Im Nordosten der Stadt lädt
an der Dong Hu Road das Schiffahrtsmuseum zu einem
Besuch ein. Das Museum erinnert an Quanzhous
Handelsgeschichte und veranschaulicht, wie
fortschrittlich die chinesischen Schiffsbauer zur
damaligen Zeit im Vergleich zu ihren europäischen
Berufskollegen waren. Auf zwei Stockwerken erläutern
Exponate die Entwicklung des chinesischen Schiffbaus
seit der Zeit der Streitenden Reiche um 500 v. Chr. Eine
Ecke, die der Rückeroberung
Taiwans aus den gierigen Klauen der holländischen
Eindringlinge sowie der Entwicklung des Aussenhandels
gewidmet ist, stellt Koxingas Heldentaten in ein
modernes Licht, doch das Herzstück
des Museums sind Hunderte liebvoll gefertigte hölzerne
Schiffsmodelle, die alles zeigen von kleinen Küstendschunken
über
Zheng Hes mächtige
Baochuan – das vielleicht grösste
Holzschiff, das jemals gebaut wurde – bis hin zu
schmucken Vergnügungsschiffen,
auf denen die Reichen Chinas berühmte
Seen und Flüsse
befuhren.
Sehenswert ist auch die im ersten Stock untergebrachte
Sammlung von grabsteinen, die auf Quanzhous Blütezeit
zurückgehen.
Die meisten von ihnen verweisen auf Muslims, doch auch
Grabsteine von Italienern, Spaniern, nestorianischen
Christen aus Syrien sowie derjenige des Bischofs aus dem
14. Jahrhundert, Andreas Perugia, sind zu sehen. Im hinteren
Teil der Halle bezeugen Steinsäulen,
Tür-
und Fernsterstürze
sowie Statuen, dass auch Hindus und Manichäer
( Anhänger
einer persischen Religion mit Elementen aus Christentum,
Jainismus und Buddhismus ) ihre eigenen Kultstätten
in Quanzhou besassen – ein weiterer Beweis für
die kosmopolitische Vergangenheit der Stadt. |
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