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Wer Xi’an besucht und keine Jiaozi isst,
hat die Stadt nicht richtig kennengelernt. Diese kleinen
Köstlichkeiten, die am ehesten den deutschen Maultaschen
ähneln, sind inzwischen in ganz China verbreitet und
beliebt, doch ihr Ursprung und ihre Perfektion liegen in
Xi’an.
Die Jiaozi sind kleine Teigtaschen mit
unterschiedlichsten Füllungen, meist eine Mischung aus
Gemüse, Fleisch oder Garnelen, manchmal aber auch mit
Tofu gefüllt oder sogar süß. Sie werden in Wasser
gekocht und anschließend vor dem Verzehr in eine
Mischung aus Sojasoße, Essig, Koriander und Knoblauch
getunkt.
Einer Legende zur Folge soll um 100 n. Chr. eine Typhus
Epedemie im Norden Chinas gewütet haben. Die Leute
litten an der Seuche ebenso sehr, wie an der
winterlichen Kälte und einer Hungersnot. In dieser Zeit
soll ein Arzt namens Zhang Zhongjing eine erste Form der
Jiaozi entwickelt haben, welche zahlreichen Menschen das
Leben rettete. Seitdem verbreitete sich das Gericht im
ganzen Land und fand zahlreichen Zuspruch. |
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