Morgens um sieben liegt der Nebel noch zwischen den Felswänden, als das Schiff in die Qutang-Schlucht einfährt. Links steigt der Berg mit der Tempelanlage von Baidicheng auf, rechts öffnet sich das Kuimen, das Felsentor, das auf der Rückseite des chinesischen Zehn-Yuan-Scheins abgebildet ist. Wer an Deck steht, hält meist schon das Handy hoch, bevor die Durchsage auf Chinesisch und Englisch erklärt, was man sieht. Für viele Reisende ist dieser Moment der Grund, überhaupt eine Yangtze Kreuzfahrt zu machen.
Der Yangtze, auf Chinesisch Cháng Jiāng, der lange Fluss, ist mit rund 6.300 Kilometern der längste Fluss Asiens und nach dem Nil und dem Amazonas der drittlängste der Welt. Er entspringt im Hochland von Qinghai und mündet bei Shanghai ins Ostchinesische Meer. Der Abschnitt, den fast alle Kreuzfahrten befahren, ist nur ein kleiner Teil davon: die Strecke zwischen Chongqing und Yichang, auf der der Fluss die Berge zwischen dem Sichuan-Becken und der Ebene des mittleren Yangtze durchbricht.
Die Route der Yangtze Kreuzfahrt: von Chongqing nach Yichang
Die klassische Route beginnt in Chongqing, der Millionenstadt am Zusammenfluss von Yangtze und Jialing, und endet in Yichang in der Provinz Hubei. Dazwischen liegen die Drei Schluchten, der Drei-Schluchten-Damm und eine Reihe von Orten, an denen die Schiffe für Landausflüge anlegen. Welche Stationen genau angefahren werden, hängt vom Schiff und vom Programm ab; die folgenden kommen auf den meisten Fahrten vor, stromabwärts in dieser Reihenfolge.
Chongqing selbst lohnt einen Tag vor der Abfahrt. Die Stadt klettert steile Hügel hinauf, Seilbahnen überqueren den Fluss, und am Abend leuchten die Pfahlbauten von Hongyadong über dem Ufer. Hier wird Feuertopf gegessen, der scharfe, mit Sichuanpfeffer und Chili gewürzte Hotpot, der in Chongqing als noch schärfer gilt als im benachbarten Chengdu. Wer vorher Chengdu und die Pandas besucht, erreicht Chongqing mit dem Schnellzug; mehr dazu auf der Seite zu Chengdu und den Pandas. Die meisten Schiffe legen am Abend ab, sodass die erste Nacht bereits auf dem Fluss verbracht wird.
Fengdu und Shibaozhai: Geisterstadt und Pagode am Felsen
Der erste Halt ist oft Fengdu. Auf dem Mingshan-Hügel über der Stadt liegt eine Tempelanlage, die in der chinesischen Volksreligion als Eingang zur Unterwelt gilt, mit Figuren von Dämonen, Richtern und Höllenstrafen. Die Geisterstadt, wie sie genannt wird, ist eher ein Volkstheater des Jenseits als ein stiller Tempel, und genau das macht sie sehenswert. Die alte Stadt Fengdu am Ufer wurde beim Aufstau des Flusses überflutet, die neue liegt am gegenüberliegenden Ufer.
Manche Schiffe halten stattdessen oder zusätzlich in Shibaozhai im Kreis Zhongxian. Dort lehnt sich ein vielstöckiger Holzturm aus der Qing-Zeit an einen steilen Felsen, im Inneren führen Treppen bis zu einem kleinen Tempel auf dem Gipfel. Seit dem Aufstau steht der Felsen fast wie eine Insel im Wasser und wird von einem Damm geschützt.
Yunyang und der Zhang-Fei-Tempel
Einige Programme führen außerdem zum Zhang-Fei-Tempel bei Yunyang. Er ist dem General Zhang Fei aus der Zeit der Drei Reiche gewidmet, einer der Heldenfiguren des Romans “Die Geschichte der Drei Reiche”. Der Tempel stand ursprünglich tiefer am Fluss und wurde vor dem Aufstau abgetragen und Stein für Stein weiter flussaufwärts am Hang wieder aufgebaut. Solche Umsetzungen gab es entlang des ganzen Stausees; der Zhang-Fei-Tempel ist eines der sichtbarsten Beispiele.
Die Drei Schluchten: Qutang, Wu und Xiling
Die Drei Schluchten erstrecken sich auf rund 200 Kilometern von Baidicheng bei Fengjie bis kurz vor Yichang. Jede hat ihren eigenen Charakter.
Die Qutang-Schlucht ist die kürzeste und engste der drei, zugleich die dramatischste. Am Eingang steht Baidicheng, die Stadt des Weißen Kaisers, auf einem Hügel über dem Wasser. Der Dichter Li Bai hat den Ort in einem der bekanntesten Gedichte der Tang-Zeit verewigt, das von einer Fahrt am frühen Morgen von Baidicheng flussabwärts erzählt, vorbei an schreienden Affen an den Ufern. Die Affen sind verschwunden, das Gedicht lernt in China jedes Schulkind. Gleich danach öffnet sich das Kuimen, das Felsentor mit fast senkrechten Wänden, das den Eingang der Schlucht bildet.
In den Felswänden der Region sind stellenweise noch die Hängesärge zu sehen, hölzerne Särge, die vor langer Zeit in Höhlen und Spalten hoch über dem Wasser abgestellt wurden. Sie werden dem alten Volk der Ba zugeschrieben, und wie sie dort hinaufgebracht wurden, ist bis heute nicht restlos geklärt. Wer ein Fernglas dabeihat, entdeckt sie leichter; die Durchsagen an Bord weisen meist darauf hin.
Die Wu-Schlucht, benannt nach der Stadt Wushan, ist länger und von sanfteren, bewaldeten Bergen gesäumt. Berühmt sind die zwölf Gipfel an ihren Ufern, allen voran der Gipfel der Göttin, eine schlanke Felsnadel, die einer Legende nach eine Göttin darstellt, die den Schiffern den Weg wies. In Wushan zweigt der Daning-Fluss ab, auf dem kleinere Boote in die Kleinen Drei Schluchten fahren, enge Seitentäler mit klarem, grünem Wasser, die viele Reisende für den schönsten Teil der Fahrt halten.
Die Xiling-Schlucht ist die längste der drei und war früher die gefährlichste, mit Stromschnellen und Felsen, an denen unzählige Boote zerschellten. Durch den Aufstau ist der Fluss hier heute breit und ruhig. Am östlichen Ende der Xiling-Schlucht, bei Sandouping, liegt der Drei-Schluchten-Damm.
Shennongxi: der Bach des Shennong
Zwischen der Wu- und der Xiling-Schlucht, bei Badong, mündet der Shennong-Bach in den Yangtze. Viele Schiffe legen hier für einen halben Tag an, und die Passagiere steigen auf kleinere Boote um, die in das enge Seitental fahren. Früher wurden die schmalen Holzboote, nach ihrer Form Erbsenschoten-Boote genannt, von Treidlern stromaufwärts gezogen, Männern, die mit Seilen über der Schulter am Ufer entlangliefen. Heute wird die Tradition für Besucher vorgeführt, in einigen Abschnitten ziehen Treidler die Boote noch immer ein Stück flussauf. Der Name geht auf Shennong zurück, den mythischen Urkaiser, der den Chinesen der Überlieferung nach Ackerbau und Heilkräuter brachte.
Der Drei-Schluchten-Damm: größtes Wasserkraftwerk der Welt
Der Drei-Schluchten-Damm ist das Ziel und zugleich der umstrittenste Teil jeder Yangtze Kreuzfahrt. Der Bau begann 1994, die Staumauer wurde 2006 fertiggestellt, und seit 2012 arbeiten alle Turbinen des Kraftwerks. Es ist nach installierter Leistung das größte Wasserkraftwerk der Welt. Der Stausee reicht weit flussaufwärts bis in die Gegend von Chongqing und hat das Landschaftsbild der Schluchten verändert: Die Felswände sind niedriger, als sie vor dem Aufstau wirkten, der Fluss ist breiter und ruhiger, die gefürchteten Stromschnellen sind verschwunden.
Die Idee ist deutlich älter als der Bau. Schon Sun Yat-sen, der erste Präsident der Republik China, schlug um 1919 vor, den Yangtze in den Schluchten aufzustauen, um Schifffahrt und Stromerzeugung zu verbessern. Mao Zedong griff den Gedanken 1956 in seinem Gedicht “Schwimmen” auf, das er nach einem Bad im Yangtze bei Wuhan schrieb, mit der Vision eines glatten Sees, der zwischen den hohen Schluchten entsteht. Bis die Pläne Wirklichkeit wurden, vergingen Jahrzehnte voller Studien und Debatten, und selbst im Nationalen Volkskongress stimmte bei der Zustimmung 1992 ein ungewöhnlich großer Teil der Abgeordneten nicht dafür. Zeitgenössische Kritik betraf die Umsiedlung, die Verschlammung des Stausees, die Folgen für Fische und Flussdelfine und die Gefahr für Kulturdenkmäler.
Für den Bau wurden mehr als eine Million Menschen umgesiedelt, ganze Städte wie das alte Fengdu, Wushan oder Fengjie liegen unter Wasser und wurden höher am Hang neu gebaut. Auch archäologische Fundstätten wurden überflutet. Eine davon lässt sich noch heute besuchen: Die Steinbank von Baiheliang bei Fuling, in die über Jahrhunderte Markierungen des niedrigsten Wasserstands gemeißelt wurden, liegt jetzt tief im Stausee und ist über ein Unterwassermuseum zugänglich. Wie die Region vor dem Aufstau aussah, zeigt das Drei-Schluchten-Museum in Chongqing, das sich vor der Abfahrt gut mit einem Stadtrundgang verbinden lässt.
Die Schiffe passieren den Damm über die doppelte fünfstufige Schleuse, in der sie Stufe um Stufe abgesenkt werden. Das dauert mehrere Stunden und geschieht häufig nachts; wer es sehen möchte, fragt an Bord, wann die Einfahrt geplant ist. Seit 2016 gibt es zusätzlich ein Schiffshebewerk, das kleinere Schiffe in einem riesigen Wassertrog senkrecht hebt und senkt. Am Tag der Ankunft führt ein Landausflug zu einem Aussichtspunkt oberhalb der Staumauer, von dem aus man die gesamte Anlage überblickt.
Kurz vor Yichang passieren die Schiffe noch den Gezhouba-Damm, ein älteres, kleineres Stauwerk aus den 1980er-Jahren, dann endet die Fahrt. Von Yichang fahren Schnellzüge in Richtung Wuhan und weiter nach Osten, sodass sich die Kreuzfahrt gut mit einer Weiterreise verbinden lässt. Wie Zugtickets gekauft werden, steht auf der Seite zum Zugfahren in China.
Schiffe auf dem Yangtze: welche Schiffstypen es gibt
Auf der Strecke durch die Drei Schluchten fahren im Wesentlichen drei Arten von Schiffen. Die erste Gruppe sind große Kreuzfahrtschiffe, die sich an internationale Gäste richten. Sie haben mehrere Decks, Außenkabinen oft mit Balkon, ein Restaurant mit chinesischer und westlicher Küche, ein Sonnendeck, Vorträge und Vorführungen an Bord und englischsprachige Reiseleitung bei den Landausflügen. Sie sind die übliche Wahl für ausländische Reisende und in ihrer Ausstattung etwa mit Flusskreuzfahrtschiffen in Europa vergleichbar.
Die zweite Gruppe sind Kreuzfahrtschiffe, die vor allem chinesische Gäste befördern. Sie sind oft ähnlich groß und ähnlich ausgestattet, das Programm an Bord und an Land läuft aber auf Chinesisch, das Essen ist chinesisch, und die Atmosphäre ist lebhafter, mit Karaoke und größeren Reisegruppen. Für Reisende mit etwas Abenteuerlust oder Chinesischkenntnissen kann das reizvoll sein, wer Erklärungen zu den Sehenswürdigkeiten sucht, ist auf den internationalen Schiffen besser aufgehoben.
Die dritte Gruppe sind Ausflugs- und Tagesboote, die nur einzelne Abschnitte befahren: etwa von Yichang zum Damm und in die Xiling-Schlucht, von Wushan in die Kleinen Drei Schluchten oder von Fengjie nach Baidicheng. Sie eignen sich für Reisende, die nicht mehrere Tage auf dem Schiff verbringen möchten und den Fluss lieber mit Zug und Bus kombinieren. Die früher verbreiteten einfachen Passagierschiffe, auf denen Einheimische den Fluss als Verkehrsweg nutzten, spielen seit dem Ausbau von Autobahnen und Schnellzügen kaum noch eine Rolle.
Innerhalb der großen Kreuzfahrtschiffe gibt es die üblichen Unterschiede nach Kabinentyp und Deck. Eine Kabine auf einem der oberen Decks mit Balkon auf der richtigen Seite ist in den Schluchten ein echter Gewinn, denn dort hat man die Felswände auch ohne Gedränge an der Reling vor Augen. Die Sonnenseite wechselt mit der Richtung; einen richtigen Rat gibt es dafür nicht, weil der Fluss sich windet.
Vor der Fahrt und an Bord: Gepäck, Ausflüge, Alltag
Für die Kreuzfahrt reicht leichtes Gepäck, große Koffer bleiben am besten im Hotel in der nächsten Stadt oder werden vorausgeschickt, wenn das Programm das anbietet. Wichtiger sind ein paar Dinge, die man auf dem Schiff nicht kaufen kann: ein Fernglas für die Schluchten, eine warme Jacke für die frühen Morgenstunden an Deck, auch im Frühling und Herbst, und bequeme Schuhe mit gutem Profil. Die Landausflüge führen oft über viele Stufen, in Fengdu den Hügel hinauf, in Shibaozhai die engen Treppen im Holzturm, am Damm über weitläufige Wege. Wer nicht gut zu Fuß ist, sollte vor der Buchung fragen, welche Ausflüge auch ohne lange Treppen möglich sind.
Der Tag an Bord folgt einem festen Rhythmus. Früh am Morgen wird auf dem Sonnendeck oft Tai-Chi angeboten, danach folgen Frühstück, ein Ausflug oder die Durchfahrt einer Schlucht, am Nachmittag Vorträge über den Fluss, den Damm oder die chinesische Medizin, am Abend eine Vorführung. Die interessantesten Abschnitte werden per Durchsage angekündigt, auch wenn sie in die Nacht oder den frühen Morgen fallen. Bezahlt wird an Bord meist am Ende der Fahrt, für Getränke und Extras, per Karte, Bezahl-App oder bar; wer nur eine Karte dabeihat, fragt beim Einchecken, was an Bord akzeptiert wird.
Mobilfunk gibt es auf der Strecke weitgehend, in den engen Schluchten bricht das Netz aber manchmal kurz ab. Das ist der einzige Ort auf einer China-Reise, an dem das kaum jemanden stört.
Beste Reisezeit am Yangtze
Die beste Reisezeit am Yangtze sind April und Mai sowie September und Oktober. Dann ist es mild, der Himmel oft klar und die Sicht in den Schluchten gut. Der Sommer ist in dieser Region drückend heiß: Chongqing, Wuhan und Nanjing gelten im Volksmund als Backöfen Chinas. Im Juli und August fällt zudem der meiste Regen, und in der Hochwasserzeit wird der Stausee abgesenkt, um Platz für Flutwasser zu schaffen. Im Winter ist der Wasserspiegel dagegen hoch, es ist feucht-kalt, oft neblig, und in den ruhigsten Wochen fahren weniger Schiffe. Die Einschätzung Monat für Monat zeigt der Reisezeit-Planer auf der Seite zur besten Reisezeit in China, unter der Zeile Sichuan und Yangtze.
Der schwankende Wasserstand ist an den Ufern gut zu erkennen. Wenn der See im Sommer abgesenkt ist, zieht sich über den Hängen ein breiter kahler Streifen aus Schlamm und Fels, der im Winter wieder unter Wasser liegt. An vielen Stellen sind an Hängen und Mauern Schilder mit der Zahl 175 angebracht, der Höhe des höchsten Stauziels in Metern über dem Meer. Wer im Herbst fährt, sieht den Fluss meist bei steigendem Pegel und die Schluchten etwas weniger tief als im Frühsommer.
Wie überall in China sind die Feiertage wichtiger als das Wetter. In der Woche vom 1. bis 7. Oktober und rund um das Frühlingsfest sind die Schiffe voll und früh ausgebucht, die Landausflüge überlaufen. Wer im Oktober fährt, legt die Kreuzfahrt am besten in die zweite Monatshälfte.
Dauer: wie viele Tage man für die Kreuzfahrt braucht
Die klassische Fahrt von Chongqing nach Yichang stromabwärts dauert in der Regel drei Nächte und vier Tage. Stromaufwärts, von Yichang nach Chongqing, sind es wegen der Strömung und der Schleusenzeiten meist vier Nächte und fünf Tage. Viele Reisende wählen die Richtung nach dem Rest der Route: Wer aus Chengdu kommt und danach nach Shanghai weiterreist, fährt stromab; wer im Osten beginnt und danach nach Sichuan will, fährt stromauf. Längere Fahrten führen über Yichang hinaus bis Wuhan oder sogar bis Shanghai, doch unterhalb der Schluchten wird die Landschaft flach, und die zusätzlichen Tage sind vor allem Zeit an Bord.
Für die Planung einer Rundreise heißt das: Mit An- und Abreise sollte man für die Kreuzfahrt fünf Tage ansetzen. Das ist für eine zweiwöchige Reise viel, und wer nur Peking, Xi’an und Shanghai sehen möchte, wird den Fluss eher weglassen. Wer Sichuan ohnehin im Programm hat, verbindet Chengdu und Chongqing mit der Kreuzfahrt und fährt von Yichang mit dem Zug weiter nach Osten. Eine Beispielroute, in der sich die Kreuzfahrt als Baustein einfügen lässt, steht auf der Seite zur China-Rundreise in 14 Tagen.
Wie die Buchung einer Yangtze-Kreuzfahrt im Allgemeinen abläuft
Kreuzfahrten auf dem Yangtze werden auf mehreren Wegen verkauft: direkt über die Reedereien, über Reisebüros in China und im Ausland und über Buchungsplattformen. Welche Variante sinnvoll ist, hängt davon ab, ob die Kreuzfahrt nur ein Baustein einer selbst organisierten Reise ist oder Teil einer Pauschalreise. Unabhängig vom Weg lohnt es sich, bei jeder Buchung dieselben Punkte zu prüfen.
Wichtig ist zunächst, was im Preis enthalten ist. Bei den meisten Kreuzfahrten sind Kabine und Mahlzeiten an Bord inbegriffen, bei den Landausflügen unterscheidet sich das: Manche sind im Grundpreis enthalten, andere werden an Bord zusätzlich angeboten. Auch die Frage, ob die Transfers vom Bahnhof oder Flughafen zum Anleger dazugehören, sollte vor der Buchung geklärt sein, denn die Anleger in Chongqing und Yichang liegen nicht immer in der Stadtmitte. In Yichang legen die Schiffe je nach Wasserstand an verschiedenen Stellen an, teils auch direkt oberhalb des Damms.
Die Passdaten werden bei der Buchung verlangt, und an Bord wird der Pass wie im Hotel für die Anmeldung vorgelegt. Wer am Vorabend der Abfahrt in Chongqing übernachtet, sollte das Hotel in der Nähe des Anlegers wählen; Hinweise zur Wahl der Unterkunft stehen auf der Seite zum Hotelzimmer in China buchen. Und schließlich lohnt ein Blick auf die Stornobedingungen: Bei Hochwasser, Nebel oder Arbeiten an den Schleusen kann sich der Fahrplan ändern, Anlegestellen können wegfallen oder getauscht werden. Das kommt nicht oft vor, gehört aber zur Fahrt auf einem Fluss, der auch nach dem Bau des größten Staudamms der Welt nicht ganz zu zähmen ist.
Wer am letzten Morgen an Deck steht, wenn das Schiff in der Schleuse Stufe um Stufe absinkt und die Betonwände neben der Reling immer höher werden, versteht die Dimension des Projekts besser als durch jede Zahl. Und wer noch einen Zehn-Yuan-Schein im Portemonnaie hat, kann das Bild auf der Rückseite mit dem vergleichen, was sich am ersten Morgen vom Deck aus bot.
Yangtze stromab: Chongqing bis Yichang
Reihenfolge der Stationen von West nach Ost, schematisch und nicht maßstäblich
Drei-Schluchten-Stausee (bis in die Gegend von Chongqing)
ChongqingAbfahrt
FengduGeisterstadt
FengjieBaidicheng, Kuimen
Qutang-Schlucht
WushanKleine Drei Schluchten
Wu-Schlucht
BadongAbzweig Shennong-Bach
Shennong-Bach
Xiling-Schlucht
SandoupingDrei-Schluchten-Damm
YichangAnkunft
Fließrichtung und klassische Fahrtrichtung stromab: meist 3 Nächte, 4 Tage; stromauf meist ein Tag länger
FAQHäufige Fragen
Wie lange dauert eine Yangtze Kreuzfahrt?
Die klassische Strecke zwischen Chongqing und Yichang dauert stromabwärts meist drei Nächte und vier Tage, stromaufwärts wegen der Strömung und der Schleusen in der Regel einen Tag länger. Längere Fahrten bis Wuhan oder Shanghai sind möglich, führen aber hinter Yichang durch deutlich flachere Landschaft.
Welche Route ist die schönste für eine Yangtze Kreuzfahrt?
Der Abschnitt zwischen Chongqing und Yichang mit den Drei Schluchten Qutang, Wu und Xiling. Er ist landschaftlich der eindrucksvollste Teil des Flusses und wird von fast allen Kreuzfahrtschiffen befahren.
Wann ist die beste Reisezeit für den Yangtze?
April und Mai sowie September und Oktober. Dann ist es mild und die Sicht in den Schluchten meist gut. Der Sommer ist sehr heiß und schwül, im Winter ist es feucht-kalt, oft neblig, und es fahren weniger Schiffe. Die Woche um den 1. Oktober ist sehr voll.
Welche Schiffe fahren auf dem Yangtze?
Auf der Strecke durch die Drei Schluchten fahren große Kreuzfahrtschiffe mit Kabinen, Restaurant und Landausflügen, teils für internationale Gäste mit englischsprachigem Programm, teils für chinesische Reisegruppen. Daneben gibt es Ausflugsboote für einzelne Abschnitte, etwa zum Staudamm oder in die Kleinen Drei Schluchten.
Kann man die Schleuse am Drei-Schluchten-Damm vom Schiff aus erleben?
Ja, die meisten Kreuzfahrtschiffe passieren den Damm über die fünfstufige Schiffsschleuse, was mehrere Stunden dauert und oft nachts stattfindet. Die Staumauer selbst wird bei einem Landausflug von einem Aussichtspunkt oberhalb der Anlage besichtigt.
Braucht man für die Yangtze Kreuzfahrt den Reisepass?
Ja. Bei der Buchung werden die Passdaten verlangt, und an Bord wird der Pass wie im Hotel für die Anmeldung vorgelegt. Er sollte während der ganzen Fahrt griffbereit sein.
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