|
|
Die Idgar Moschee, ist eine der grössten Moscheen Chinas
und ausgesprochen beliebt bei den Muslimen Xinjiangs.
Die Moschee, die 1442 erbaut wurde, blickt auf eine
500-jährige Geschichte zurück. Der Gebäudekomplex ist in
islamischem Stil und besitzt stark religiöse Züge, die
sich in ihrem Torturm, dem Innenhof, der
Lehrenvortragshalle der grossen Gebetshalle äussern.
Durch den Torturm windet sich der grosse Innenhof, in
dessem Süden und Norden 18 Lehrenvortragshallen
aufgereiht sind. Im Innenhof ragen Pappelbäume hoch in
den Himmel und Pinien und Zypressen blühen. Ein Becken
mit kristallklarem Wasser erscheint in der uppigen
Vegetation des Hofes wie eine helle Perle. Der gesamte
Garten geniesst weiten Schatten und ist in ruhiger und
idyllischer Lage ideal zum Erfrischen und Entspannen.
Die Gebetshalle wurde auf einem hohen Podest errichtet
und besteht aus drei Teilen:Innenhalle, Aussenhalle und
Halleneingang, die alle auf dem Podium einen Meter über
dem Boden stehen. Das Dach der Aussenhalle wird von 140
hellblauen Holzsäulen getragen. Diese 7m hohen Säulen
sind nach einem Raster in künstlerischem Abstand
verteilt und ebenso wie das Dach mit wunderschönen
Bildern bemalt. Der steinerne Torturm blickt auf den Id
Kah Platz und steckt voller sorgfältig ausgearbeiteter
(hauptsächlich grüner) Blumenschnitzereien
Täglich kommen 2000-3000 Menschen zur Verehrung hierher
und diese Anzahl steigt freitags noch auf 6000-7000 an.
Während religiöser Feste steigt die Anzahl der fromm um
die Moschee knieenden Muslime sogar auf 40000 ooder
mehr. Über die Jahre wurde die Idgar Moschee zu einem
heiligen religiösen Ort sowie einem Austragungsort
wichtiger Feste.
"Idgar" bedeutet im örtlichen Dialekt festliche
Verehrung und Versammlungsort.Der Platz ausserhalb der
Moschee wird aus diesem Grund auch Idgar Platz genannt.
Hier lässt es sich gemütlich bummeln, kleine Geschäfte
machen und reisen. Zu wichtigen Anlässen wie dem Coban
Fest jedoch, tummeln sich auf dem Platz enthusiastische
Muslime, die Trommeln schlagen, das Suona Horn blasen
und deren eigene Feste feiern. Üblicherweise treffen
sich dann alle Muslime der Autonomen Uygurischen
Xinjiang Region an diesem Ort. Sie kommen am Platz und
vor der Moschee zusammen, um zu tanzen und bis in den
nächsten Morgen zu feiern. Dieses beispiellose Spektakel
schafft wirklich unvergessliche Erinnerungen und zieht
jährlich zahlreiche Besucher an. |
|