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25km östlich
von Tunxi und problemlos per Minibus zu
erreichen liegt die einstige Bezirkshauptstadt
Shexian, der Anhui einiges zu verdanken hat –
nicht zuletzt seinen Namen: Das Wort „Anhui“
entstand aus der Verschelzung der beiden Worte
Anqing ( eine Yangtze Stadt im Südwesten)
und Huizhou, wie Shexian damals genannt wurde.
Ihre Blütezeit
hatte die Region im 17. Jahrhundert, als hiesige Salzhändler
zur Demonstration ihres Reichtums imposante
Stadthäuser
und kunstvolle Torbogen errichteten, von denen
einige bis heute überdauert
haben. Ausserdem sind die Opernstile der Provinz
hier entstanden, und die Stadt ist für
ihre Hui Tuschesteine sowie die rfeinkörnigen
She Tuschestäbe
berühmt, wobei
Letztere als beste Chinas gelten.
Der Busbahnhof von Shexian liegt ausserhalb des
Zentrums an der Autobahn, wo die Ankommenden
sofort von Motor-Rikscha Fahrer belagert werden
– die allesamt völlig
überflüssig
sind, weil man die Strecke gut alleine und zu
Fuss zurücklegen
kann. Zunächst
geht es auf der Brücke
über den Fluss
und anschliessend noch etwa 100m geradeaus,
vorbei an trostlosen Betonbauten, bis zum Ende
der Strasse. Hier biegt man zunächst
rechts und dann gleich wieder in die erste
Strasse links ein, und schon befindet man sich
in der Jiefang Street, von der die Gassen der
Altstadt abgehen. Links und rechts erheben sich
die restaurierten Tourtürme
Nan Lou und Yanghe Tor, geradeaus führt
die Jiefang Street unter dem kleineren, aber
reich verzierten Xuguo Torbogen hindurch, einem
der schönsten
in der Gegend. In der Nähe
verkaufen Souvenirstände
allerlei Krimskrams und eine Buchhandlung sehr
hilfreiche Stadtpläne
von Shexian. Shexians Charme besteht vor allem
darin, dass die meisten Häuser
nicht für den
Tourismus hergerichtet wurden, sondern ganz
normal in Gebrauch sind und völlig
authentisch wiken. Am meisten Spass macht es,
einfach ziellos umherzubummeln und zwischendrin
eine der hiesigen Spezialitäten.
Wer seinen Spaziergang mit eitwas mehr System
angehen möchte,
sollte die Doushan Street ansteuern, eine
Strasse voller bestens erhaltener Häuser
im Huizhou Stil, durch die auch
chinesischsprachige Touren angeboten werden.
Mit ausreichend Zeit im Gepäck
empfiehlt sich auf dem Rückweg
per Minibus nach Tunxi noch ein Abstecher zu den
Tangyue Torbögen,
die mit ihrem Ensemble aus sieben, einsam auf
einem Feld aufgereihten Toren einen seltsamen
Anblick bieten. Um hierher zu gelangen, lässt
man sich einfach nach etwa 5 km an der Strasse
absetzen und geht die letzten 3 km entweder zu
Fuss oder nimmt eine Motorrad Rikscha. |
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