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Die Longmen Grotten befinden sich nur 13km südlich von
Luoyang am Ufer des Yi und zeigen in einer
beeindruckenden Galerie buddhistische Skulpturen und
Reliefs. In 1350 Grotten, 750 Nischen und 40 Pagoden
befinden sich auf nur 1km Länge 110.000 Statuen. Die
Weltkulturerbestätte ist über mehrere Jahrhunderte in
den harten Kalkstein gemeißelt worden, vermutlich
begannen die Arbeiten bereits im Jahr 492. Damals wurde
die Hauptstadt des Wei Reichs von Datong nach Luoyang
verlegt, wo man die Bildhauerei weiterentwickelte.
Der einfache, runde Stil der alten Kaiserstadt Datong
ist in den Longmen Grotten genauso erkennbar wie
komplexe und ausgefeilte Skulpturen der Tang Zeit, die
nicht nur religiöse Figuren darstellen. Die Auftraggeber
schlossen neben der kaiserlichen Familie auch
wohlhabende Familien, die um Glück baten, Generäle, die
auf Siege hofften und religiöse Gruppen mit ein.
Die Grotten Guyang, Bingyang und Lianhua stammen aus der
frühen Hochperiode dieser anspruchsvollen Kunst. In der
Tang Dynastie kam es später insbesondere unter der
Kaiserin Wu Zetian zu einer wachsenden Begeisterung, da
diese dem Buddhismus sehr verbunden war und somit zu
einer raschen Vergrößerung des Areals.
Die meisten Buddhas sind eher schlicht gehalten, doch an
den Dienergestalten und dekorativen Verzierungen rund um
die Ränder der Grotten
konnten die Bildhauer ihre ganze Kunstfertigkeit unter
Beweis stellen. Leider fielen viele der Grotten
Plünderungen und Vandalismus zum Opfer, die während der
Kulturrevolution ihren traurigen Höhepunkt fanden.
Am Ende des Westufers lohnt es sich die Brücke zur
anderen Seite zu überqueren, von der sich einem eine
malerische Aussicht auf die Grotten bietet. Auf dieser
Flussseite befindet sich außerdem das Grab von Bai Juyi,
des berühmten Tang
Dichters, der seine letzten Jahre als einsamer Gelehrter
am Duftenden Berg in Luoyang verbrachte. |
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