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Die kleine, hügelige
Landzunge südlich der
Almeida Ribeiro durchzieht ein dichtes Netz enger
Gassen. Praktisch hinter jeder Ecke taucht eine Villa
aus der Kolonialzeit mit Gartenanlage auf. Der beste
Ausgangspunkt für eine
Erkundung der Gegend ist die steile Rua Central, die
unmittelbar östlich des
Largo do Senado von der Almeida Ribeiro Richtung Süden
abzweigt. Nach fünf
Gehminuten lohnt ein Abstecher in eine kleine Strasse
nach rechts, in der die pastellfarbene Kirche Igreja
Santo Agostinho aus dem frühen
19. Jahrhundert steht. Wieder zurück
auf der Rua Central trifft man ein kleines Stück
südlich auf eine
weitere Kirche aus der gleichen Zeit, die remeweise, von
Palmen umgebene Igreja Sao Lourenco.
Ein paar Hundert Meter weiter ist das Ufer im Südwesten
der Halbinsel erreicht. Blickt man Richtung Wasser,
befindet sich unmttelbar zur Rechten der berühmte
A Ma Tempel. Teile des am Fusse des Barra Hügels
mit Blick auf den Inneren Hafen stehenden Heiligtums
werden auf ein Alter von bis zu 600 Jahren geschätzt,
doch ganz sicher stand der Tempel schon hier, bevor der
erste Portugiese seinen Fuss auf die Halbinsel setzte.
Er ist der Göttin A Ma
gewidmet, die irgendwo zwischen der Königin
des Himmels und der Göttin
des Meeres angesiedelt ist und eine
ähnliche
Funktion zu haben scheit wie die Göttin
Tin Hau in Hongkong. Der Tempel besteht aus einer wirren
Anordnung von Altären
und Seitengebäuden
zwischen den Felsen.
Auf der anderen Strassenseite steht mit dem
Schifffahrtsmuseum direkt am Ufer eine aus dem 20.
Jahrhundert
stammende Opfergabe an das Meer. Es handelt sich um ein
ausgezeichnet in Szene gesetztes, modernes Museum mit
Ausstellungen über
historische Entdeckungsfahrten und Schiffe,
über Seefahrtstechnik
und nautische Ausrüstung.
Vom Museum führt ein
kurzer Fussweg Richtung Süden
zur
äussersten
Spitze der Halbinsel, die heute von der Pousada de Sao
Tiago eingenommen wird. Dieses Hotel wurde in die
Überreste der
portugiesischen Festung Fortaleza de Barra aus dem 17.
Jahrhundert integriert. Betritt man das Gebäude
durch den Vordereingang, läuft
man zunächst
durch einen Steintunnel mit plätscherndem
Wasser. Es lohnt auch, die Treppen zum Terrassencafe zu
erklimmen, das einen schönen
Blick aufs Meer frei gibt.
Der Weg um die südliche
Landspitze wieder Richtung Norden folgt der
baumbestandenen Avenida da Republica, der alten
Uferpromenade mit Blick auf den Sai Van See und den
eleganten Macau Tower Convention and Entertainment
Centre. Er ist 338 m hoch und hat in 223 m Höhe
eine Aussichtplattform mit einem Drehrestaurant und
einer Bar.
Die restliche Strecke entlang der Avenida da Republica
nach Norden zur Praia Grande und zum Hotel Lisboa lässt
sich in 10 Minuten zurücklegen.
Das grell rosafarbene Gebäude
zur Linken kurz vor dem Restaurant Praia Grande ist der
leider nicht für die
Öffentlichkeit
zugängliche
Regierungspalast Palacio do Governo aus dem 19.
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