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Goachang ist die grösste Stadtruine in Westchina. Die
Stätte liegt 40 km von Turpan entfernt am Nordufer des
Aiding Sees sowie südlich des Flammenbergs und diente
einst als wirtschaftliches und religiöses Zentrum
Asiens.
Gaochang war fruchtbares und bebautes Land und fungierte
als Hauptstadt für 3 westliche Staaten. Aus historischen
Dokumenten und Relikten, die man in der Region ausgrub,
können Historiker den Grundriss dieser riesigen Stadt
skizzieren. Die ideale Lage inmitten der Turpan Senke
und die durchdachte Stadtstruktur mit hohen Mauern und
tiefen Gräben machten den Ort zu einer bedeutsamen
militärischen Festung der westlichen Region.
Gegründet während der Liang Dynastie, wurde Gaochang ab
640 unter Kaiser Taizong Teil des Tang
Herrschaftsggebiets. Die Stadt erfuhr in den folgenden
Jahrunderten einen stetigen Wandel der Dynastien und
wurde während der im 12. Jhdt durch die Mongolen
iniziierten Kriege zerstört. Nach Verlassen der Stadt
des Ortes blieben dort nur noch Ruinen.
Diese erstrecken sich über 2,2 Mio m2 und
beinhalten zwei Teile: Die aussere und innere Stadt. Die
Stadtstruktur ähnelt der Chang'ans, der Hauptstadt der
Tang Dynasty zu dieser Zeit. Heute ist lediglich noch
die Aussenmauer sichtbar. Sie ist 5,4 km lang, ragt 11,5
Meter in die Höhe und einige Teile sind gut erhalten.
Die Mauerbasis ist 12 m dick und verhilft ihr zu einer
sehr soliden und starken Grundstruktur. Im Südosten und
Südwesten der Aussenstadt befinden sich zahlreiche
Tempelruinen.
Die innere Stadt ist von quadratischer Grundfläche und
erstreckt sich über 3600 m. Darin finden sich
hauptsächlich Tempel und Paläste. Die zentrale
Palastanlage teilt sich die Nordmauer mit der ausseren
Stadt. Früher befanden sich viele hohe und grosse
Gebäude in dem Komplex, die sich im aktuellem Zustand
allerdings schwer unterscheiden lassen. |
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