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Famensi Tempel

Mönch .Famensi Tempel |
Der 120 km westlich von Xi’an gelegene
aussergewöhnliche Famen Si Tempel beherbergt einen
Fingerknochen des Buddha, das nicht weit entfernte
Museum zudem eine einzigartige Sammlung von Relikten aus
der Tang Dynastie – die lange Anreise lohnt sich also
durchaus.
Geschichte
Im Jahre 147 verteilte König Ashoka von Indien,
angeblich als Busse für sein kriegerisches Leben,
kostbare buddhistische Reliquien (
Sarira ) an buddhistische Kolonien in ganz Asien. Als
eine der ersten hubbhistischen Kultstätten in China
wurde der Famen Si Tempel zur Aufbewahrung seines
Geschenks – eines Fingers in Form von drei einzelnen
Knochen – erbaut.
Der Tempel genoss grossen Ruhm während
der Tang Dynastie, als Kaiser Tuo Bayu die Tradition
begründete, die Knochen alle 30 Jahre an der Spitze
einer Prozession zeitweise an den Hof von Chang’an zu
bringen.
Nachdem der Kaiser dem Buddha seine
Ehrerbietung erwiesen hatte, wurden die Fingerknochen
wieder in einer Gruft unter dem Tempelstupa
verschlossen, zusammen mit einer grosszügigen Sammlung
von Opfergaben.
Nach dem Zerfall der Tang geriet die
Krypta in Vergessenheit, und die Geschichte vom Finger
des Buddha wurde als Legende abgetan – bis zum Jahre
1981, als der Stupa einstürzte und die darunter liegende
Krypta zum Vorschein kam. Sie war voller unglaublicher
Kostbarkeiten aus der Tang Zeit und verbarg im
hinteren Bereich mehrere Kästchen aus Gold,
Silber, Kristall und Jade, die schliesslich den
legendären Finger des Buddha freigaben.
Sehenswertes
Heute ist der Tempel eine populäre Pilgerstätte. Der
Stupa ist wieder aufgebaut worden, und die Original
Krypta mit dem Schrein, in dessen Mitte der Finger
aufbewahrt wird, wird nun von einer grossen Gruft
umschlossen.
Ständig ist ein betender Mönch anwesend,
der vor dem Finger neben dem Safe sitzt, in dem die
Reliquie nachts aufbewahrt wird ( wenn sie nicht gerade
woanders ausgestellt ist, was gelegentlich der Fall ist
). Die Mönche des Tempels gehen absolut kein Risiko ein,
und der einzige Eingang zu der Gruft wird durch eine
massive Metalltür geschützt, wie sie sonst nur in Banken
zu finden ist.
Besucher können in die Original Krypta hineinsehen, die
mit ihren 21 m Länge die grösste ihrer Art ist, die
bisher in China entdeckt wurde.
Das westlich des Tempels gelegene Museum beherbergt die
gut erhaltenen Tang Relikte aus der Krypta und ist
gewiss eines der herausragenden kleineren Museen Chinas.
Die Exponate sind je nach Material in verschiedenen
Bereichen ausgestellt und mit weitschweifigen
Erläuterungen in englischer Sprache versehen. |
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