
Sommerpalast |
Im Nordwesten Pekings befindet sich der Sommerpalast,
welcher seit 1998 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört.
Nach
traditionellen chinesischen Regeln der Gartenplanung
errichtet, wird in dem Komplex eine harmonische Einheit
von Natur und Palastgebäuden erreicht. Die Atmosphäre
lädt auch heute noch in heißen Sommermonaten zu
Entspannung und Abkühlung ein.
Geschichte
Erbaut wurde die kaiserliche Sommerresidenz in den
1750ern im Auftrag des Kaisers Qianlong, der damit seine
Mutter beschenken wollte. Doch schon 100 Jahre später
wurde der Palast während des 2. Opiumkriegs von
ausländischen Truppen zerstört. Da zum Glück noch Bilder
vorhanden waren, wurde 5 Jahre später im Auftrag der
Kaiserinwitwe Cixi mit dem Wiederaufbau begonnen.
Im
Jahr 1900 erfuhr der Komplex eine erneute Zerstörung im
Zuge des Boxeraufstands und musste abermals wieder
hergerichtet werden. Da Cixi bei diesen Restaurierungen
Staatsgelder einsetzte, welche eigentlich für Reformen
vorgesehen waren, trug sie damit auch zum allmählichen
Niedergang ihres Reiches bei.
Nach Ende der Kaiserzeit blieb die Anlage zunächst nicht
zugänglich und wurde erst 1924 für Besucher geöffnet.
Sehenswertes
In dem wunderschönen Komplex lassen sich viele
Elemente eines traditionellen chinesischen Gartens
beobachten. Dazu gehören auch der nach Vorbild des
Westsees in Hangzhou angelegte Kunming See, welcher zwei
Drittel der knapp 3km² großen Anlage ausmacht.
Sowohl religiöse, als auch Wohn- und Regierungsbauten
lassen sich hier finden. Zu den bekanntesten zählen
zweifellos der reich verzierte Wandelgang am See, die
Halle der Jadewellen und das schöne Marmorboot, welches
heute als Zeichen für Cixis Verschwendungssucht gilt. |
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