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Der nördliche Teil der
Halbinsel bis zur chinesischen Grenze ist in erster
Linie eine Wohngegend, die dennoch einige interessante
Sehenswürdigkeiten
bietet. Die 3 km von der Almeida Ribeiro zur Grenze sind
durchaus zu Fuss zu schaffen, doch da die Strassen in
diesem Teil der Stadt kein besonderes Flair haben,
empfiehlt es sich, für
diese Strecke auf den Stadtbus zurückzugreifen.
In der Avenida do Coronel Mesquita, die ca. 2 km nördlich
der Almeida Ribeiro in Ost-West-Richtung
über die Halbinsel verläuft,
liegt der bezaubernde Kun Iam Tempel. Der Komplex ist
der Göttin der
Barmherzigkeit gewidmet und rund 400 Jahre alt. Hier
unterzeichneten 1844 die Vereinigten Staaten und China
ihr erstes Handels- und Kooperationsabkommen; der
Granittisch, an dem die Unterschriften das Dokument
gesetzt wurden, ist noch zu besichtigen. Im Innenhof der
Anlage stehen im Schatten der Banyan Bäume
einige kleine schreine, die Haupttempelhalle ist
über eine Treppe zugänglich.
Hinter der zentralen Statue der Göttin
Kun Iam gruppieren sich die Statuen der 18 weisen Männer
Chinas, unter denen sich bemerkenswerterweise auch der
mit Kringelbärtchen
und Schnauzer dargestellte Marco Polo befindet. Die mit
Bambusstäbchen
rasselnden Gläubigen
erhoffen sich hier vor allem Auskünfte
über ihr Schicksal.
Nach einem 20 minütigen
Fussmarsch nach Nordwesten entlang der Avenida do
Almirante Lacerda erreicht man den Ganidrome – Südostasiens
einzige Windhund Rennbahn, auf der jeden Montag,
Donnerstag, Samstag und Sonntag ab 19.45 Uhr Rennen
veranstaltet werden. In unmittelbarer Nachbarschaft
steht der Lin Fung Tempel mit dem Lin Zexu Museum,
Chinas einzigem Ort, an dem jener Mann geehrt wird, der
seinerzeit die britischen Opiumbestände
in Guangzhou vernichtet liess.
Wer noch weiter mit dem Bus fährt,
gelangt direkt zum ehemaligen Grenztor Portas do Cerco,
einem mit Stuck verzierten Torbogen aus dem 19.
Jahrhundert, der
die Grenze zur Volksrepublik China markiert. Heutzutage
wird das alte Tor nicht mehr gebraucht, denn die Grenzgänger
nutzen entweder den modernen Zoll- und
Einwanderungskomplex oder das neue Grenztor auf der
Lotusbrücke. Von hier
fahren die Busse Nr. 3 und 10 zurück
zur Almeida Ribeiro und zum Hotel Lisboa. |
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