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Beste Reisezeit China: Klima nach Regionen und Planung der Rundreise

Wenn in Peking die Luft im Oktober klar und trocken ist, fällt in Hainan noch Taifunregen, und in Yunnan beginnt gerade die beste Zeit. China hat kein einheitliches Wetter, sondern ein halbes Dutzend Klimazonen.

RedaktionAktualisiert September 2026

Zum Reisezeit-Planer

Zeichnung in Tusche zum Thema: Beste Reisezeit China: Klima nach Regionen und Planung der Rundreise
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Reisezeit-Planer

Welche Regionen sind wann am besten zu bereisen?

Nach Auswahl eines Monats zeigt die Tabelle, welche Regionen dann gut zu bereisen sind. Ohne Auswahl steht das ganze Jahr im Überblick.

Reisezeit nach Region (Einschätzung der Redaktion)

RegionJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Peking & Nordchinaungünstigungünstigmit Einschränkungengutgutmit Einschränkungenungünstigungünstiggutgutmit Einschränkungenungünstig
Shanghai & Ostküsteungünstigungünstigmit Einschränkungengutgutungünstigungünstigungünstigmit Einschränkungengutgutmit Einschränkungen
Guilin & Südchinamit Einschränkungenmit Einschränkungenmit Einschränkungenmit Einschränkungenungünstigungünstigmit Einschränkungenmit Einschränkungengutgutgutmit Einschränkungen
Yunnangutgutgutgutmit Einschränkungenmit Einschränkungenungünstigungünstigmit Einschränkungengutgutgut
Sichuan & Yangtzeungünstigmit Einschränkungenmit Einschränkungengutgutmit Einschränkungenungünstigungünstiggutgutmit Einschränkungenungünstig
Hongkong & Macaugutmit Einschränkungenmit Einschränkungenmit Einschränkungenmit Einschränkungenungünstigungünstigungünstigmit Einschränkungengutgutgut
Tibet & Hochlandungünstigungünstigungünstigmit Einschränkungengutgutmit Einschränkungenmit Einschränkungengutgutmit Einschränkungenungünstig
Hainangutgutgutmit Einschränkungenmit Einschränkungenungünstigungünstigungünstigungünstigmit Einschränkungengutgut

gut mit Einschränkungen ungünstig

  • Peking & Nordchina:Frühling und Herbst trocken und mild; Juli/August heiß und regnerisch, Winter frostig.
  • Shanghai & Ostküste:Im Juni die Pflaumenregenzeit, im Hochsommer schwül, im September Taifunrisiko.
  • Guilin & Südchina:Die stärksten Regenfälle von April bis Juni; der Herbst ist klar und warm.
  • Yunnan:Trockenzeit von November bis April, im Sommer Monsunregen in den Bergen.
  • Sichuan & Yangtze:Frühling und Herbst angenehm, Sommer drückend heiß, Winter feucht-kalt.
  • Hongkong & Macau:Oktober bis Dezember trocken und sonnig; Sommer heiß, nass, taifungefährdet.
  • Tibet & Hochland:Mai/Juni und September/Oktober am stabilsten; Winter sehr kalt, im Hochsommer Regen.
  • Hainan:Warm und trocken im Winter; Sommer und Frühherbst sind Regen- und Taifunzeit.

Ende Oktober kann man am Morgen auf der Großen Mauer bei Mutianyu in klarer, kühler Luft stehen und am Abend desselben Tages in Kunming im T-Shirt über einen Markt laufen. Wer drei Wochen später in Sanya ankommt, findet dort gerade das Ende der Regenzeit. China erstreckt sich von der Taiga an der Grenze zu Russland bis zu den Tropen des Südchinesischen Meeres und vom Tiefland der Küste bis auf das Hochland von Tibet. Eine einzige beste Reisezeit China-weit gibt es deshalb nicht, sondern für jede Region eine eigene, und für eine Rundreise durch mehrere Regionen einen Kompromiss.

Der Reisezeit-Planer oben zeigt diese Einschätzung für acht Regionen und alle zwölf Monate. Die folgenden Abschnitte erklären, woher sie kommt: welches Klima in welcher Region herrscht, wann Regen, Hitze, Kälte oder Taifune die Reise erschweren und welche Feiertage man im Kalender haben sollte, bevor ein Flug gebucht wird.

China Klima im Überblick: Monsun, Norden und Süden

Das Klima Chinas wird vom Monsun bestimmt. Im Winter weht kalte, trockene Luft aus Sibirien und der Mongolei über das Land, im Sommer bringt feuchte Luft vom Pazifik und vom Indischen Ozean den Regen. Daraus folgt eine einfache Grundregel, die fast überall gilt: Die Winter sind trocken, die Sommer nass, und der meiste Regen fällt zwischen Mai und September. Wie kalt der Winter und wie heiß der Sommer wird, hängt von der Breite und der Höhe ab.

Die wichtigste Grenze verläuft entlang der Qinling-Berge und des Huai-Flusses, ungefähr auf der Höhe von Xi’an. Nördlich davon sind die Winter frostig und die Häuser traditionell mit Zentralheizung ausgestattet, südlich davon sind die Winter zwar feucht und kühl, aber selten frostig, und geheizt wurde lange Zeit gar nicht. Wer im Januar Nanjing, Wuhan oder Shanghai besucht, friert deshalb oft mehr als in Peking: draußen ist es wärmer, drinnen aber kälter. Diese Grenze ist bis heute im Alltag spürbar, auch wenn inzwischen viele Wohnungen im Süden Klimaanlagen mit Heizfunktion haben.

Für die Reiseplanung ergeben sich daraus zwei Faustregeln. Die Übergangsjahreszeiten Frühling und Herbst sind in fast allen Regionen am angenehmsten, der Herbst meist noch etwas mehr als der Frühling, weil er trockener ist und die Sicht besser. Und: Je weiter südlich und je tiefer eine Region liegt, desto mehr verschiebt sich die beste Zeit in den Winter; je höher, desto mehr in den Frühsommer und Frühherbst.

Beste Reisezeit China nach Regionen

Die Reisezeit China betreffend lohnt es sich, jede Region einzeln zu betrachten, denn eine klassische Rundreise führt fast immer durch drei oder vier Klimazonen. Die Einschätzungen der folgenden Abschnitte entsprechen den Zeilen im Planer oben.

Peking und Nordchina

Die beste Reisezeit für Peking liegt im April und Mai sowie im September und Oktober. Dann ist es trocken, mild und die Sicht meist klar, ideal für die Große Mauer und lange Tage in Parks und Hutongs. Der März und der November sind kühl, aber möglich, im März kann Staub aus den Wüsten im Nordwesten die Luft trüben. Der Sommer ist heiß und schwül, und im Juli und August fällt der größte Teil des Jahresniederschlags, oft als heftiger Gewitterregen am Nachmittag. Der Winter ist frostig, trocken und sonnig; wer Kälte verträgt, erlebt die Verbotene Stadt dann mit wenigen Besuchern und manchmal mit Schnee auf den gelben Dächern. Ein Frühjahrsphänomen, auf das kein Wetterbericht hinweist, ist der Flaum der Pappeln und Weiden. Ende April und im Mai treiben in Peking weiße Flocken wie Schneeflusen durch die Straßen, sammeln sich in Ecken und kitzeln in der Nase; wer empfindlich reagiert, hat eine Maske dabei. Weiter nordöstlich, in Harbin, ist der Winter sehr kalt. Dort findet im Januar das Internationale Eis- und Schneefestival statt, mit Gebäuden aus Eisblöcken aus dem Songhua-Fluss.

Shanghai und die Ostküste

Die beste Reisezeit für Shanghai, Hangzhou, Suzhou und die Wasserstädte des Yangtze-Deltas sind April und Mai sowie Oktober und November. Im Juni beginnt die Pflaumenregenzeit, auf Chinesisch méiyǔ, die bis in den Juli reicht und wochenlang feuchte, graue Tage mit Dauerregen bringen kann. Der Name stammt von der Zeit, in der die Pflaumen reifen. Danach folgt ein heißer, drückend schwüler Hochsommer. Im August und September können Taifune die Küste erreichen, meist mit einem oder zwei Tagen Sturm und Starkregen, in denen Fähren und Flüge ausfallen. Der Winter ist feucht und kühl, im Dezember oft noch erträglich, im Januar und Februar eher ungemütlich.

Guilin und Südchina

In Guilin, Yangshuo und Guangzhou fällt der meiste Regen von April bis Juni, dann steht der Li-Fluss hoch und die Karstberge verschwinden oft im Dunst. Die beste Zeit ist der Herbst von September bis November: klar, warm und trocken, mit guter Sicht auf die Kegelberge. Im Hochsommer ist es sehr heiß und feucht, aber die Landschaft ist dann am grünsten. Der Winter ist mild und kühl; bei niedrigem Wasserstand können Bootsfahrten auf dem Li-Fluss eingeschränkt sein. Wer die Reisterrassen von Longji sehen möchte, plant für das frische Grün das späte Frühjahr ein und für das Gold der Reifezeit den frühen Herbst.

Yunnan

Yunnan folgt einem anderen Rhythmus. Die Provinz liegt auf einem Hochplateau, und ihre Hauptstadt Kunming heißt auf Chinesisch Chūnchéng, Stadt des Frühlings, weil es dort weder richtig heiß noch richtig kalt wird. Von November bis April herrscht Trockenzeit, mit klaren Tagen, kalten Nächten in Dali und Lijiang und Schnee auf den Gipfeln am Jadedrachen-Schneeberg. Von Juni bis September bringt der Monsun Regen in die Berge, und in den tieferen Tälern kann es zu Erdrutschen kommen, die Straßen sperren. Für eine Wanderung in der Tigersprungschlucht sind Oktober und November ideal. Die Seite Südlich der Wolken beschreibt die Region ausführlich.

Sichuan und der Yangtze

In Chengdu und entlang des mittleren Yangtze sind April und Mai sowie September und Oktober die beste Zeit. Der Sommer ist drückend heiß und feucht, der Winter feucht-kalt und grau. Sichuan ist berühmt für seinen bedeckten Himmel; ein altes Sprichwort erzählt, dass die Hunde in Sichuan die Sonne anbellen, weil sie sie so selten sehen. Chongqing, Wuhan und Nanjing gelten im Volksmund als die Backöfen Chinas, weil die Sommer in den Flusstälern besonders schwül sind. Der Winter hat in Chengdu trotzdem seinen Reiz: Die Teehäuser im Volkspark sind dann voll, an den Tischen wird Mahjong gespielt, und ein Ohrenreiniger geht mit seinem klingenden Werkzeug von Tisch zu Tisch. Für eine Kreuzfahrt durch die Drei Schluchten sind Frühling und Herbst deshalb die beste Wahl, mehr dazu auf der Seite zu den Yangtze-Kreuzfahrten. Für den Pandapark bei Chengdu gilt dieselbe Regel wie für alle Tierbesuche: morgens kommen, weil die Pandas in der Mittagshitze schlafen, im Sommer noch früher.

Hongkong und Macau

Hongkong und Macau sind von Oktober bis Dezember am angenehmsten: trocken, sonnig und warm, ideal für Wanderungen auf den Hügeln von Hong Kong Island. Januar bis April sind kühler und manchmal neblig, aber noch gut zu bereisen. Von Mai bis September ist es heiß, schwül und regnerisch, und in dieser Zeit ziehen die meisten Taifune durch. Das Hong Kong Observatory gibt dann Signalstufen aus; bei den höheren Stufen schließen Büros und Geschäfte, und Fähren stellen den Betrieb ein. Einzelheiten zu beiden Städten stehen auf der Seite zu Hongkong und Macau.

Tibet und das Hochland

Auf dem tibetischen Hochland zählt vor allem die Höhe. Mai und Juni sowie September und Oktober sind am stabilsten, mit klarer Luft, trockenen Tagen und starker Sonne. Im Juli und August fällt der Sommerregen, der zwar oft nur nachmittags kommt, aber Straßen aufweichen und die Sicht auf die Berge verdecken kann. Der Winter ist sehr kalt und trocken. Für Reisen nach Tibet gelten besondere Genehmigungsregeln, über die das Auswärtige Amt informiert: Die Genehmigung läuft nur über eine zugelassene Agentur und nur für Gruppen. Die Höhe ist unabhängig von der Jahreszeit ein Thema, Hinweise zur Anpassung stehen auf der Seite zur Gesundheit in China.

Hainan

Hainan, die tropische Insel im Süden, ist das Winterziel Chinas. Von November bis März ist es warm und trocken, das Meer bei Sanya angenehm zum Baden. Von Juni bis Oktober ist Regen- und Taifunzeit, heiß, schwül und mit heftigen Schauern. Das beliebteste Winterziel ist dann auch das teuerste und am stärksten besuchte, besonders rund um das Frühlingsfest, wenn halb Nordchina der Kälte entflieht.

Nordwesten, Seidenstraße und Innere Mongolei

Nicht im Planer, aber für manche Rundreise wichtig, sind die trockenen Regionen im Nordwesten. Entlang der Seidenstraße in Gansu und Xinjiang herrscht ausgeprägtes Kontinentalklima: sehr heiße, aber trockene Sommer, eiskalte Winter und große Unterschiede zwischen Tag und Nacht. Die Oasenstadt Turpan liegt in einer Senke, die bis unter den Meeresspiegel reicht, und gilt als einer der heißesten Orte Chinas. Für Dunhuang, die Mogao-Grotten und die Sanddünen am Mondsichelsee sind Mai, Juni, September und Oktober am angenehmsten. Das Grasland der Inneren Mongolei ist nur im Hochsommer wirklich grün, im Juli und August, wenn dort auch die Naadam-Feste mit Ringen, Reiten und Bogenschießen stattfinden.

Berge und Naturziele: Huangshan, Zhangjiajie, Jiuzhaigou

Für die großen Naturziele gilt oft ein eigener Kalender. Am Huangshan in Anhui liegt das berühmte Wolkenmeer unter den Gipfeln am häufigsten nach Regentagen im Frühjahr und Herbst; im Winter können Raureif und Schnee auf den Kiefern stehen, dann sind einzelne Wege gesperrt. In Zhangjiajie in Hunan, dessen Sandsteinsäulen viele aus Filmen kennen, hängt die Sicht stark vom Nebel ab, und im Sommer ist der Park voll. Das Tal von Jiuzhaigou im Norden Sichuans ist im Oktober am bekanntesten, wenn sich die Wälder rot und gelb färben und die Seen besonders klar sind; genau dann ist es auch am vollsten. Für alle drei Ziele lohnt es sich, einen Tag Spielraum einzuplanen, weil Wolken den Blick von einem Tag auf den anderen freigeben oder verstellen.

Reisezeit China Klimatabelle: die Regionen im Vergleich

Die folgende Tabelle fasst die Jahreszeiten qualitativ zusammen. Genaue Temperaturen sind bewusst nicht angegeben, weil sie von Stadt zu Stadt und von Jahr zu Jahr schwanken; die Grundmuster dagegen sind stabil.

RegionBeste MonateRegenreichste ZeitSommerWinter
Peking & NordchinaApril, Mai, September, OktoberJuli, Augustheiß, schwül, Gewitterfrostig, trocken, sonnig
Shanghai & OstküsteApril, Mai, Oktober, NovemberJuni, Juli (Pflaumenregen)heiß, schwül, Taifunrisiko im Spätsommerfeucht-kühl
Guilin & SüdchinaSeptember bis NovemberApril bis Junisehr heiß, feuchtmild
YunnanOktober bis AprilJuni bis SeptemberMonsunregen, mildtrocken, kalte Nächte
Sichuan & YangtzeApril, Mai, September, OktoberJuli, Augustdrückend heißfeucht-kalt, grau
Hongkong & MacauOktober bis JanuarMai bis Septemberheiß, nass, Taifunemild, trocken
Tibet & HochlandMai, Juni, September, OktoberJuli, AugustRegen am Nachmittagsehr kalt, trocken
HainanNovember bis MärzJuni bis OktoberRegen- und Taifunzeitwarm, trocken

Wer die Monate eines konkreten Reisezeitraums durchgehen möchte, wählt im Planer oben den Reisemonat aus; dann zeigt die Tabelle, welche Regionen in diesem Monat gut zu bereisen sind.

Regenzeit und Taifune: was sie für die Reise bedeuten

Regenzeit heißt in China selten, dass es den ganzen Tag regnet. Im Norden kommen die Sommergewitter meist am Nachmittag und sind nach einer Stunde vorbei, im Süden wechseln Schauer und Sonne. Anders ist es mit dem Pflaumenregen an der Ostküste, der tagelang als feiner Dauerregen fallen kann, und mit den Taifunen. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass zwischen Juni und Oktober vor allem an der Süd- und Südostküste mit Taifunen zu rechnen ist, und dass die chinesischen Behörden Unwetterwarnungen in vier Farbstufen per SMS und WeChat verschicken. Ab der orangefarbenen Stufe werden Flüge gestrichen und der Verkehr eingeschränkt.

Für die Reise bedeutet das: in der Regenzeit einen Puffertag einplanen, besonders vor einem Rückflug, und für Wanderungen und Bootsfahrten den Wetterbericht der letzten Tage prüfen. Leichte Regenkleidung und Schuhe, die nass werden dürfen, sind im Sommer wichtiger als ein Schirm. Was sonst in welcher Jahreszeit ins Gepäck gehört, beschreibt die Seite zu Kleidung und Packliste. Ein Nebenaspekt der Hitze: Im Sommer sind Klimaanlagen in Zügen, Einkaufszentren und Museen oft sehr kalt eingestellt. Eine Jacke im Tagesrucksack ist deshalb auch im August kein Fehler.

Golden Week und Frühlingsfest: wenn halb China unterwegs ist

Neben dem Wetter bestimmt der Feiertagskalender die Reisezeit. Zwei Zeiträume sollte man kennen. Die sogenannte Golden Week rund um den Nationalfeiertag umfasst die Tage vom 1. bis 7. Oktober. In dieser Woche reisen Hunderte Millionen Menschen im eigenen Land, Züge und Flüge sind Wochen vorher ausgebucht, Hotelpreise steigen stark, und an Orten wie dem Westsee in Hangzhou, dem Kaiserpalast in Peking oder der Terrakotta-Armee in Xi’an schiebt sich die Menge durch die Anlagen. Dass der Oktober klimatisch einer der besten Monate ist, macht die Lage nicht besser.

Der zweite Zeitraum ist das Frühlingsfest, das chinesische Neujahr. Es fällt nach dem Mondkalender jedes Jahr auf einen anderen Tag zwischen Ende Januar und Mitte Februar. Rund um das Fest liegt die größte jährliche Reisewelle der Welt, auf Chinesisch Chūnyùn, die sich über etwa vierzig Tage erstreckt: Millionen Arbeiter fahren zu ihren Familien aufs Land und wieder zurück. In den Tagen um das Fest selbst sind in Städten viele kleine Restaurants und Geschäfte geschlossen, während Tempel und Sehenswürdigkeiten voll sind. Die genauen Termine der Feste stehen im Festkalender auf der Seite zum Laternenfest und den chinesischen Festen, was das Neujahr für Reisende bedeutet, beschreibt die Seite zum Reisen rund um das chinesische Neujahr.

Kürzere Feiertage wie der 1. Mai, das Qingming-Fest im April, das Drachenbootfest im Frühsommer und das Mondfest im Herbst führen ebenfalls zu vollen Zügen und ausgebuchten Hotels, aber nur für wenige Tage. Und in den Sommerferien, im Juli und August, reisen viele Familien mit Kindern, was Museen und Freizeitparks füllt.

Nebensaison, Tageslicht und eine Uhr für das ganze Land

Die Jahreszeit verändert mehr als das Wetter. Zwischen Mitte November und Anfang März, außerhalb der Wochen um das Frühlingsfest, ist in Peking, Xi’an und Shanghai Nebensaison. Die Warteschlangen an den großen Sehenswürdigkeiten sind kürzer, Hotels günstiger, und in Museen hat man Säle für sich. Dafür sind manche Bergwege und Seilbahnen im Winter zeitweise geschlossen, auf dem Yangtze fahren weniger Schiffe, und die Tage sind kurz.

Die Tageslänge hat in China eine Besonderheit, die viele überrascht. Das ganze Land folgt einer einzigen Zeitzone, der Pekinger Zeit, obwohl es sich über fünf geografische Zeitzonen erstreckt.

Im Osten geht die Sonne deshalb früh auf und unter, im Westen spät. In Kashgar oder Lhasa ist es im Winter bis weit in den Vormittag hinein dunkel, im Sommer dafür bis spät in den Abend hell. In Xinjiang richten sich viele Menschen im Alltag nach einer inoffiziellen Ortszeit, die zwei Stunden hinter der Pekinger Zeit liegt; wer dort einen Termin ausmacht, fragt besser nach, welche Uhr gemeint ist. Für die Planung heißt das: Im Westen des Landes beginnen Tagesausflüge später, und Fotografen finden das beste Licht zu Uhrzeiten, die in Peking schon Abendessenszeit wären.

Beste Reisezeit für die China Rundreise

Eine klassische erste Rundreise führt von Peking über Xi’an nach Shanghai, oft ergänzt um Guilin, Chengdu oder eine Kreuzfahrt auf dem Yangtze. Als beste Reisezeit China-weit gelten für diese Route eindeutig der späte Frühling und der Herbst. Im Herbst passt fast alles: Peking ist klar, Xi’an mild, Guilin trocken und Shanghai angenehm warm. Die ideale Zeit liegt zwischen Mitte September und Anfang November, mit einer Lücke um die Woche vom 1. bis 7. Oktober. Im Frühjahr sind April und Mai gut, wobei es in Shanghai und Guilin ab Ende Mai feuchter wird und der Pflaumenregen näher rückt.

Die Richtung der Rundreise hängt von der Jahreszeit ab. Im Frühling ist es sinnvoll, im Süden zu beginnen und sich mit dem nahenden Sommer nach Norden vorzuarbeiten, im Herbst umgekehrt im Norden zu starten und nach Süden zu fahren. So bleibt man länger im günstigen Fenster jeder Region. Eine Beispielroute für zwei Wochen mit Zügen steht auf der Seite zur China-Rundreise in 14 Tagen.

Im Sommer ist eine Rundreise möglich, aber anstrengender. Wer im Juli oder August reisen muss, weil Schulferien oder Urlaub es verlangen, wählt Ziele mit Höhe oder Weite: das Hochland von Tibet, das Grasland der Inneren Mongolei, die Seidenstraße in Gansu, die in dieser Zeit trocken und klar sind. Peking und Shanghai sind im Hochsommer machbar, wenn man früh morgens startet und die heißen Mittagsstunden in Museen verbringt. Im Winter bieten sich Kombinationen aus Peking, Yunnan und Hongkong oder Hainan an; man packt dann für zwei Jahreszeiten zugleich.

Eine letzte Bemerkung gilt der Sicht. Die Luftqualität in Peking und im Norden hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, trotzdem gibt es im Winter und bei Windstille noch Tage mit Smog. Wer für einen bestimmten Tag die Große Mauer oder einen Aussichtspunkt plant, schaut am Abend vorher in eine App mit dem Luftqualitätsindex und tauscht im Zweifel die Tage. Nach einem Sommergewitter oder mit dem Nordwind im Herbst ist die Luft dagegen oft so klar, dass von den Wachtürmen bei Mutianyu die Mauer bis zum Horizont zu sehen ist.

Regenzeit nach Region

Reisezeit-Einschätzung je Monat (wie im Reisezeit-Planer) und Hauptregenzeit als Balken

Peking & Nordchina

  1. Jan: ungünstig
  2. Feb: ungünstig
  3. Mär: mit Einschränkungen
  4. Apr: gut
  5. Mai: gut
  6. Jun: mit Einschränkungen
  7. Jul: ungünstig, Hauptregenzeit
  8. Aug: ungünstig, Hauptregenzeit
  9. Sep: gut
  10. Okt: gut
  11. Nov: mit Einschränkungen
  12. Dez: ungünstig

Shanghai & Ostküste

  1. Jan: ungünstig
  2. Feb: ungünstig
  3. Mär: mit Einschränkungen
  4. Apr: gut
  5. Mai: gut
  6. Jun: ungünstig, Hauptregenzeit
  7. Jul: ungünstig, Hauptregenzeit
  8. Aug: ungünstig
  9. Sep: mit Einschränkungen
  10. Okt: gut
  11. Nov: gut
  12. Dez: mit Einschränkungen

Guilin & Südchina

  1. Jan: mit Einschränkungen
  2. Feb: mit Einschränkungen
  3. Mär: mit Einschränkungen
  4. Apr: mit Einschränkungen, Hauptregenzeit
  5. Mai: ungünstig, Hauptregenzeit
  6. Jun: ungünstig, Hauptregenzeit
  7. Jul: mit Einschränkungen
  8. Aug: mit Einschränkungen
  9. Sep: gut
  10. Okt: gut
  11. Nov: gut
  12. Dez: mit Einschränkungen

Yunnan

  1. Jan: gut
  2. Feb: gut
  3. Mär: gut
  4. Apr: gut
  5. Mai: mit Einschränkungen
  6. Jun: mit Einschränkungen, Hauptregenzeit
  7. Jul: ungünstig, Hauptregenzeit
  8. Aug: ungünstig, Hauptregenzeit
  9. Sep: mit Einschränkungen, Hauptregenzeit
  10. Okt: gut
  11. Nov: gut
  12. Dez: gut

Sichuan & Yangtze

  1. Jan: ungünstig
  2. Feb: mit Einschränkungen
  3. Mär: mit Einschränkungen
  4. Apr: gut
  5. Mai: gut
  6. Jun: mit Einschränkungen
  7. Jul: ungünstig, Hauptregenzeit
  8. Aug: ungünstig, Hauptregenzeit
  9. Sep: gut
  10. Okt: gut
  11. Nov: mit Einschränkungen
  12. Dez: ungünstig

Hongkong & Macau

  1. Jan: gut
  2. Feb: mit Einschränkungen
  3. Mär: mit Einschränkungen
  4. Apr: mit Einschränkungen
  5. Mai: mit Einschränkungen, Hauptregenzeit
  6. Jun: ungünstig, Hauptregenzeit
  7. Jul: ungünstig, Hauptregenzeit
  8. Aug: ungünstig, Hauptregenzeit
  9. Sep: mit Einschränkungen, Hauptregenzeit
  10. Okt: gut
  11. Nov: gut
  12. Dez: gut

Tibet & Hochland

  1. Jan: ungünstig
  2. Feb: ungünstig
  3. Mär: ungünstig
  4. Apr: mit Einschränkungen
  5. Mai: gut
  6. Jun: gut
  7. Jul: mit Einschränkungen, Hauptregenzeit
  8. Aug: mit Einschränkungen, Hauptregenzeit
  9. Sep: gut
  10. Okt: gut
  11. Nov: mit Einschränkungen
  12. Dez: ungünstig

Hainan

  1. Jan: gut
  2. Feb: gut
  3. Mär: gut
  4. Apr: mit Einschränkungen
  5. Mai: mit Einschränkungen
  6. Jun: ungünstig, Hauptregenzeit
  7. Jul: ungünstig, Hauptregenzeit
  8. Aug: ungünstig, Hauptregenzeit
  9. Sep: ungünstig, Hauptregenzeit
  10. Okt: mit Einschränkungen, Hauptregenzeit
  11. Nov: gut
  12. Dez: gut
  • gut
  • mit Einschränkungen
  • ungünstig
  • Hauptregenzeit

Schematisch, keine Messwerte

Reisezeit und Hauptregenzeit nach Region, schematisch. Die Einschätzung pro Monat entspricht dem Reisezeit-Planer oben; die Regenbalken markieren die niederschlagsreichsten Monate.

FAQHäufige Fragen

Wann ist die beste Reisezeit für China?

Für die meisten Regionen sind April und Mai sowie September und Oktober die besten Monate: mild, meist trocken und mit guter Sicht. Die Ausnahmen sind Yunnan, Hongkong und Hainan, die im Winter am angenehmsten sind, und das tibetische Hochland, wo Mai, Juni, September und Oktober am stabilsten sind.

Was ist die beste Reisezeit China Rundreise mit Peking, Xi'an und Shanghai?

Der Herbst von Mitte September bis Anfang November, ohne die Woche um den 1. Oktober. Im Frühjahr passen April und Mai, wobei es in Shanghai und im Süden ab Ende Mai feuchter wird. Wer im Herbst reist, beginnt am besten im Norden und fährt nach Süden.

Wann ist Regenzeit in China?

Im größten Teil des Landes fällt der meiste Regen im Sommer. Im Süden beginnt die Regenzeit schon im April, an der Ostküste und am unteren Yangtze bringt der Pflaumenregen im Juni und Juli viel Niederschlag, im Norden und im Hochland regnet es vor allem im Juli und August. Yunnan hat eine ausgeprägte Regenzeit im Sommer und eine trockene Zeit von November bis April.

Wann ist Taifunsaison in China?

An der Süd- und Südostküste, in Hongkong und auf Hainan von Juni bis Oktober, mit dem größten Risiko im Spätsommer. Das Auswärtige Amt empfiehlt, in dieser Zeit die Warnungen der chinesischen Wetterbehörden zu verfolgen.

Sollte man in der Golden Week nach China reisen?

Besser nicht. In der Woche vom 1. bis 7. Oktober und rund um das Frühlingsfest reisen Hunderte Millionen Menschen im eigenen Land. Züge, Flüge und Hotels sind früh ausgebucht und die bekannten Sehenswürdigkeiten überfüllt. Die Tage davor und danach sind dagegen oft ideal.

Kann man im Winter nach China reisen?

Ja, mit der richtigen Region. Yunnan, Hongkong, Macau und Hainan sind im Winter trocken und angenehm, Peking ist kalt, aber meist sonnig und wenig besucht. Im Nordosten locken im Januar die Eisfestspiele in Harbin, dort ist es allerdings sehr kalt.

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