|
Der Weg zurück zur Shudian Street und weiter in
südlicher Richtung, über die Kreuzung, führt zur Madao
Jie, die voller Boutiquen ist. Biegt man am unteren Ende
der Strasse nach rechts ab, so trifft man auf den
Xiangguo Si Tempel, der ursprünglich im Jahre 555 erbaut
wurde, dessen heutiges Gebäude allerdings auf das Jahr
1766 zurückgeht. Die schlichte Gestaltung der drei
Bauten ist wohltuend, wenngleich der vordere Hof
kürzlich in einen Vergnügungspark verwandelt worden ist.
Weiter innen wird es besser: Im hinteren Bereich der
Haupthalle befindet sich ein farbenfrohes, modernes
Fries von Arhats, und das Daxiong Baodian ( Haus des
Grossen Schatze ) beherbergt einen sehenswerten brozenen
Buddha aus der frühen Song Zeit. Die ungewöhnliche
achteckige Halle weiter hinten birgt eine wunderbare,
ca. 3 m hohe und vierseitige Guanyin, die in Gingkoholz
geschnitzt und mit Blattgold überzogen ist.
Folgt man von hier aus der Ziyou Road etwa 1 km nach
Westen, gelangt man zum Yanqing Si Tempel, dessen
eigenartig knubbeliger Zentralbau – der Pavillon des
Jadekaisers – als einziges Überbleibsel eines grossen
Komplexes gilt, der gegen Ende des 13. Jhs. Erbaut
wurde. Das Äussere dieses achteckigen Bauwerks aus
türkisen Fliesen und gemeisselten Ziegeln ist mit
ornamentreichen Verzierungen überzogen, wie z.B
imitierten dougong ( Holzgebälk ). Innen begeistert ein
Bronzebild des Jadekaisers in einem Raum, der im
Vergleich dazu auffallend nüchtern wirkt. Der Rest des
Komplexes sieht zunächst ebenso alt aus, wobei die
Abbildungen der Kängurus zwischen den Tieren an den
Dachvorsprüngen auf seinen Ursprung in der jüngeren
Vergangenheit hindeuten. |
|