Das chinesische Sprichwort "Oben ist das Paradies und unten sind Suzhou und
Hangzhou" würde es
wohl so nicht geben, wäre da nicht der Westsee, der das
Stadtbild von Hangzhou unveränderlich geprägt hat!
Er
macht die Stadt nicht nur für Ausländer, sondern auch
für zahlreiche chinesische Touristen zu einem beliebten
Ausflugsziel.
Entstehung
Einer Legende zu Folge entstand der See, als eine Perle
um die sich ein Phönix und ein Drache zankten auf die
Erde fiel.
Wahrscheinlicher ist wohl, das der heute drei
Kilometer entfernte Qiantang Fluss im 8. Jahrhundert an
dieser Stelle eine Bucht formte. Diese wurde dann
während des 10. Jahrhunderts, also zu Zeiten der Tang
Dynastie, durch eine Sandbank vom Fluss getrennt.

Westsee im Sommer
Der See selber ist ca. 5,6 m² groß, das
zu ihm gehörende Areal ist jedoch weitaus größer. Mit
den weitläufigen Parkanlagen, die den See umgeben und in
denen sich kleine Pagoden, Wandelgänge, Skulpturen und
eine fantastische Pflanzenwelt finden lassen, wird er zu
einem riesigen chinesischem Garten.
Die grünenen Hügel
der Umgebung machen den Eindruck perfekt. Die
durchschnittliche Tiefe beträgt 1,5 m.
Der See wird durch zwei Dämme geteilt.
Beide sind nach chinesischen Dichtern benannt: der Su
Damm, benannt nach dem Dichter Su Dongpo, der den
Westsee mit einer der schönsten Frauen des alten Chinas verglich, und der Bai
Damm,
benannt nach Bai Juyi.
Durch die zwei Dämme wird
der See in drei verschiedene Bereiche geteilt. Den
größten Teil macht der Äußere See aus.
Insgesamt hat der See drei Inseln. Die größte Insel, die
Insel der kleinen Ozeane, hat vier kleine Teiche,
Teehäuser und Gartenanlagen. Im Süden der Insel finden
sich die drei Teiche die den Mond widerspiegeln, drei
kleine Steinpagoden im Wasser.
Boots- oder Radtour
Es gibt verschiedenen Boote mit denen man den Westsee
aus einer anderen Perspektive als nur als Spaziergänger
vom Ufer aus betrachten kann. Am ehesten zu empfehlen
ist vielleicht eines der kleinen Ruderboote, die sich
fast überall mieten lassen.

Sonnenuntergang . Westsee
Abgesehen davon, kann man auch ein Fahrrad mieten um den
See zu umrunden. Dies ist allerdings nur zu empfehlen,
wenn es nicht so voll ist, das man nur schieben kann.
Die 10 alten
Sehenswürdigkeiten
und die 10 neuen Sehenswürdigkeiten am Westsee
Abgesehn von dem beeindruckenden Gesamteindruck, den der
Westlake mit seiner Kulisse hinterlässt, gibt es auch
einige besondere Orte, die man sich nicht entgehen
lassen sollte!

Westsee in Herbst
Traditionell gibt es 10 Szenen, deren ganz spezielle
Namen von Titeln einiger Gemälde stammen, die diese
besonderen Szenen zeigen:
Frühlingserwachen am Su Damm (Sudi Chunxiao)
Der 3 km lange Su Damm wurde in der Nördlichen Song Dynastie
(960-1127) errichtet, als Su Dongpo Gouverneur von
Hangzhou war. Der Damm führt über sechs Brücken und ist
auf beiden Seiten mit Pfirsichbäumen und Weiden
bepflanzt.
Zum Frühlingsbeginn ergeben die roten
Pfirsichblüten und die grünen Weiden einen entzückenden
Anblick.
Schneeschmelze an der gebrochenen Brücke (Duanqiao
Canxue)
Diese Brücke, auch "Brücke der Liebenden" genannt, ist
eine Steinbogenbrücke und Schauplatz der legendären
Liebesgeschichte zwischen der
Weißen Schlange und Xu Xian.
Nach einem Schneefall schmilzt der Schnee auf der
Sonnenseite, während er auf der Schattenseite unberührt
bleibt – daher der Name "Schneeschmelze an der
gebrochenen Brücke".
Lotos in der Brise im verwinkelten Hof (Quyuan
Fenghe)
Dieser Hof war in der Südlichen Song-Dynastie eine
Brauerei und wurde nach dem Lotos benannt, der darin
wuchs. Hier sind der "Lotos in der Brise", das Seeufer
und der "Dichte Hain" zu sehen.
Im Gebiet des "Lotos in der Brise" gedeihen Dutzende
Arten von Lotos, und der "Dichte Hain" mit seinen hohen
Kiefern ist kühl und ruhig, ideal für eine Grillade oder
ein Picknick.
Herbstmond auf dem ruhigen See (Pinghu Qiuyue)
Hier treffen das westliche
Ende des Bai Damms und die Insel des einsamen Hügels
aufeinander. In eine Steintafel ist die Inschrift
"Pinghu Qiuyue" in der Kalligraphie von Kaiser Kangxi
aus der Qing Dynastie eingemeißelt, und vor dem
Pavillion lädt eine Terrasse ein, sich hinzusetzen und
den Mond zu betrachten.
Fische anschauen im Blumenhafen (Huagang Guanyu)
Dies war ehemals ein
Privatgarten, berühmt für seine Blumen und Fische, und
ist heute ein Park mit einem großen Rasen, einem
Blumenhafen, einem Hain und einem Teich mit über tausend
roten Karpfen.
Drei den Mond spiegelnde Teiche (Santan Yinyue)
Diese Insel, die größte im
Westsee, wird auch Xiaoyingzhou genannt. Sie ist für
ihre Gärten berühmt. Außerhalb von Xiaoyingzhou stehen
drei Steinpagoden, die Hauptattraktion von "Drei den
Mond spiegelnde Teiche".
Die beste Zeit, um den Mond zu betrachten, ist das
Mittherbstfest im September.
Abendglocke am Nanping-Hügel (Nanping Wanzhong)
In der Abenddämmerung wird
die Nanping Glocke im Jingci Tempel geschlagen, und ihr
Klang hallt über den Westsee.
Nach Tee fragen im Drachenbrunnendorf (Longjing Wencha)
Die Drachenbrunnen Quelle
ist eine von drei berühmten Quellen in Hangzhou, und der
Drachenbrunnen Tee ist eine von Chinas zehn
berühmten Teemarken.
Das Drachenbrunnendorf ist bekannt für seinen Tee, und
hier Tee zu trinken ist eine faszinierende Erfahrung.
Grüne Bäume in Nebelschwaden bei den neun Flüssen (Jiuxi
Yanshu)
Dieser Ort wird von den
Einheimischen die "Neun Flüsse und 18 Tobel" genannt und
eignet sich vorzüglich, um der Sommerhitze zu
entfliehen.
Der wolkenverhüllte Pfad im Bambushain (Yunqi Zhujing)
Dieser Ort befindet sich am
Fuß des Wuyun-Bergs und ist nach den wolkenverhüllten
Pfaden in den Bambushainen benannt. Er ist ruhig und
abgeschieden. Die Qing Kaiser Kangxi und Qianlong kamen
oft hierher.
Osmanthus-Regen beim Manlong-Tempel (Manlong Guiyu)
Die Umgebung des Tempels ist
berühmt für die Osmanthus-Blüten, deren Duft die Gegend
erfüllt. Im Oktober wird hier ein 4-wöchiges
Osmanthus-Festival veranstaltet.
Quelle
der laufenden Tiger (Hupao Mengquan)
Die Quelle der laufenden Tiger befindet sich auf dem
Daci-Hügel zwischen dem Westsee und dem Qiantang-Fluss,
fünf Kilometer von der Stadt entfernt.
Nach der Legende gefielen einem Mönch der Tang-Dynastie
diese Hügel so sehr, das er bleiben wollte, doch der
Gegend mangelte es an Wasser. Eines Tages beobachtete
er, wie zwei Tiger ein Loch gruben, und siehe da, Wasser
sprudelte hervor – daher der Name der Quelle.
Das klare und süße Wasser, das aus Felsspalten quillt,
wird in Flaschen abgefüllt und als Mineralwasser
verkauft, aber auch für Tee verwendet. Tee aus
Longjing-Blättern und Wasser aus der Tigerquelle wird
Weiteruhm als Hangzhouer Spezialität gepriesen.
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