenwärtig
ist das Haus wegen Renobierung geschlossen. |
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