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Gushan, der Trommelberg bei Fuzhou

Am Ostrand von Fuzhou steigt ein bewaldeter Berg auf, an dessen Hang ein Kloster aus der Zeit der Fünf Dynastien liegt. Der Name kommt von einem Felsen, der bei Regen wie eine Trommel klingen soll.

RedaktionAktualisiert September 2026

Zeichnung in Tusche zum Thema: Gushan, der Trommelberg bei Fuzhou
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Auf dem alten Stufenweg zum Gushan stehen links und rechts Schriftzeichen im Fels, manche zwei Hände hoch, manche kaum lesbar unter Moos. Über Jahrhunderte haben Beamte, Dichter und Pilger ihre Namen, Gedichte und Sinnsprüche hier eingemeißelt, und am Berg sind es Hunderte. Wer hinaufsteigt, liest im Vorbeigehen ein Stück Regionalgeschichte.

Was ist Gushan?

Gushan, der Trommelberg, liegt am östlichen Stadtrand von Fuzhou, der Hauptstadt der Provinz Fujian. Den Namen verdankt er der Überlieferung nach einem Felsen am Gipfel, der bei starkem Regen trommelähnlich dröhnen soll. Der Berg ist seit langem Ausflugsziel der Stadt, und an Wochenenden sind die Wege entsprechend belebt.

Das Yongquan-Kloster

Mittelpunkt ist das Yongquan-Kloster, gegründet Anfang des 10. Jahrhunderts, als Wang Shenzhi in Fujian das Königreich Min regierte. Es gehört zu den bedeutenden Chan-Klöstern Südchinas und ist bis heute bewohnt. Bekannt ist es für seine Sammlung buddhistischer Schriften, darunter alte Druckstöcke, und für zwei Pagoden aus glasierter Keramik aus der Song-Zeit, die vor der Haupthalle stehen. Sie wurden erst im 20. Jahrhundert von einem anderen Kloster hierher versetzt. Grundlagen zum Buddhismus in China stehen unter Religionen Chinas.

Das Kloster hat ein vegetarisches Restaurant, wie viele große Klöster, und mittags sitzen dort Pilger neben Wanderern.

Wege auf den Berg

Der klassische Aufstieg ist der alte Steinweg vom Fuß des Berges, gepflastert und schattig, mit den Felsinschriften am Rand. Er ist kein Spaziergang, aber auch keine Bergtour. Wer weitere Wanderziele in China sucht, findet sie unter Wandern in China. Alternativ fährt man per Bus bis in die Nähe des Klosters und läuft nur abwärts.

Fuzhou ist per Schnellzug mit Xiamen, Shanghai und anderen Städten der Ostküste verbunden, siehe Zugfahren in China.

Eine Nebenspur: Lin Zexu

Fuzhou ist die Heimatstadt von Lin Zexu, dem kaiserlichen Kommissar, der 1839 in Kanton die Opiumbestände der britischen Händler vernichten ließ und damit den Ersten Opiumkrieg auslöste. Nach dem Krieg wurde Fuzhou einer der ersten Vertragshäfen für den Außenhandel. In der Stadt erinnert eine Gedenkstätte an Lin Zexu; wer Macau besucht, begegnet ihm im Norden der Halbinsel ein zweites Mal. Wo Fujian im Land liegt, zeigt China im Überblick.

Aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise vor Ort oder beim Betreiber prüfen. Fuzhou wird wegen seiner vielen Banyanbäume auch Rongcheng genannt, Stadt der Banyans. Wer im Sommer vom Berg zurückkommt, weiß den Schatten dieser Bäume in den Straßen zu schätzen.

FAQHäufige Fragen

Muss man zu Fuß hinauf?

Nein. Es gibt eine Straße mit Busverbindung bis in die Nähe des Klosters. Der alte Stufenweg ist aber der schönere Weg und für normal trainierte Wanderer gut machbar.

Wann ist die beste Zeit für Gushan?

Frühjahr und Herbst. Im Sommer ist Fuzhou sehr heiß und feucht, dann lohnt ein früher Start, weil es am Berg im Schatten der Bäume und mit der Höhe etwas kühler ist.

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