Die eindrucksvollsten historischen Überreste Quanzhous
sind in der grossen, friedlichen Tempelanlage des 686
gegründeten Kaiyuan Si
Tempel erhalten, die im Nordwesten der Stadt an der Xi
Jie Street liegt. Vom Fernbus Bahnhof fährt
Bus dorthin, doch es ist wesentlich interessanter, auf
dem Weg zum Tempel durch die Seitenstrassen in der Nähe
der Kreuzungen von Tumen Street und Zhongshan Road zu
schlendern und die schmalen Gassen zu erforschen, die
von alternden Häusern
gesäumt
sind. Im 13. Jahrhundert wurde die Anlage um zwei fünfstöckige
Steinpagoden bereichert. Bis auf diese beiden Bauwerke
wurde der gesamte Komplex in der Ming Dynastie nach
einem Brand neu aufgebaut.
Besondere Beachtung verdient die Tempelarchitektur nicht
zuletzt wegen ihrer zahlreichen interessanten Details,
zu denen die hundert Steinsäulen
gehören, die das Dach
der Haupthalle tragen – die meisten von ihnen sind mit
Darstellungen von Musikern verziert, die Instrumente und
Sakralobjekte in Händen
halten. Die unglaublich widerstandsfähigen
Pagoden, die von Erdbeben bis hin zu den Auswüchsen
der Roten Garden alle nur denkbaren Angriffe
überdauert
haben, sind ebenfalls an jeder ihrer acht Seiten mit
zwei Buddha Bildnissen verziert. In die Innenwände
einer der beiden Pagoden sind vierzig buddhistische Erzählungen
eingraviert.
Auf dem Tempelgelände
befindet sich ausserdem eine Ausstellungshalle, die den
Rumpf eines hölzernen
Segelschiffs aus dem 12. oder 13. Jahrhundert beherbergt, der
1974 entdeckt wurde. Eine Fotoserie gibt detaillierte
Auskunft
über
die einzelnen Phasen der Ausgrabung. Im Laderaum war
noch die gesamte Fracht aus Kräutern
und Gewürzen
erhalten. |
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