Bezahl-CheckStand: 28. September 2026
WeChat Pay erhebt für Zahlungen mit einer ausländischen Karte bis 200 Yuan keine Gebühr; darüber fallen 3 Prozent auf den gesamten Betrag an. Neue Nutzer zahlen in den ersten 60 Tagen bis 1.000 Yuan pro Tag keine Gebühr. Alipay zeigt eine etwaige Servicegebühr vor jeder Zahlung in der App an. Gebühren der eigenen Bank kommen gegebenenfalls hinzu.Stadtregierung Peking: WeChat Pay und Gebühren für internationale Karten (26.03.2026)
Am Obststand in einer Pekinger Seitenstraße hängt ein laminierter Zettel mit zwei QR-Codes, einer blau, einer grün. Der blaue gehört zu Alipay, der grüne zu WeChat Pay. Kasse, Wechselgeld und Kartenleser gibt es nicht. So sieht Bezahlen in China an den meisten Orten aus, vom Straßenstand bis zum Museumsshop, und für Reisende heißt das: Wer vor der Abreise keine der beiden Apps eingerichtet hat, steht oft ratlos vor dem Zettel.
Die gute Nachricht ist, dass beide Apps inzwischen ausländische Kreditkarten annehmen. Eine deutsche Visa- oder Mastercard lässt sich hinterlegen, und damit funktioniert das mobile Bezahlen für Touristen fast genauso wie für Einheimische. Bargeld bleibt als Reserve sinnvoll, Kartenterminals gibt es vor allem in Hotels und großen Geschäften. Diese Seite ordnet alle drei Wege ein, erklärt die Währung und endet bei der Frage, wann ein Trinkgeld angebracht ist.
Welche Währung in China gilt: Renminbi und Yuan
Die Währung in China heißt Renminbi, wörtlich „Volksgeld“, und wird von der People’s Bank of China ausgegeben, der Zentralbank der Volksrepublik. Die Rechnungseinheit ist der Yuan. Im internationalen Zahlungsverkehr steht dafür der ISO-Code CNY, in China selbst liest man meist RMB, das Zeichen ¥ oder das Schriftzeichen 元 hinter dem Preis. Das Yen-Zeichen teilt sich der Yuan übrigens mit der japanischen Währung, was auf Preisschildern in Flughäfen gelegentlich für einen kurzen Schreck sorgt.
Der Kurs zum Euro schwankt, deshalb nennt diese Seite keinen Wert. Für die Reiseplanung reicht es, den aktuellen Kurs bei der eigenen Bank oder der Europäischen Zentralbank nachzusehen, die einen täglichen Referenzkurs für den Yuan veröffentlicht. Wer mit der App bezahlt und eine Kreditkarte hinterlegt hat, bekommt den Betrag ohnehin in Euro abgerechnet, zum Kurs des Kartenherausgebers.
Eine Besonderheit, die für Touristen kaum eine Rolle spielt, aber in Nachrichten auftaucht: Neben dem Yuan auf dem Festland gibt es einen außerhalb gehandelten Yuan, der unter dem Kürzel CNH vor allem in Hongkong gehandelt wird. Beide sind dieselbe Währung, die Kurse können aber leicht voneinander abweichen. Für das Bezahlen in China ist nur der Festlands-Yuan relevant.
Die Währungseinheit in China im Alltag: Yuan, Jiao, Fen und Kuai
Ein Yuan hat 10 Jiao oder 100 Fen. Im Alltag begegnen Reisende vor allem dem Yuan; Fen tauchen allenfalls noch auf Supermarktkassenzetteln auf. Umgangssprachlich heißt der Yuan Kuai, der Jiao Mao. Wer an einem Nudelstand „shí kuài“ hört, soll also zehn Yuan bezahlen. Diese Doppelung von offizieller und gesprochener Währungseinheit in China verwirrt am Anfang, ist aber schnell gelernt.
| Einheit | Wert | gesprochen | Form im Umlauf |
|---|---|---|---|
| Yuan (元) | Grundeinheit | Kuai (块) | Scheine zu 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Yuan; Münze zu 1 Yuan |
| Jiao (角) | ein Zehntel Yuan | Mao (毛) | Münzen zu 1 und 5 Jiao |
| Fen (分) | ein Hundertstel Yuan | Fen | kaum noch im Umlauf |
Auf allen Scheinen der aktuellen Serie ist Mao Zedong abgebildet, auf der Rückseite jeweils ein bekanntes Motiv. Der 50-Yuan-Schein zeigt den Potala-Palast in Lhasa, der 20er die Karstlandschaft am Li-Fluss bei Guilin. Wer später durch Yangshuo fährt, erkennt das Motiv wieder. Der größte Schein ist der 100-Yuan-Schein; für Beträge darüber greift im Alltag ohnehin niemand mehr zum Bargeld. Mehr zu Scheinen, Falschgeld und Umtausch steht auf der Seite zur Währung in China.
China Geld: Bargeld, Umtausch und Geldautomaten
Bargeld ist in China gesetzliches Zahlungsmittel. Die Zentralbank hat Händler und Dienstleister wiederholt angewiesen, Scheine nicht abzulehnen, und in der Praxis nehmen Hotels, Bahnhöfe, Museen und die meisten Restaurants Bargeld auch an. Schwierig wird es an kleinen Ständen und in Läden, die schlicht kein Wechselgeld mehr vorrätig haben. Ein 100-Yuan-Schein für eine Flasche Wasser ist dort eine Zumutung.
Die New York Times überschrieb 2020 einen Bericht über das Bezahlsystem mit dem Satz „Don’t Even Try Paying Cash in China“. Das beschreibt die Stimmung gut, wenn auch nicht die Rechtslage. Für eine Reise bedeutet es: Geld in China wird zu großen Teilen digital bewegt, eine kleine Reserve an Scheinen ist aber keine Nostalgie, sondern eine Absicherung für den leeren Akku, das Funkloch oder die App, die eine Zahlung ablehnt.
Yuan lassen sich in Deutschland bei Banken und Wechselstuben bestellen, meist mit ein paar Tagen Vorlauf. Das ist bequem, aber selten günstig. Die Alternative ist der Geldautomat nach der Ankunft. Die Automaten der großen chinesischen Banken, etwa der Bank of China oder der Industrial and Commercial Bank of China, akzeptieren in aller Regel Visa- und Mastercard und bieten ein englisches Menü. Welche Entgelte die eigene Bank für Auslandsabhebungen berechnet, steht im Preisverzeichnis der Karte; manche Direktbanken verzichten darauf ganz.
Für den Rücktausch am Ende der Reise sollte man die Quittung vom Umtausch oder Abheben aufheben, denn Banken verlangen sie häufig, bevor sie Yuan zurück in Euro tauschen. Einfacher ist es, die letzten Scheine vor dem Abflug auszugeben. Größere Bargeldbeträge sind bei der Einreise und Ausreise anmeldepflichtig; die geltenden Grenzwerte nennt der chinesische Zoll. Für eine gewöhnliche Urlaubsreise mit App und Kreditkarte spielt das kaum eine Rolle.
Wie viel Bargeld sinnvoll ist, hängt weniger von der Reisedauer ab als vom Reisestil. Wer nur in den großen Städten unterwegs ist, kommt mit einem kleinen Betrag für die ersten Tage aus und hebt bei Bedarf nach. Wer in Dörfer, Bergregionen oder zu kleinen Tempeln fährt, trägt etwas mehr bei sich, und zwar in kleinen Scheinen. Zehner und Zwanziger sind am Stand willkommen, der Hunderter oft nicht. Scheine, die eingerissen oder beschriftet sind, werden gelegentlich abgelehnt; beim Abheben lohnt ein kurzer Blick.
WeChat Pay und Alipay: wie das mobile Bezahlen in China funktioniert
WeChat ist in China Messenger, soziales Netzwerk und Behördengang in einer App. Die Bezahlfunktion WeChat Pay steckt in der Wallet der App. Alipay stammt aus dem Umfeld der Alibaba-Gruppe und war ursprünglich als Treuhanddienst für den Onlinehandel gedacht; heute ist es eine eigene App, über die sich Metro, Taxi, Mietfahrrad und Hotel bezahlen lassen. Beide sind im ganzen Land verbreitet, und beide funktionieren für Touristen mit einer ausländischen Karte.
Gezahlt wird auf zwei Arten. Entweder scannt man mit der App den QR-Code des Händlers, gibt den Betrag ein und bestätigt. Oder man zeigt den eigenen Zahlungscode auf dem Display, den die Kasse mit einem Scanner erfasst. Die erste Variante ist typisch für kleine Läden und Stände, die zweite für Supermärkte, Ketten und größere Geschäfte. In beiden Fällen dauert die Zahlung wenige Sekunden, und die App zeigt sofort eine Bestätigung, die der Händler meist sehen möchte.
Welche App die bessere Wahl ist, lässt sich klar beantworten: Für Reisende ist Alipay die einfachere erste App, weil die Einrichtung ohne Kontakte funktioniert, die Oberfläche auf Englisch umgestellt werden kann und viele nützliche Dienste als Mini-Programme eingebaut sind, von Didi für Taxis bis zu Metro-Codes in mehreren Städten. WeChat Pay lohnt sich als zweite App, weil manche Händler nur den grünen Code anbieten und weil WeChat ohnehin das Werkzeug ist, mit dem Hotels, Bekannte und Kontakte vor Ort kommunizieren. Wer beide einrichtet, hat fast nie ein Problem.
Warum China das Kartenzeitalter übersprungen hat
In Deutschland kam das bargeldlose Bezahlen über die Karte, in China über das Telefon. Kreditkarten waren dort nie so verbreitet wie in Europa oder den USA, und als Smartphones in den 2010er-Jahren billig wurden, übersprangen viele Händler das Kartenterminal einfach. Ein ausgedruckter QR-Code kostet nichts, ein Terminal schon. Für einen Nudelstand in Chengdu war das eine leichte Entscheidung.
Einen sichtbaren Schub gab ausgerechnet ein Brauch. Zum Frühlingsfest verschenken Familien seit jeher rote Umschläge mit Geld, die Hongbao. WeChat bot diese Umschläge zum Neujahrsfest 2014 erstmals digital an, und innerhalb weniger Tage hatten Millionen Menschen ihr Bankkonto mit der App verknüpft, um mitzumachen. Alipay antwortete mit eigenen Aktionen, und seitdem gehört das Verschicken digitaler roter Umschläge zu den Feiertagen wie das Feuerwerk. Für Reisende hat dieses Detail einen praktischen Nachhall: Wer mit chinesischen Bekannten in einer WeChat-Gruppe ist, bekommt zum Neujahrsfest gelegentlich einen kleinen Umschlag angeboten. Mit einem Konto, an dem nur eine ausländische Karte hängt, lässt er sich nicht immer öffnen.
Heute ist Geld in China im Alltag vor allem eine Zahl in der App. Das ist bequem, hat aber eine Kehrseite, die in China selbst diskutiert wird: Ältere Menschen ohne Smartphone und ausländische Besucher standen lange vor verschlossenen Türen. Die Anweisungen der Zentralbank zur Annahme von Bargeld und die Öffnung der Apps für ausländische Karten sind auch eine Antwort darauf.
Typische Situationen: Hotel, Metro, Taxi und Eintritt
Beim Einchecken im Hotel wird fast immer eine Kaution verlangt, auf Chinesisch Yajin. Sie wird auf der Kreditkarte vorgemerkt oder per App bezahlt und beim Auschecken freigegeben beziehungsweise zurückerstattet. Die Rückbuchung auf eine deutsche Kreditkarte kann ein paar Tage dauern. Wer mit App bezahlt, sieht die Rückerstattung meist schneller.
In der Metro gibt es an jedem Zugang Automaten, die Bargeld und häufig auch App-Zahlungen annehmen. In vielen Städten lässt sich stattdessen ein Verkehrscode in Alipay freischalten, mit dem man direkt durch die Sperre geht; abgerechnet wird nach der Fahrt. Taxis, die über Didi bestellt werden, buchen den Fahrpreis nach der Fahrt automatisch von der hinterlegten Zahlungsart ab. Bei Taxis, die man an der Straße heranwinkt, zahlt man mit dem QR-Code am Armaturenbrett oder bar.
Eintrittskarten für große Sehenswürdigkeiten werden immer häufiger nur noch vorab verkauft, oft über Mini-Programme in WeChat oder Alipay und mit Angabe der Passnummer. Der Kaiserpalast in Peking ist das bekannteste Beispiel. Am Eingang dient dann der Reisepass als Ticket. Aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise stehen beim Betreiber der jeweiligen Sehenswürdigkeit, und wer in der Ferienzeit reist, sollte die Tickets möglichst früh reservieren.
Auf Märkten, bei Souvenirhändlern und in manchen Kleidergeschäften wird dagegen verhandelt. Der erste genannte Preis ist dort ein Angebot, kein Festpreis, und freundliches Handeln gehört zum Ritual. In Kaufhäusern, Supermärkten und Ketten gelten feste Preise. Wie man verhandelt, ohne den Gegenüber das Gesicht verlieren zu lassen, beschreibt die Seite zu Sitten und Verhandlungsregeln. Bezahlt wird am Ende trotzdem per QR-Code.
Alipay einrichten vor der Abreise
Die Einrichtung von Alipay beginnt mit dem Download der internationalen Version aus dem App Store oder von Google Play. Registriert wird mit der eigenen Mobilnummer, die per SMS bestätigt wird. Anschließend fragt die App nach einer Bankkarte: Visa, Mastercard und weitere internationale Karten werden akzeptiert, Debitkarten funktionieren je nach Bank. Für höhere Beträge verlangt Alipay eine Identitätsprüfung mit einem Foto der Passdatenseite und teils einem Selfie. Diese Prüfung sollte vor der Abreise abgeschlossen sein, denn sie dauert manchmal länger als ein paar Minuten.
Zwei Stolpersteine sind häufig. Erstens lehnt die eigene Bank die erste Belastung aus China gelegentlich als verdächtig ab; ein kurzer Blick in die Banking-App oder eine Freigabe per 3-D-Secure löst das meist. Zweitens verlangt Alipay bei Sicherheitsabfragen wieder einen SMS-Code an die hinterlegte Nummer. Wer in China nur mit einer Daten-eSIM unterwegs ist und die deutsche Nummer abgeschaltet hat, bekommt diese SMS nicht. Die deutsche SIM-Karte sollte also im Telefon bleiben, notfalls mit abgeschaltetem Datenroaming. Die ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung steht unter Alipay einrichten als Tourist.
WeChat Pay einrichten mit deutscher Kreditkarte
Auch WeChat wird mit der Mobilnummer registriert. Bei neuen Konten aus dem Ausland verlangt die App gelegentlich, dass ein bestehender WeChat-Nutzer die Registrierung bestätigt; wer Bekannte in China oder mit einem älteren WeChat-Konto hat, sollte sie vorab fragen. Danach wird im Profilbereich über die Dienste die Wallet geöffnet und dort die Karte hinzugefügt. WeChat Pay mit deutscher Kreditkarte funktioniert mit Visa und Mastercard ebenso wie mit weiteren internationalen Karten, anschließend folgt die Identitätsprüfung mit dem Reisepass.
WeChat Pay einrichten heißt außerdem, die Spracheinstellung zu prüfen und die Benachrichtigungen für Zahlungen zuzulassen. Ohne Freigabe schickt die App keine Bestätigung aufs Display, und die möchten Händler nach der Zahlung meist sehen. Eine Einzelheit, die viele erst vor Ort entdecken: Manche Funktionen der Wallet, etwa das Senden von Geld an Privatpersonen, stehen Konten mit ausländischer Karte nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Für das Bezahlen bei Händlern ist das ohne Belang. Die Einzelheiten stehen in der Anleitung WeChat Pay einrichten, und der Berater oben auf dieser Seite zeigt, welche App zu welcher Karte und welchem Reiseprofil passt.
Gebühren und Grenzen bei Zahlungen mit ausländischer Karte
Die Apps berechnen für Zahlungen mit einer ausländischen Karte teils eine Gebühr. Die Regeln haben sich mehrfach geändert, deshalb stehen die aktuell geprüften Werte mit Datum und Quelle im Kasten.
Unabhängig davon berechnen viele deutsche Banken ein Auslandseinsatzentgelt für Zahlungen in Fremdwährung. Das ist keine Gebühr der App, sondern der eigenen Karte, und es fällt bei jeder Zahlung an, auch bei kleinen. Wer oft in Asien unterwegs ist, fährt mit einer Kreditkarte ohne Auslandsentgelt besser. Außerdem gelten für Konten mit ausländischer Karte Obergrenzen je Zahlung und über längere Zeiträume, die die App im Profil anzeigt. Für einen Urlaub mit Hotel, Essen und Eintritten reichen sie in aller Regel. Wer ein teures Hotel oder einen Flug vor Ort bezahlen möchte, legt dafür besser die Kreditkarte direkt am Terminal vor.
Am Terminal selbst lauert eine andere Kostenfalle: die Frage, ob in Euro oder in Yuan abgerechnet werden soll. Wer Euro wählt, lässt den Händler oder dessen Bank umrechnen, und deren Kurs ist fast immer schlechter als der des eigenen Kartenherausgebers. Bei Geldautomaten gilt dasselbe. Die Antwort lautet also immer Yuan, auch wenn der Euro-Betrag auf dem Display beruhigender aussieht.
Kartenterminals: wo die Kreditkarte direkt funktioniert
Visa- und Mastercard werden in internationalen Hotels, an den großen Flughäfen, in Kaufhäusern und in vielen Geschäften der Innenstädte am Terminal akzeptiert. Die Behörden haben die Annahme ausländischer Karten an solchen Orten in den vergangenen Jahren gezielt ausgebaut. In einfachen Restaurants, auf Märkten und an Ständen bleibt die Karte dagegen meist in der Tasche. China UnionPay ist das heimische Kartennetz; fast alle chinesischen Bankkarten laufen darüber. Deutsche Karten mit UnionPay-Funktion sind selten, im Alltag ist das auch nicht nötig.
PayPal spielt beim Bezahlen in China vor Ort keine Rolle. Über ein deutsches PayPal-Konto lässt sich zwar gelegentlich bei internationalen Onlinediensten bezahlen, an Kassen und in Läden aber nicht. Ähnliches gilt für Apple Pay und Google Pay: Sie funktionieren nur an den Terminals, die ausländische Karten kontaktlos annehmen, und das ist eine kleine Minderheit.
Wo es trotzdem hakt
Die meisten Probleme entstehen an der Schnittstelle zum Internet. Alipay und WeChat Pay funktionieren über chinesische Netze ebenso wie über Roaming oder Reise-eSIM, aber ohne Datenverbindung zahlt man nicht. In der Metro, in Tiefgaragen oder auf Bergstrecken kann die Verbindung abreißen. Der eigene Zahlungscode lässt sich dann oft trotzdem anzeigen, weil er offline erzeugt wird; das Scannen eines Händlercodes braucht dagegen eine Verbindung. Wie Datenzugang und Apps zusammenspielen, steht auf der Seite zu Internet und Apps in China.
Ein zweiter Stolperstein sind Zahlungen, die von der App ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden. Oft steckt eine Sicherheitsprüfung der Karte dahinter, manchmal ein Limit. Hilfreich ist dann, die zweite App zu versuchen oder bar zu zahlen. Wer sich beim Betrag vertippt hat, muss nicht streiten: Händler können eine Zahlung in der App vollständig oder teilweise zurückerstatten, und das Geld landet auf demselben Weg wieder auf der Karte. Das funktioniert allerdings nur, solange man noch im Laden steht. Ein Bildschirmfoto der Zahlungsbestätigung hilft, wenn später doch etwas zu klären ist, etwa bei der Hotelkaution. Und ein dritter, fast banaler Punkt: der Akku. Wer den ganzen Tag navigiert, übersetzt und bezahlt, braucht abends eine Powerbank. Powerbanks gehören ins Handgepäck, in vielen Städten lassen sich außerdem Leih-Powerbanks an Automaten in Restaurants und Einkaufszentren per App ausleihen.
Trinkgeld in China: wann üblich, wann nicht
Trinkgeld ist in China im Alltag nicht üblich. In Restaurants, Taxis, Friseursalons und Geschäften wird keins erwartet, und wer Geld auf dem Tisch liegen lässt, bekommt es manchmal hinterhergetragen. Das ist keine Unhöflichkeit, sondern die Annahme, man habe etwas vergessen. In gehobenen Hotels und Restaurants steht oft ein Servicezuschlag auf der Rechnung; ein zusätzliches Trinkgeld ist dann nicht nötig.
Die Ausnahme sind Reiseleiter und Fahrer, die mit ausländischen Gruppen arbeiten. Durch den Kontakt mit Reisenden aus Ländern, in denen Trinkgeld selbstverständlich ist, hat sich dort eine kleine Anerkennung am Ende eines Tages oder einer Tour eingebürgert. Wie viel angemessen ist und wie man sie überreicht, ohne dass es peinlich wird, steht im Beitrag Trinkgeld in China. Kurz: in einem Umschlag, diskret, und nie als Ersatz für ein Dankeschön.
Hongkong und Macau: eigene Währung, eigene Apps
Wer nach Hongkong oder Macau weiterreist, wechselt nicht nur die Grenzkontrolle, sondern auch die Währung. In Hongkong gilt der Hongkong-Dollar, in Macau die Pataca, wobei Hongkong-Dollar in Macau fast überall angenommen werden. Kreditkarten sind in beiden Städten deutlich verbreiteter als auf dem Festland, und in Hongkong ist die Octopus-Karte für Verkehrsmittel und kleine Einkäufe seit Jahrzehnten das Mittel der Wahl. Die Festlands-Apps funktionieren dort bei vielen Händlern ebenfalls, rechnen dann aber in der lokalen Währung ab. Auf Restaurantrechnungen in Hongkong steht übrigens häufig ein Servicezuschlag. Der ersetzt das Trinkgeld, und Wechselgeld in Münzen darf man dort ruhig auf dem Teller lassen.
Zahlungswege in China
Bargeld (Yuan)
- gesetzliches Zahlungsmittel
- sinnvoll als Reserve für leeren Akku oder Funkloch
- an kleinen Ständen fehlt oft Wechselgeld
App mit Karte
- Alipay oder WeChat Pay mit ausländischer Karte
- Händlercode scannen oder eigenen Code zeigen
- fast überall; braucht Daten
Kartenterminal
- Visa oder Mastercard direkt
- Hotels, Flughäfen, große Geschäfte
- selten an Ständen und in einfachen Restaurants
- immer in Yuan abrechnen lassen
Im Alltag die Regel: App mit Karte · Bargeld als Reserve
FAQHäufige Fragen
Wie funktioniert das Bezahlen in China als Tourist?
Fast überall per QR-Code mit Alipay oder WeChat Pay. In beiden Apps lässt sich eine deutsche Visa- oder Mastercard hinterlegen. Bargeld in Yuan ist gesetzliches Zahlungsmittel und als Reserve sinnvoll, Kartenterminals gibt es vor allem in Hotels, an Flughäfen und in großen Geschäften.
Welche Währung gilt in China?
Die Währung heißt Renminbi, die Währungseinheit ist der Yuan (ISO-Code CNY). Ein Yuan hat 10 Jiao oder 100 Fen. Umgangssprachlich sagt man Kuai für Yuan und Mao für Jiao. Einzelheiten stehen auf der Seite zur Währung in China.
Kann man WeChat Pay mit deutscher Kreditkarte nutzen?
Ja. In der Wallet von WeChat lässt sich eine ausländische Visa-, Mastercard- oder andere internationale Karte hinterlegen, anschließend folgt eine Identitätsprüfung mit dem Reisepass. Die Schritte beschreibt die Anleitung WeChat Pay einrichten.
Was kostet das Bezahlen in China mit ausländischer Karte in der App?
Kleine Beträge sind bei WeChat Pay gebührenfrei, darüber fällt ein prozentualer Aufschlag an; Alipay zeigt eine etwaige Servicegebühr vor jeder Zahlung an. Die geprüften Werte mit Datum und Quelle stehen im Kasten im Abschnitt zu Gebühren. Dazu kommen gegebenenfalls Auslandseinsatzentgelte der eigenen Bank.
Gibt man in China Trinkgeld?
In Restaurants, Taxis und Geschäften nicht. Gehobene Hotels schlagen oft einen Servicezuschlag auf die Rechnung. Bei Reiseleitern und Fahrern ausländischer Gruppen ist eine kleine Anerkennung üblich geworden. Mehr dazu im Beitrag Trinkgeld in China.
Wie viel Bargeld sollte man für China mitnehmen?
Eine kleine Reserve für die ersten Tage reicht, weil fast alles per App bezahlt wird. Yuan lassen sich in Deutschland bei Banken bestellen oder nach der Ankunft am Geldautomaten mit Kreditkarte abheben. Größere Bargeldbeträge sind bei der Einreise anmeldepflichtig; die Grenzwerte nennt der chinesische Zoll.
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