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Das Kloster Songzanlin in Shangri-La (Zhongdian)

Am Hang nördlich von Shangri-La steigt ein Kloster mit goldenen Dächern terrassenförmig über einen kleinen See. Tibeter nennen es Ganden Sumtseling, Chinesen Songzanlin.

RedaktionAktualisiert September 2026

Zeichnung in Tusche zum Thema: Das Kloster Songzanlin in Shangri-La (Zhongdian)
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Die Treppen zum Hauptgebäude von Songzanlin sind nicht besonders lang, aber auf über 3000 Metern fühlen sie sich an wie ein Hochhaus. Wer am ersten Tag nach der Anreise hinaufsteigt, bleibt öfter stehen, als ihm lieb ist. Oben öffnet sich der Blick über das Kloster und den See Lamuyangcuo zu seinen Füßen.

Geschichte des Klosters

Songzanlin wurde 1679 gegründet, mit Zustimmung des fünften Dalai Lama und des Qing-Kaisers Kangxi, und gehört zur Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus, der auch der Dalai Lama angehört. Es ist das größte tibetisch-buddhistische Kloster in Yunnan und wird wegen seiner Anlage am Hang gern mit dem Potala-Palast in Lhasa verglichen. Der Vergleich trägt nur bedingt, das Bild einer Klosterstadt, die einen Berg hinaufwächst, stimmt aber.

In den 1950er und 1960er Jahren wurde das Kloster schwer beschädigt, der Wiederaufbau begann in den 1980er Jahren. Die heutigen Gebäude sind daher größtenteils jünger, als sie wirken. Das Kloster ist bewohnt, Mönche leben und lernen hier.

Verhalten im Kloster

Die Kora, den Umgang um heilige Orte, geht man im Uhrzeigersinn. Das gilt auch für Gebetsmühlen. In den Hallen Hut ab, leise sein, auf Fotografierverbote achten und bei Zeremonien am Rand bleiben. Grundlagen zu den Religionen im Land stehen unter Religionen Chinas.

Die Höhe und der Name

Shangri-La liegt auf über 3000 Metern, deutlich höher als Lijiang oder Dali. Höhenkrankheit ist hier keine theoretische Gefahr. Wer aus Kunming oder aus der Ebene anreist, sollte die ersten ein, zwei Tage ruhig angehen, viel trinken und auf Alkohol verzichten. Die Seite zur Gesundheit in China fasst die wichtigsten Punkte zusammen.

Der Name hat eine eigene Geschichte. Shangri-La stammt aus James Hiltons Roman “Der verlorene Horizont” von 1933, in dem ein verborgenes Tal im Himalaya so heißt. Mehrere Orte stritten später um das Etikett, Zhongdian bekam es 2001 offiziell. Mit dem Roman hat die Stadt wenig zu tun, mit dem Tourismus seither viel.

Anreise

Shangri-La hat einen Flughafen und ist über Straße und Bahn mit Lijiang verbunden. Die Fahrt führt am Yangtze entlang, nicht weit von der Tigersprungschlucht, die viele auf dem Weg einplanen. Ein Überblick über die ganze Provinz steht unter Yunnan.

Auch im Sommer werden die Abende kühl, im Winter liegt oft Frost. Eine warme Schicht gehört in jeder Jahreszeit ins Gepäck, siehe Kleidung und Packliste.

Aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise vor Ort oder beim Betreiber prüfen. Am frühen Morgen, wenn die Mönche zur Andacht gehen und die Busse noch nicht da sind, ist das Kloster am stillsten.

FAQHäufige Fragen

Macht die Höhe in Shangri-La Probleme?

Sie kann. Die Stadt liegt auf über 3000 Metern, und wer direkt aus dem Tiefland anreist, spürt das oft an Kopfschmerzen und Kurzatmigkeit. Die ersten Tage ruhig angehen, viel trinken, bei Vorerkrankungen vorher ärztlich beraten lassen. Mehr unter Gesundheit.

Darf man im Kloster fotografieren?

Außen ja, in vielen Hallen nein. Schilder und Hinweise der Mönche beachten und Mönche nicht ungefragt fotografieren.

Ist Shangri-La dasselbe wie Zhongdian?

Ja. Der Kreis Zhongdian wurde 2001 in Shangri-La umbenannt, heute ist Shangri-La eine kreisfreie Stadt. Auf älteren Karten und Fahrplänen steht noch der alte Name.

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