An der Route von Bus Nr. 3 den Fluss entlang nach
Nordwesten liegt in einer malerischen Schlucht die
beeindruckendste und am meisten besuchte revolutionäre
Stätte:
das Revolutionäre
Hauptquartier Yangjialing. In den frühen
1940er Jahren befand sich an diesem Ort das Büro
des Zentralkomitees, und hier machte sich Mao erstmals
konkret Gedanken darüber,
wie ein kommunistischer chinesischer Staat aussehen könnte.
In der kapellenartigen Halle wurde die erste Sitzung des
ZK abgehalten. In den Hängen
darüber befanden sich
die Wohnhöhlen von Mao,
Zhou Enlai, Liu Shaoqi und Zhude.
Zurück in der Stadt,
umfasst das Revolutionäre
Hauptquartier Wangjiaping in Nachbarschaft des
Revolutionsmuseums eine Ansammlung niedriger Gebäude.
Vom Museumskomplex kommend geht man nach links und läuft
200 m bis zur Zufahrt. Ein grosses Schild
über der Strasse weisst
den Weg. Die schlichten, weiss verputzten Flachbauten
aus Stroh, Lehm und Ziegeln, die die typische
traditionelle Architektur der Gegend widerspiegeln, sind
elegant gebaut, mit Gitterfenstern aus Holz, die mit
Papier ausgekleidet sind, auf dem manchmal noch der
kommunistische Stern prangt. Der Komplex strahlt ein
nahezu klösterliches
Flair aus und ist von einer Bescheidenheit, die mit der
von Mönchskammern
vergleichbar ist. Die Haupthalle ist ein schmuckloser
Holzbau mit Reihen von Holzbänken
vor einem Podium und erinnert an eine Gebetshalle.
Am Ende einer Seitenstrasse der Zhongxin Street liegt
zwischen der Post und dem Yan’an Hotel das unscheinbare
Revolutionäre
Hauptquartier Fenghuangshan. Dies war die erste
Niederlassung der Kommunisten. In den Jahren 1937 und
1938 dienten die beiden Haupträume
im westlichen Innenhof als Maos Schlaf- bzw.
Studierzimmer. Noch immer werden hier sein Holzbett,
sein Schreibtisch mit Stühlen
und eine Latrine aufbewahrt – ebenso wie eine Sammlung
von Briefen und Fotos von kommunistischen Funktionären,
die alle nur chinesisch beschriftet sind. |
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