Theater und Akrobatik spielen
schon seit langem eine entscheidende Rolle in der chinesischen Kultur. Während
Ihrer China Reise
sollten Sie sich die eine oder andere
Veranstaltung auf keinen Fall entgehen lassen! Informieren Sie
sich hier über die detailierte Informationen und Hintergründe!
Allgemein
In der chinesischen Oper werden Tanz, Musik, Gesang,
Schauspiel und Akrobatik vereint. Dies unterscheidet sie
von der europäischen Bühenenkunst, wo in der Regel eine
strenge Grenze zwischen den verschiedenen Künsten
gezogen wird. Die Stücke behandeln meist allgemein
bekannt Legenden und Mythen, die durch lokale Varianten
verändert werden. Häufig versucht man sich auf Basis
dieser althergebrachten Thematik sozialen oder
politischen Problemen vorsichtig zu nähern.
Geschichte
Die chinesische Form der Oper lässt sich sehr weit in die
Vergangenheit zurückverfolgen. Bereits in der Tang
Dynastie entwickelte sich aus Vorfomren des
Musiktheaters die Chinesische Oper. Von Anfang an
handelte es sich dabei um eine sehr volksnahe Kunst, an
der sich erst im Laufe der Zeit auch die Elite erfreute.
Das Theater blühte vor allem während der Yuan Dynastie
im 13. und 14. Jahrhundert auf. Neue Rollen und
Reimschema wurden erfunden. Diese Form der chinesischen
Oper ist auch heute noch als Kanton-Oper bekannt. Einige
bekannte Stücke sind zum Beispiel Die Purpur-Haarnadel
und Verjüngung der roten Pflaumenblüte.
Mit der Peking Oper erlebte das Chinesische Theater
einen neuen Höhepunkt (siehe dazu Peking Oper).
Während der Kulturrevolution war alles Traditonelle, wie
die chinesische Oper, verpönnt und wurde teilweise sogar
verfolgt. Erst mit der Öffnung Chinas erlebte das
traditionelle Theater eine Renaissance und erfreut sich
heute vor allem unter älteren Chinesen und Touristen
großer Beliebtheit.
Peking Oper
Geschichte
Die bekannteste Form der chinesischen Oper entwickelte
sich vor ungefähr 200 Jahren aus der sogenannten Kunqu
Oper, welche selber eine Synthese verschiedener
Lokalopern darstellte. Die Kunqu Oper setzte sich nach
und nach am kaiserlichen Hof durch und so entstand
schließlich die Peking Oper.
Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts hatte sich die Peking
Oper im ganzen Land durchgesetzt.
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Musik
Die Musik dient dazu, die inhaltliche Handlung zu
unterstreichen. Die verwendeten Musikinstrumente
variieren je nach Stück. Grundsätzlich verbindet man
jedoch vor allem die folgenden Instrumente mit der
Peking Oper: Flöten, Mundorgel, zweisaitige Fideln,
Mondguitarre, chinesische Laue, Trommlen, Glocken,
Becken und hölzerne Taktschlegel.
Gesang und Dialog: Gesang und Dialog lassen sich in der
Peking Oper kaum voneinader trennen. Sie sind eng
verwoben und wiederholen sich teilweise gegenseitig.
Jeder Charakter, der zum ersten mal die Bühne betritt
stellt sich selbst zunächst durch einen Prolog in
Versform selber vor.
Rolle
Die Peking Oper kennt vier Rollentypen, die sich durch
Kostüme, Schminke, Kopfbedeckungen und Ähnliches
unterscheiden lassen. Alle werden jedoch nochmal in
Untergruppen unterteilt, sodass die
Charaktereigenschaften nicht immer ganz klar zuzuordnen
sind.
Sheng sind männliche Hauptrollen, die Gelehrte,
Staatsleute oder Krieger darstellen. Dabei unterscheidet
man nocheinmal zwischen älteren und jüngeren Sheng,
sowie Sheng, die Beamte oder Gelehrte spielen und solche
die Krieger spielen und deshalb über besonderes
akrobatisches Geschick verfügen müssen.
Desweiteren gibt es Dan, die Frauenrollen. Auch hier
gibt es weitere Unterteilungen in Frauen, die Mägde oder
Edelfrauen, Mütter oder Spaßmacher spielen. Jing sind gesonnte Bemalte-Gesichter-Rollen, welche
Krieger, Helden, Beamte oder Abenteurer aber ach
übernatürliche Wesen spielen.
Außerdem gibt es noch die Chou, eine Art Clown, der das
Publikum zum Lachen bringen soll. Zu erkennen ist er an
weiß geschminkten Augen und Nasenpartien. |
Schminke
Rote Schminke steht für Mut und Aufrichtigkeit, Weiß
steht für Intelliganz und Verschlagenheit, Schwarz für
Durchsetzungsfähigkeit und Offenheit, Gelb für
Zügellosigkeit und Brutalität, Blau für Standhaftigkeit
und Kühnheit und Grün für Reizbarkeit und
Unberechenbarkeit.
Bei der Schminke von positiven Charakteren dominieren
klare Linien, schurkische Figuren sind an ihrer
unsymmetrischen Mustern zu erkennen.
Kostüme
Neben der Schminke, weißt auch das Kostüm auf Rolle,
gesellschaftliche Stellung und Charakter der
dargestellten Person hin. Die Kleidung orientiert sich
generell an der der Ming Dynastie, ist aber auf
vielfältige Weise abgewandelt wurden.
Weiterhin spielen bei Männern Form und Farbe der Bärte
eine wichtige Rolle.
Requisiten
Die Bühne ist meist kaum dekoriert. Requisiten
werden selten benötigt, da es für jede Benutzung von
bestimmten Gegenständen vorgeschriebene Bewegungsabläufe
gibt, die diese symbolisieren.
Inhalte
Bei der Peking Oper unterscheidet man zwischen
Stücken, die das häusliche Leben beschreiben (wenxi) und
solchen, die von Krieg oder Abenteuern handeln (wuxi).
Sprechtheater
Das europäische Sprechtheater kam erst Anfang dieses
Jahrhunderts über Japan nach China und wurde von der
gebildeten Mittel - und Oberschicht begeistert
aufgenommen. Denn die Oper war und ist mehr ein
ästhetisches Spiel für den Betrachter, während der
Inhalt nur eine untergeordnete Rolle spielt. Das
Sprechtheater hingegen lebt ausschliesslich vom Inhalt
und wurde von den Trägern der 4. Mai Bewegung als Medium
für die Verbreitung fortschrittlicher Ideen begrüsst.
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Akrobatik
Für Ausländer am leichtesten verständlich und schön
anzusehen sind Theaterstück mit hauptsächlich
akrobatischen Elementen oder ausschließliche Akrobatik
Shows, da hier kaum ein Verständnissproblem besteht, der
Ihnhalt ergibt sich allein aus dem Gesehenen.
In jeder grösseren Stadt gibt es eigene Akrobatik
Ensembles. Die chinesische Akrobatik ist weltweit
bekannt und berühmt wegen ihrer hohen Kunstfertigkeit.
Akrobatik als Volkskunst: Die Geschichte der
chinesischen Akobatik zeigt, dass diese immer in enger
Verbindung zum Arbeits - und Alltagsleben der
Bevölkerung stand. So verwenden Artisten bei ihrer
Darbietung neben den Waffen vorwiegend zahlreiche
Alltagsgegenstände, etwa Stühle, Vasen, Tische, Töpfe,
Teller und Schüsseln. Bis heute sind die chinesischen
Artisten Meister im Jonglieren mit solchen Gegenständen.
Früher, und teilweise noch heute, werden die einzelnen
artistischen Kunstfertigkeiten innerhalb einer Familie
weitergegeben. |
Die chinesische Akrobatik umfasst neben Jonglieren,
Balancieren und Kunstradfahren auch Tanzdarbietungen,
Stimmenimitationen, Zaubereien und Tierdressuren.
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