Die trockenen und erodierten
Ebenen Nordchinas erstrecken sich beinahe
über das
gesamte nördliche
Drittel der Provinz bis zum Fluss Huaihe;
der wärmere
und feuchtere Süden
bietet zwar günstige
Bedingungen für
den Tee- und Tabakanbau, aber die
fruchtbaren bewaldeten Hügel
gehen bald in zerklüftete
Gebirgsgegenden über,
in denen von Nahrungsmittelanbau keine Rede
mehr sein kann. Doch eigentlich ist der
Yangtze für
die Armut der Provinz verantwortlich, denn
er
überflutet
regelmässig
deren niedrig liegendes Zentrum, das
ansonstn beträchtliche
Getreideerträge
erzielen könnte.
Für die
rein physische Trenung des gebirgigen Süden
von den dichter besiedelten nördlichen
Regionen sorgte lange Zeit der Mangel an Brücken
über den Fluss.
Doch trotz der infrastrukturellen
Fortschritte seit den 90er Jahren, inklusive
des Ausbaus der Strassen- und
Eisenbahnnetze, geht die Entwicklung eher
schleppend voran.
Reisende sollten sich davon jedoch nicht
abschrecken lassen. Zwar haben weder die
Provinzhauptstadt Hefei noch der Norden
ausser ihrer Geschichte viel zu bieten, dafür
ist die Gegend südlich
des Yangtzes umso schöner.
Seit Jahrhunderten ziehen die
Gebirgslandschaft des Huang Shan und die
vielen buddhistischen Tempel des Jiuhua Shan
Scharen von Besuchern an. Zudem ist die
Region von einer starken kulturellen
Tradition geprägt,
und in der Umgebung von Tunxi sind viele
Beispiele der antiken ländlichen
Architektur unversehrt erhalten geblieben.
In den Uferzonen bei Xuancheng wurde ein
Schutzgebiet für
den Chinesischen Alligator eingerichtet, der
zu den bedrotesten Tierarten der Welt zählt
– obwohl auch eine andere heimische Rarität,
der Yangtze Flussdelphin, mit immer grösseren
Schritten seiner Ausrottung entgegengeht.
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