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China Reisetipps: die praktische Checkliste vor der Abreise

Wer in China ankommt, braucht am ersten Abend drei Dinge: einen gültigen Pass in der Tasche, eine Bezahl-App, die funktioniert, und Datenverbindung für die Karte. Alles Weitere lässt sich unterwegs regeln.

RedaktionAktualisiert September 2026

Zeichnung in Tusche zum Thema: China Reisetipps: die praktische Checkliste vor der Abreise
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Am Schalter der Einreisekontrolle in Peking-Daxing oder Shanghai-Pudong entscheidet sich, ob die Vorbereitung gereicht hat. Ein gültiger Pass, eine plausible Unterkunftsadresse und ein Handy mit funktionierender Bezahl-App sind das, was in den ersten Stunden zählt. Die folgende Reihenfolge folgt genau dieser Logik: erst das, was eine Reise verhindern kann, dann das, was sie mühsam macht, zuletzt das, was sie angenehmer macht.

Viele Reisende planen China wie Thailand oder Japan und stolpern dann über Dinge, die dort keine Rolle spielen. Karten werden selten direkt akzeptiert, bekannte Apps laufen nicht, und der Stecker passt nicht in die Dose. Nichts davon ist schwierig. Es muss nur vor dem Abflug erledigt sein, weil manches in China selbst kaum noch nachzuholen ist, etwa die Einrichtung einer Bezahl-App ohne funktionierende Datenverbindung.

Welche Reihenfolge hat die Checkliste?

Die Punkte sind nach Dringlichkeit geordnet. Jeder verweist auf die ausführliche Seite zum Thema.

  1. Pass und Einreise. Pass auf Gültigkeit prüfen und klären, ob der Reisezweck unter die visumfreie Einreise fällt oder ein Visum nötig ist: China Visum.
  2. Geld. Zwei Karten verschiedener Netzwerke mitnehmen, Alipay oder WeChat Pay einrichten, etwas Bargeld in Yuan einplanen: Währung, Bargeld und Geldautomaten.
  3. Handy und Internet. Entscheiden zwischen Roaming, Reise-eSIM und lokaler SIM-Karte, und wissen, welche Dienste gesperrt sind: Internet, eSIM und Apps.
  4. Strom. Adapter für die chinesischen Steckdosen einpacken, Ladegeräte auf Spannungsbereich prüfen, Powerbanks ins Handgepäck: Strom und Zeitverschiebung.
  5. Gesundheit. Reisemedizinische Beratung rechtzeitig einplanen, Auslandskrankenversicherung abschließen, Medikamente im Originalkarton mitnehmen: Gesundheit in China.
  6. Kleidung. Nach Saison und Region packen, bequeme Schuhe für Treppen und Mauerabschnitte: Kleidung und Packliste.
  7. Apps für unterwegs. Amap, Didi und die Metro-Codes vor der Reise installieren und testen: Amap, Didi und Metro-Apps.
  8. Sprache. Übersetzungs-App mit Kamerafunktion laden, Hoteladressen auf Chinesisch speichern, ein paar Zahlen und Höflichkeitsformeln lernen: Sprache, Internet und Alltagsdetails.

Die Reihenfolge hat einen praktischen Grund. Ohne geklärte Einreise ist jede weitere Buchung ein Risiko, und ohne Datenverbindung scheitert oft schon die Verifizierung der Bezahl-App, die per SMS oder Gesichtserkennung läuft. Strom, Kleidung und Sprache lassen sich zur Not auch in China lösen, denn Adapter gibt es in jedem Elektronikladen und Jacken auf jedem Markt.

Was muss vor der Buchung feststehen?

An erster Stelle steht der Pass. Er muss für die Einreise ausreichend lange gültig sein, und er ist in China weit mehr als ein Grenzdokument. Hotels registrieren Gäste mit Passnummer bei der Polizei, Zugtickets sind an die Passnummer gebunden, und auch der Eintritt in viele große Sehenswürdigkeiten wird online mit Pass reserviert. Wer den Pass im Hotelsafe lässt, kommt in manchen Museen nicht hinein.

Ob ein Visum nötig ist, hängt vom Reisezweck und von der Aufenthaltsdauer ab. Für touristische Aufenthalte gilt für deutsche Staatsangehörige derzeit eine visumfreie Regelung; die genaue Frist und die Bedingungen stehen im Kasten auf der Seite zum Visum. Wer länger bleibt, in China ein Praktikum macht, einen Sprachkurs besucht oder dort filmt, braucht in der Regel ein Visum, das über ein Visa-Zentrum beantragt wird. Den Ablauf beschreibt die Seite zur Visumbeantragung. Für kurze Zwischenstopps auf dem Weg in ein Drittland gibt es außerdem eine gesonderte Transitregelung.

Das Auswärtige Amt führt eine eigene Länderseite mit Reise- und Sicherheitshinweisen zu China. Diese Seite lohnt einen Blick kurz vor der Abreise, weil dort Änderungen bei Einreise, Zoll und Gesundheit zuerst auftauchen. Wer sich in die Krisenvorsorgeliste Elefand einträgt, wird im Ernstfall von der Botschaft erreicht.

Was passiert am Ankunftstag?

Die Einreise selbst ist an großen Flughäfen routiniert. Ausländische Reisende geben an Automaten oder am Schalter ihre Fingerabdrücke ab, legen den Pass vor und beantworten gelegentlich Fragen nach Unterkunft und Reisedauer. Eine Hoteladresse sollte deshalb griffbereit sein, am besten auf Chinesisch und auf Englisch. Wo eine Einreisekarte verlangt wird, liegen die Formulare in der Halle aus, an manchen Flughäfen lässt sie sich vorab online ausfüllen.

Nach dem Zoll folgen die ersten praktischen Schritte. Wer keine eSIM aktiviert hat, findet in der Ankunftshalle meist Schalter der großen Mobilfunkanbieter, an denen eine SIM-Karte mit dem Pass registriert wird. Geldautomaten stehen ebenfalls dort, und es ist sinnvoll, schon am Flughafen einen kleinen Betrag abzuheben, um beim ersten Taxi oder Kiosk nicht allein auf die App angewiesen zu sein. Für die Fahrt in die Stadt gibt es an den großen Drehkreuzen Schnellbahnen und Metro, in Shanghai etwa die Magnetschwebebahn Transrapid zwischen Pudong und der Longyang Road, dazu offizielle Taxistände mit Warteschlange.

Unangenehm wird es nur, wenn am ersten Abend alles gleichzeitig nicht funktioniert: keine Daten, keine freigeschaltete Karte, kein Bargeld. Genau deshalb steht die Vorbereitung dieser drei Punkte vor allem anderen. Wer im Hotel angekommen ist, kann den Rest in Ruhe angehen, denn Rezeptionen internationaler Häuser helfen erfahrungsgemäß bei Taxi, Adressen und kleinen Problemen mit den Apps.

Wie bezahlt man in China?

Der Alltag läuft über QR-Codes. Am Straßenstand, im Taxi und im Museumsshop scannt man einen Code oder zeigt den eigenen vor, und die Zahlung geht über Alipay oder WeChat Pay. Beide Apps nehmen inzwischen ausländische Kredit- und Debitkarten an. Die Einrichtung dauert eine Viertelstunde, sollte aber zu Hause passieren, weil die Bank bei der ersten Zahlung gelegentlich eine Freigabe verlangt, die über die deutsche Nummer bestätigt wird.

Bargeld bleibt trotzdem sinnvoll. Kleine Scheine helfen, wenn die App streikt, der Akku leer ist oder ein älterer Händler auf dem Land keinen Code hat. Geldautomaten großer chinesischer Banken akzeptieren ausländische Karten meist, nicht jeder Automat aber jede Karte. Mehr dazu auf der Seite zur Währung und im ausführlichen Beitrag über das Bezahlen in China, der beide Apps Schritt für Schritt vergleicht.

Handy, Internet und Strom

Ein Handy mit Datenverbindung ist in China keine Bequemlichkeit, sondern Werkzeug. Bezahlen, Taxi rufen, Metro-Code zeigen, Adresse übersetzen: all das läuft über das Telefon. Wer mit dem deutschen Tarif roamt oder eine Reise-eSIM nutzt, hat meist weiter Zugriff auf Google-Dienste und WhatsApp, weil der Datenverkehr über das Ausland geleitet wird. In Hotel-WLANs und mit einer chinesischen SIM-Karte sind diese Dienste gesperrt. Das sollte vor der Reise klar sein, denn Karten, Tickets und Buchungsbestätigungen, die nur in Gmail liegen, sind sonst unerreichbar.

Mindestens eine Offline-Kopie aller Buchungen gehört deshalb aufs Telefon, als PDF oder Screenshot. Dazu die Adresse jedes Hotels auf Chinesisch, damit sie einem Taxifahrer gezeigt werden kann.

Beim Strom genügt ein Adapter, der die in China üblichen Steckertypen abdeckt. Die meisten Handy- und Laptop-Netzteile verkraften die chinesische Netzspannung ohne Weiteres. Einen Föhn oder ein Glätteisen sollte man vorher prüfen, und wer mehrere Geräte lädt, nimmt am besten eine Mehrfach-USB-Ladestation mit, dann reicht ein einziger Adapter.

Gesundheit und Kleidung

Für China gelten keine besonderen Pflichtimpfungen für die Einreise aus Deutschland, eine reisemedizinische Beratung vor der Abreise empfiehlt das Auswärtige Amt trotzdem. Welche Impfungen im Einzelfall sinnvoll sind, hängt von Route, Jahreszeit und Reisestil ab. Wer in Yunnan wandert, im Winter in Peking unterwegs ist oder in Hochlagen reist, hat andere Themen als ein Städtereisender in Shanghai. Die Seite zur Gesundheit ordnet Luftqualität, Leitungswasser und Apotheken ein.

Bei der Kleidung ist die Spannweite groß. Peking kann im Januar eisig sein, während Guangzhou schwül bleibt, und in Guilin regnet es im Frühsommer oft tagelang. Einen Überblick nach Monaten bietet die Seite zur Reisezeit und zum Klima. Wichtiger als modische Fragen sind gute Schuhe, denn die meisten Sehenswürdigkeiten bestehen aus Treppen, Höfen und langen Wegen über Stein.

Apps und Sprache vor Ort

Neben den Bezahl-Apps braucht man vor allem zwei Werkzeuge: eine Karte und einen Fahrdienst. Amap, auf Chinesisch Gaode Ditu, ist die verbreitetste Karten-App und zeigt auch Metro-Linien, Busse und Eingänge von Sehenswürdigkeiten. Didi ist der größte Fahrdienst und lässt sich auch als Mini-Programm innerhalb von Alipay nutzen, was die Einrichtung vereinfacht. Metro-Tickets zahlt man in den meisten Großstädten mit einem QR-Code aus Alipay oder WeChat.

Beim Thema Sprache hilft Realismus. In den Hotels internationaler Ketten und an den Schaltern großer Bahnhöfe wird Englisch gesprochen, im Taxi, in der Garküche und in der Apotheke eher nicht. Eine Übersetzungs-App mit Kamerafunktion übersetzt Speisekarten und Schilder in Sekunden, auch wenn das Ergebnis manchmal kurios ausfällt. Die Zahlen von eins bis zehn, dazu „ni hao“ und „xie xie“, reichen für erstaunlich viele Situationen. Hilfreich ist außerdem eine kleine Sammlung von Screenshots mit Sätzen auf Chinesisch, die man häufig braucht: die Bitte, ohne Chili zu kochen, der Hinweis auf eine Allergie, die Frage nach der nächsten Metrostation. Solche Sätze lassen sich zu Hause in Ruhe vorbereiten und unterwegs einfach vorzeigen, auch wenn gerade kein Netz verfügbar ist. Wer mehrere Städte bereist, legt für jede Station einen Ordner mit Hoteladresse, Anfahrt und Buchungsbestätigung an.

Nebenbei lohnt ein Blick auf die Handzeichen für Zahlen. In China werden die Zahlen von sechs bis zehn mit einer Hand gezeigt, und zwar anders als in Europa: Die Sechs ist die abgespreizte Hand mit Daumen und kleinem Finger, die Zehn oft eine Faust oder gekreuzte Zeigefinger. Auf Märkten, wo gerechnet und gehandelt wird, erspart das manche Verwechslung.

Was gilt für besondere Situationen?

Wer rund um die großen Feiertage reist, braucht mehr Vorlauf. Zum Frühlingsfest und in der Woche um den Nationalfeiertag am 1. Oktober sind Züge, Flüge und Hotels auf Wochen ausgebucht, und an bekannten Orten wie der Verbotenen Stadt stehen Tausende an. Die Reservierung von Eintrittskarten mit Pass wird dann zur Pflicht.

Reisen in abgelegene Regionen haben eigene Regeln. Für Tibet ist neben der Einreise nach China eine zusätzliche Genehmigung nötig, die nur über registrierte Veranstalter vor Ort erteilt wird. In Teilen von Xinjiang gibt es häufige Ausweiskontrollen. In Hochlagen ab etwa dreitausend Metern, wie in Shangri-La oder am Rand des tibetischen Hochlands, sollte man die ersten Tage langsam angehen.

Ein Sonderfall, der oft unterschätzt wird, sind Hongkong und Macau. Beide Sonderverwaltungszonen haben eigene Grenzkontrollen, eine eigene Währung und ein eigenes Internet, in dem Google, WhatsApp und westliche Nachrichtenseiten ohne Umweg funktionieren. In Hongkong steckt man den britischen Dreipolstecker Typ G in die Dose, ein China-Adapter hilft dort also nicht weiter. Wer vom Festland nach Hongkong und wieder zurück reist, verlässt aus Sicht der Grenzbehörden das Festland und reist neu ein, was bei der Planung der Aufenthaltstage zu bedenken ist.

Und dann gibt es die Kleinigkeiten, die niemand auf eine Liste schreibt. Viele öffentliche Toiletten haben kein Papier, eine Packung Taschentücher gehört deshalb in jede Tasche. Trinkgeld ist in China, anders als in Hongkong, außerhalb internationaler Hotels kaum üblich. Und in Restaurants wird oft eine Serviettenpackung auf den Tisch gelegt, die extra berechnet wird; wer sie nicht öffnet, kann sie meist zurückgeben.

FAQHäufige Fragen

Was sollte man für China als Erstes erledigen?

Zuerst die Einreise klären: Pass prüfen und feststellen, ob die visumfreie Einreise für den Reisezweck gilt. Erst danach lohnt es sich, Flüge fest zu buchen und Bezahl-Apps einzurichten. Einzelheiten stehen auf der Seite China Visum.

Reicht eine Kreditkarte für China?

Allein nicht. Viele Geschäfte, Taxis und Garküchen erwarten eine Zahlung per Alipay oder WeChat Pay. Die Kreditkarte wird in diesen Apps hinterlegt, dazu kommt etwas Bargeld in Yuan für Ausfälle.

Funktionieren Google Maps und WhatsApp in China?

Über ein chinesisches WLAN oder eine lokale SIM-Karte sind Google-Dienste, WhatsApp und viele westliche Netzwerke gesperrt. Mit Roaming oder einer Reise-eSIM läuft der Datenverkehr meist über das Ausland und diese Dienste bleiben oft erreichbar. Für die Orientierung vor Ort ist Amap ohnehin genauer.

Braucht man für China einen Reiseadapter?

Ja. Deutsche Schukostecker passen nicht in chinesische Steckdosen. Welche Steckertypen gelten, steht mit Stand und Quelle auf der Seite Strom und Steckdose in China.

Kommt man in China ohne Chinesisch zurecht?

In Großstädten meist ja, mit Übersetzungs-App, Hotelkarte mit chinesischer Adresse und Geduld. Auf dem Land und in kleinen Restaurants wird es schwieriger; Speisekarten mit Bildern und das Zeigen auf dem Handy helfen dort am meisten.

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