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Auch als „Mondfest“ bekannt, fallt das Mittherbstfest
nach dem Mondkalender auf den 15.
Tag des 8. Monats. Zu dieser Zeit ist die
Mondlaufbahn an ihrem tiefsten Punkt angekommen, und
lässt den Vollmond heller und leuchtender erscheinen,
als an irgendeinem anderen Tag des Jahres. In der
westlichen Tradition wird der Vollmond auch als „Jägermond“
oder „Erntemond“ bezeichnet.
Bezogen auf den Mondkalender liegt dieses Fest genau in
der Mitte der Herbstzeit (welche im siebten Monat
beginnt und im neunten endet).
Wie bei den meisten chinesischen Festen, ist auch das
Mittherbstfest reich an münglich überlieferter
Geschichte und Legenden. Laut den Geschichten, war Hou
Yi ein tyrannischer Herrscher, der durch das Abschießen
von neun Sonnen mit seinem Bogen das Elexir der
Unsterblichkeit gewann. Aber seine Frau, Chang E, die
wusste, dass das Leben der Menschen bis in alle Ewigkeit
elend verbliebe, wenn Hou Yi unsterblich würde, trank
selber den Zaubertrank. Die Flüssigkeit machte sie so
leicht und schwerelos, dass sie zum Mond hinaufschwebte.
Noch heute stellen sich die Chinesen den Mond gerne als
das Zuhause Chang Es vor.
Kindern wird oft die Geschichte des „Fräuleins im Mond“
erzählt, die am Mondfest auf dem strahlenden Mond tanzt.
Einer anderen Legende nach ist es der „Mann im Mond“,
welcher von Gästen in einem Wirtshaus , eine
Schreibtafal bei sich tragend, verspottet wurde. Auf die
Frage hin, warum er die Tafel bei sich habe, antwortete
er, dass er auf jender all die Namen der glücklich
Liebenden verzeichnet, denen vom Schicksal bestimmt war,
zu heiraten und die danach noch glücklich miteinander
lebten. Entsprechend des Monats Juni, an welchem im
Westen traditionell Hochzeiten abgehalten werden,
heiraten viele Chinesen am 15. Tag des 8. Mondmonats.
Selbstverständlich hat die bekannteste chinesische
Legende um den Mond auch möglichen Bezug auf die
Geschichte Chinas. Im 13. Jahrhundert von den Mongolen
überrannt, vertrieben die Chinesen ihre Unterdrücker
1386 n.Chr. schließlich aus ihrem Land.
Zum Mondfest wird eine historische Anekdote erzählt, die
folgend lautet.
Die Mogulgerden des Dschingis Khan bezwangen China und
gründeten im 13. Jahrhundert die Yuan-Dynastie.
Allerdings verübeln noch heute viele Chinesen die
Tatsache, dass sie von einem fremden Regime geführt
wurden. Im 14. Jahrhundert half Liu Bouwen durch die
Organasation einer Widerstandsbewebung bei der Planung
des Sturzes der Yuan-Dynastie mit. Den Berichten nach
aßen die Mongolen keine Mondkuchen, welche schließlich
Liu Bouwen als Mittel dienten Botschaften der Rebellion
zu verstecken und zu überbringen. Familien
wurde untersagt die Mondkuchen bis zum Tag des
Mondfestes zu essen, aslcher als der Tag des
Widerstandes gilt.
Für die Chinesen ist dieses Fest ähnlich dem
Erntedankfest der westlichen Kulturen, an welchem
freigiebig die Ernte gefeiert wird. Verglichen mit
anderen chinesischen Festen, die überschwemmt sind mit
leuchtenden Farben und vibrierenden Klängen, bleibt das
Mondfest eher dezent. Nach dem Brauch wird im Freien im
hellen Mondschein getanzt, gefeiert und der Vollmond
bestaunt. Ganz zu schweigen von den Mondkuchen! Während
viele Backwaren ein alltäglicher Bestandteil der
chinesischen Feste sind, sind die Mindkuchen untrennbar
mit dem Mittherbstfest verbunden. Eine Art des
traditionellen Mondkuchens ist gefüllt mit Lotussamen-Paste.
In etwa der Größe einer menschlichen Handfläche
entsprechend, sind die Mondkuchen nahezu vollständig
gefüllt und sollen diagonal in 4 Teile geschnitten und
mit Freunden geteilt werden. Das erklährt ihren
ungeheuer gepfefferten Preis (ca. 5$ in Kanada).
Ein Wort der Warnung: Das salzige Eigeld in der Mitte
repräsentiert den Mond und ist ein anerzogener
Geschmack.
Neben denen mit Lotussamenpaste gefüllten Mondkuchen,
beinhalten andere traditionelle Füllungen rote und
schwarze Bohnenpaste.
Während in der Vergangenheit die Herstellung der
Küchlein vier Wochen dauerte, so hat die Automatisierung
vieles erleichtert. Heute werden sie mit Allerlei
gefüllt, wie Datteln, Nüssen, Früchten und chinesischen
Würstchen. Wegen des hohen Aufwandes werden die Kuchen
nun statt selbst gemacht, im Supermarkt erworben.
In der modernen Gesellschaft sind während des
Mittherbstfestes ebenfalls Grillabende mit Freunden und
der Familie Alltag geworden.
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