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Die beiden zu Macau gehörenden
Inseln Taipa und Coloane waren ursprünglich
relativ kleine Flecken mit Fischergemeinden. Doch mit
der Eröffnung des neuen
Flughafens auf Taipa, der zweiten Brückenverbindung
zum Festland und dem gross angelegten
Landgewinnungsprojekt, das beide Inseln zusammenführt,
ist es mit dem Frieden vorbei. Besonders Taipa nimmt
bereits die Züge einer
Stadt an. Noch gibt es aber enige ruhige Ecken mit
kolonialer Architektur und europäisch-ländlichem
Flair.
Die Busse Nr. 11 und 33 fahren von der Almeida Ribeiro
zum Ort Taipa, die Busse Nr. 21, 21 A, 26 und 26 A
halten vor dem Hotel Hyatt Regency auf Taipa und fahren
weiter nach Coloane.
Taipa
Bis ins 18. Jahrhundert bestand die Ilha de Taipa eigentlich aus
zwei durch einen kleinen Meeresarm getrennten Inseln,
die jedoch durch Versandung zusamenwuchsen.
An Taipas Nordküste
lohnt es sich kaum noch zu verweilen, seit sie praktisch
in den allgemeinen Ballungsraum Macau
übergegangen ist. Der
Ort Vila Taipa an der Südküste
bietet sich allerdings mit seiner alten Promenade aus
der Kolonialzeit für
ein ausgedehntes Mittagessen an. Der Bus hält
an einem modernen Markt, von dem die rund hundert Meter
lange Rua do Cunha (Essensstrasse) zum alten,
überdachten Marktplatz
verläuft.
In der Umgebung von beiden gibt es einige Restaurants
und Imbisslokale. Am Ende des Platzes befinden sich
rechter Hand weitere Restaurants und ein Tin Hau Tempel,
linker Hand gelangt man zu einer reich verzierten, von Bäumen
gesäumten
Treppe, die zu einem Weg oberhalb der alten, kolonialen
Promenade Avenida Da Praia führt.
Fünf original
erhaltene, pfefferminzgrüne
Herrenhäuser
mt Veranden bilden das Museum Casa Museu da Taipa und
gewähren
Einblicke in das häusliche
Leben macanesischer Familien Anfang des 19. Jhs. Diese
tiefreligiösen, gut
situierten und hochrangigen Beamten waren nicht
übermässig
reich, und es überrascht
kaum, dass die Einrichtung eine europäisch
– asiatische Mischung darstellt, bei der beispielsweise
christliche Heiligenfiguren mit chinesischen
Drachenmotiven kombiniert wurden. Haus 1 kann für
Empfänge
gemietet werdne, Haus 2 bietet eine Gemäldeausstellung
und historische Fotografien, Haus 3 zeigt traditionelle
portugiesische Kostüme,
Haus 4 steckt voller Informationen
über die Inseln Taipa
und Coloane, dient aber auch als Räumlichkeit
für vorübergehende
Ausstellungen. Haus 5 schliesslich wurde als typisches
Wohnhaus des macanesischen Bürgertums
wieder hergerichtet.
Coloane
Die Ilha de Coloane ist mit 9 km2 Fläche
erheblich grösser als
Taipa, aber aufgrund fehlender herausragender
Attraktionen ein geeigneter Ort für
ein paar Stunden Entspannung. Nach dem
Überqueren der Brücke
von Taipa passiert man den Parque de Seac Pai Van, eine
ausgedehnte Grünanlage,
die sich für einen schönen
Spaziergang anbietet. Auf dem Hügel
thront eine weisse Marmorstatue der Göttin
A Ma, mit knapp 20 m die höchste
der Welt.
Kurz hinter dem Park halten alle Busse am Kreisverkehr
in dem hübschen
Hauptort Vila Coloane an der Westküste,
Wahlheimat einer recht ansehnlichen Gemeinde von in
Macau lebenden Ausländern,
mit Blick auf die nur durch einen kleinen Meeresarm
getrennte chinesische Seite. Die Bäckerei
Lord Stow’s auf der Meerseite des Platzes verkauft
übrigens
unwiderstehliche natas, portugiesische Eierküchlein.
Einen Strand gibt es nicht, lediglich Schlamm, in dem
alte Männer
mit Fischernetzen ihr Glück
versuchen. Nördlich des
Dorfes liegen einige Schuppen, in denen Dschunken gebaut
werden. In der Richtung Süden
vom Kreisverkehr abzweigenden Strasse finden sich einen
Block vom Wasser entfernt interessante alte Geschäfte
und unerwarteterweise auch die weissgelbe Kapelle des
heiligen Franz Xaver, in dem ein Armknochen des
spanischen Missionars als Relikt in Ehren gehalten wird.
200 m von der Kapelle entfernt befindet sich der Tam Kun
Tempel, der das Modell eines aus einem meterlangen
Walfischknochen geschnitzten Schiffs beherbergt.
Nördlich des
Kreisverkehrs gibt es ein kleines Geschäft,
das für 20 Macau
Dollars pro Stunde Fahrräder
vermietet, ein sehr empfehlenswertes Transportmittel für
den 3 km langen Weg zum Hac Sa Strand an der Ostküste.
Unterwegs kann man noch einen Zwischenstopp am Cheoc Van
Strand an der Südküste
einlegen, doch lohnenswerter ist der von Bäumen
gesäumte
und sich ein ganzes Stück
um die Bucht erstreckende Strand Hac Sa – trotz des
schwarzen Sandes ohne Zweifel der beste Strand Macaus.
Hier gibt es zahlreiche Cafes, Bars, Duschen, Toiletten,
einige gute Restaurants in der Nähe
sowie ein Sport- und Schwimmzentrum.
Am Wochenende ist am Hac Sa Strand meistens eine ganze
Menge los, so dass man auch auf den nur einen Steinwurf
entfernt liegenden Parque Natural da Barragem de Hac Sa
ausweichen kann. Dort locken Grillplätze,
ein Kinderspielplatz mit Labyrinth, Bootsfahrten auf
einem kleinen Stausee und diverse Kurzwanderwege durch
die hügelige
Landschaft. |
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