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Die Brunnenstuben sind ein typisches
Merkmal der Architektur in Wuzhen.
Die Einheimischen erbauten auf der
Flussseite ihrer Häuser Brunnenstuben auf Pfeilern aus
Stein oder Holz und vergrösserten somit ihr Haus über
der Wasserfläche.
Brunnenstuben sind für gewöhnlich auf drei Seiten offen,
damit genug Licht und Frischluft vorhanden ist. Von
diesen Stuben aus hat man eine herrlichen Blick über das
Wasser. Im Sommer sitzen die Bewohner in den
Brunnenstuben, um sich Abkühlung durch den Wind zu
verschaffen, im Winter geniessen sie die Sonnenstrahlen
und plaudern mit Nachbarn. Aber die Brunnenstuben sind
auch funktional: Früher nutzten die Einwohner Boote als
wichtigstes Transportmittel und konnten diese direkt
unter ihren Stuben parken, vergleichbar mit einer
Garage. Durch das öffnen einer Bodenluke konnten die
Bewohner auch problemlos Wasser zum Waschen holen.
Da viele Einheimische auch Geschäfte betreiben, nutzen
sie die Brunnenstuben auch als Platz für ihr Lager.
Sowohl in Dongzha als auch in Xizha gibt es
Brunnenstuben, aber die in Xizha sind flächendeckender.
Der Streifen an Brunnenstuben erstreckt sich auf 1,8 km
und präsentiert das ruhige Leben auf dem Wasser.
Hier werden Sie verstehen, warum Wuzhen
zu Recht das letzte Wasserdorf Chinas genannt wird. |
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