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So etwas verrücktes gibt es auf der Welt kein zweites
Mal: eine Millionenstadt an einer Stelle, an der dafür
gar kein Platz ist. Und damit ist auch schon der Kern
von Hongkongs Faszination benannt: Hochhausdschungel
nicht nur im Geschäftszentrum ( wie in allen anderen
Wolkenkratzermetropolen ), sondern durchgehend – mit
wenigen Ausnahmen.
Alles eingezwängt zwischen Berg und Wasser und nochmal
Bergen und wieder Wasser, auf den Hängen thronend, auf
künstlich dem Meer abgerungenen Flächen aufgestellt,
erschlossen mit Stadtauftobahnen, die auf Stelzen die
Strasse darunter verdüstern, dann wieder mit Tunneln die
Berge durchbohren und die Sunde unterfahren, abrupte
Wechsel, von einem Meter zum anderen, zwischen
Wohntürmen und subtropischen Urwald, in dem bunt
glitzernde Riesenschmetterlinge flattern, Giftschlanen
drohen und Affen turnen. Überspitzt gesagt: Hongkong hat
keine Sehenswürdigkeiten, es ist selbst eine. Aber
natürlich gibt es auch tolle Besichtigungsziele. Und
ausser dem Stadtbild selbst steht noch ein Zweites ganz
oben an: Hongkong ist eine kulinarische Genussmetropole,
und das durch alle Preisklassen und die Küchen aller
Kontinente!
Viele, die Hongkong aus der Zeit kennen, als es noch
britische Kronkolonie war, fragen sich: Ist vom
britischen Charakter etwas übrig geblieben seit 1997?
Tatsache ist: Englisch ist nach wie vor neben Chinesisch
bzw. Kantonesisch Amtssprache, die Autos fahren auf der
linken Strassenseite und Queen’s Road, Prince Edward
Road usw. Heissen wie ehedem. Hongkong ist allenfalls
noch internationaler geworden, abzulesen an der
Restaurant- und Kneipenlandschaft beispielweise.
Allerdings hört man viel, viel mehr Hochchinesisch als
Früher. Für Besucher vom chinesischen Festland zählt
Hongkong zu den Top Reisezielen. |
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