Im chinesischen Feudalismus existierte
das Abbinden der Füsse seit über 1000 Jahren. In Wuzhen
widmet sich ein ganzes Museum diesem heiklen Thema: Das
Ende der goldenen Lotusfüsse. Hier erfahren Touristen
alles über die Geschichte des Fussabbindens: Eine
Gratwanderung zwischen Schönheit und Deformierungen, mit
vielen wertvollen Objekten und Bildern.
Das Museum stellt 825 Paar Spezialschuhe
aus mehreren Regionen Chinas und viele Bilder und
Hilfsmittel zum Fussabbinden mit detaillierten
Informationen aus.Heutzutage ist es kaum noch vorstellbar, dass für
chinesische Frauen vor 100 Jahren nicht etwa ein schönes
Gesicht oder eine gute Figur, sondern einzig winzige
Füsse wichtig waren. Kaputte Füsse wird man mittlerweile
nur noch sehr selten in China sehen können. Das Museum
in Wuzhen öffnet ein Zeitfenster, ohne das man die
Freuden und Tränen der chinesischen Frauen über 1000
Jahre nicht verstehen können wird.
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