
Nationaltheater
Beijing |
Das Nationaltheater befindet
sich an Pekings zentraler Ost-West-Achse in direkter
Nachbarschaft zur Großen Halle des Volkes und damit sehr
nah am Tian’anmen, den traditionellen Hutongs und der
Verbotenen Stadt.
Geschichte
Obwohl der Architekt Paul Andreau die
Projektausschreibung bereits 1999 gewonnen hatte,
erfolgte die Fertigstellung aufgrund verschiedener
Kontroversen erst im Dezember 2007.
Der Hauptkritikpunkt
lag neben den hohen Bau- und Nebenkosten bei den
architektonischen, nicht chinesisch anmutenden
Besonderheiten. So wurde dem Gebäude aufgrund seiner
ovalen Form schnell der Beiname
"Das Ei"
verpasst.
Chinesen selbst erscheint diese Gestalt eher wie ein
Grabmal, verstärkt noch durch den unterirdischen
Eingang.
Architektur
Unter modernen architektonischen
Gesichtspunkten betrachtet, ist das Nationaltheater
jedoch ein einzigartiges Kunstwerk und bereichert die
Gestalt der Innenstadt.
Das komplett von Wasser umgebene
Gebäude scheint schier zu schweben und spiegelt seine
Umgebung in der Glas- und Titanoberfläche wie eine
glänzende Perle wieder. Bei Nacht erstrahlt das Theater
in goldenem Licht und wirkt wie ein im Dunkel
versteckter Schatz. Den Brückenschlag zu seiner Funktion
erhält es durch eine geschwungene
Öffnung, welche einem Vorhang ähnlich
sieht.
In Kontrast zur tradtitionellen Architektur, die
es umgibt, soll "das Ei" für ein modernes, weltoffenes
und der Kultur tief verbundenes China stehen.
Sehenswertes
Insgesamt können in Opern-, Musik-
und Theaterhalle fast 5.500 Menschen Platz nehmen, jeder
Sitz hat nach den Baukosten einen Wert von ca. 50.000
Euro.
Aufgeführt
werden alle nur erdenklichen musikalischen Programme,
bis hin zu Theater und Bühnenspielen.
Besichtigt werden
kann der Komplex jeden Tag außer montags, auch ohne
geplanten Besuch einer Veranstaltung. Sie werden
staunen! |
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