
Terrakotta Armee

Terrakotta Armee |
Einer der bedeutendsten
archäologischen Funde Chinas wurde 1974 nördlich von
Xi’an gemacht: Dort stieß man auf das Mausoleum des
Kaisers Qin Shihuangdi, welcher sich im Jahre 210 v.Chr.
mit der Nachbildung einer kompletten Armee bestatten
ließ.
Tonsoldaten und
Streitwagen
36 Jahre lang hatten bis zu 70.000 Handwerker an
dem Grabmahl gearbeitet, welches jedoch wenige Jahre
nach dem Tod des Kaisers schon geplündert und stark
beschädigt worden war. Jeder der bisher geborgenen 3.000
Soldaten besitzt bemerkenswert detailgetreu gearbeitete,
individuelle Gesichtszüge und steht dem Besucher in
Lebensgröße gegenüber.
Einige Wissenschaftler vertreten
die Theorie, dass hier reale Personen abgebildet wurden,
da eine derart genaue Abbildung nur mit echten Modellen
möglich sei.
Zusätzlich zu den Soldaten stieß man auf Gefechtswagen,
Waffen, Wohnhäuser, Künstler und eine Grube seltener
Tiere.
Grube 1, 2 und 3
Insgesamt wird die Größe das Areals auf über
56km² geschätzt, die Armee verteilt sich allerdings auf
nur 3 Gruben. Während sich in Grube 1 die meisten
Krieger befinden, lohnt ein Blick in Grube 2 vor allem
wegen der stark unterschiedlich gestalteten Figuren.
Besonders lohnenswert ist ein Besuch des kleinen
Museums, das dort 2 einzigartig detailgetreu gearbeitete
Streitwagen aus Bronze präsentiert, bei denen man sogar
die Fingerabdrücke des Fahrers erkennen kann!
In Grube 3
wurde das Hauptquartier nachgestellt, in dem sich eine
Ehrengarde und Überreste eines Opferrituals finden
lassen. Der eigentliche Höhepunkt, der Grabhügel des
Kaisers, ist bisher noch unangetastet.
Ein Museum gibt anschauliche Informationen zu den
Ausgrabungen, dem Aussehen der Krieger und derzeitigen
Forschungsstand. Geschätzt wird, dass noch mindestens
5.000 weitere Figuren im Erdreich ruhen. Der Fund ist
auch deshalb so einzigartig, weil das Mausoleum nie in
einem historischen Werk Erwähnung fand. |
|